Eisvogelträume
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sarah Weber, geboren 1988 in Moers, lebt und arbeitet als Journalistin und Autorin am Niederrhein. Nach dem Studium der Germanistik und Niederlandistik zog es sie zurück in ihre Heimat, über die sie seit 2015 auf ihrem populären Blog »Niederrheinblond« mit viel Leidenschaft schreibt. Neben dem Niederrhein schlägt ihr Herz für ihren Sehnsuchtsort: die Nordseeinsel Borkum.
Beiträge
Nach über 20 Jahren findet die Meeresbiologin Kathrin den Weg zurück an den Niederrhein - dem Ort wo ihre Eltern einst bei einem Autounfall ums Leben kamen. Sie, ein klar strukturierter, ordnungsliebender Mensch der es am liebsten jedem recht machen würde, möchte sich dort bei ihrer dort lebenden Tante nach einem verschwundenen Schmuckstück ihrer Mutter umsehen, auf welches die an Alzheimer erkrankte Oma sie gebracht hat. Doch Kathrin hat die Rechnung ohne Jakob gemacht: Der Landwirt vom Nachbarhof stellt Kathrins Leben auf den Kopf. Sarah Weber versteht ihr Handwerk: Der Roman liest sich flüssig, die Sprache ist gefällig, alles ist sauber erzählt. Man merkt, dass sie als Bloggerin und Journalistin genau weiß, wie man Worte auf Papier ordnet. Doch darunter verbirgt sich ein Buch, das mich nie richtig packt. Die Figuren - Kathrin mit ihrer harten Schale und Jakob als wilder Bauernjunge - wirken klischeehaft und austauschbar. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist klar, wer wofür steht und wohin sich die Geschichte entwickeln wird: Gegensätze ziehen sich halt an. Überraschungen? Fehlanzeige. Jakob wird von Anfang an als Love Interest aufgebaut und trotz launenhafter Stimmungswechsel bestehen nie Zweifel dass die beiden trotz Yin und Yang Mentalität zueinander finden werden. Wahrscheinlich bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe, aber mir persönlich kam es definitiv zu häufig vor dass die Blicke sich flirtiv trafen, Lippen sich öffneten und Sehnsucht ausgestrahlt wurde. Aber keine Sorge, explizite Handlungen werden keine beschrieben und bleiben vage. Apropos vage: Auch der Schauplatz bleibt dies: Die Niederrhein-Atmosphäre ist spürbar, die Landschaft verträumt geschildert, doch konkrete Orte oder Details fehlen. Dadurch wirkt der Handlungsort austauschbar – man könnte ihn beliebig verschieben, ohne dass sich die Story ändert. Hier hätten sich mehr Details soo viel positiver ausgewirkt. Gib mir Straßennamen, nenn die Stadt, lass irgendwen wild auf niederrheinischem Platt sprechen. Das fehlt mir leider.

Ich bin mit einer gewissen Erwartung in Eisvogelträume gestartet – vielleicht, weil die Mischung aus Rückkehr, Vergangenheit und leiser Liebesgeschichte genau mein Ding ist. Und ja, vieles daran hat mich auch erreicht. Aber eben nicht durchgehend. Was mir gut gefallen hat, war ganz klar die Atmosphäre. Diese Bilder vom Niederrhein und die weiten Felder. Man merkt, dass dieser Ort mehr ist als nur Kulisse – er trägt die quasi Geschichte mit. Kathrin selbst blieb für mich allerdings ein bisschen auf Distanz. Ich habe verstanden, was sie antreibt, aber ich habe es nicht immer gefühlt. Manche Entscheidungen wirkten für mich eher erzählt als wirklich durchlebt. Jakob hingegen bringt eine angenehme Ruhe in die Geschichte. Er ist eher bodenständig, fast zurückhaltend – das mochte ich. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich zwar nachvollziehbar, aber mir fehlte stellenweise dieses gewisse Knistern, das mich wirklich mitreißt. Die Geschichte plätschert an einigen Stellen etwas dahin, ohne dass wirklich Spannung entsteht. Das zentrale Ereignis aus Kathrins Vergangenheit wird zwar immer wieder angesprochen, aber nie so intensiv greifbar gemacht, dass ich wirklich mitfühlen konnte. Dadurch verliert die Geschichte an Gewicht für mich am Ende. Fazit: Eisvogelträume ist für mich ein solides Buch. Aber mir fehlte dieses eine Element, das mich wirklich packt und noch lange nach dem Lesen begleitet.
„Eisvogelträume“ ist ein wunderschöner, atmosphärischer Roman, der direkt ans Herz geht. Mit ihrer liebevollen und einfühlsamen Schreibweise hat mich die Autorin von der ersten Seite an gepackt. Besonders die bildhaften Beschreibungen der Schauplätze haben mir sehr gefallen – obwohl ich noch nie am Rhein war, konnte ich mir die Gegend lebendig vorstellen. Auch ihre Charaktere sind authentisch und nahbar gezeichnet, sodass sie mir schnell ans Herz gewachsen sind. Die Meeresbiologin Kathrin kehrt nach über 20 Jahren an den Niederrhein zurück – an den Ort ihrer Kindheit. Eigentlich möchte sie nur ihre Tante Elsa besuchen, doch die Rückkehr fällt ihr schwer. Zu viele Erinnerungen, Schmerz und Schuldgefühle sind mit diesem Ort verbunden. Ihre Tante freut sich über das Wiedersehen, doch zwischen ihnen scheint etwas Ungesagtes zu stehen. Was ist damals wirklich passiert? Als Kathrin dann auch noch Jakob begegnet, geraten ihre Gefühle durcheinander. Zwischen den beiden entsteht eine zarte Verbindung – doch hat diese überhaupt eine Zukunft? Schließlich ist Kathrin auf Borkum zu Hause und fest in ihrem Leben dort verwurzelt. Dieser Roman ist ruhig erzählt, dabei aber durchgehend fesselnd und emotional. Für mich steht fest: Das wird definitiv nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung ♥️📖
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sarah Weber, geboren 1988 in Moers, lebt und arbeitet als Journalistin und Autorin am Niederrhein. Nach dem Studium der Germanistik und Niederlandistik zog es sie zurück in ihre Heimat, über die sie seit 2015 auf ihrem populären Blog »Niederrheinblond« mit viel Leidenschaft schreibt. Neben dem Niederrhein schlägt ihr Herz für ihren Sehnsuchtsort: die Nordseeinsel Borkum.
Beiträge
Nach über 20 Jahren findet die Meeresbiologin Kathrin den Weg zurück an den Niederrhein - dem Ort wo ihre Eltern einst bei einem Autounfall ums Leben kamen. Sie, ein klar strukturierter, ordnungsliebender Mensch der es am liebsten jedem recht machen würde, möchte sich dort bei ihrer dort lebenden Tante nach einem verschwundenen Schmuckstück ihrer Mutter umsehen, auf welches die an Alzheimer erkrankte Oma sie gebracht hat. Doch Kathrin hat die Rechnung ohne Jakob gemacht: Der Landwirt vom Nachbarhof stellt Kathrins Leben auf den Kopf. Sarah Weber versteht ihr Handwerk: Der Roman liest sich flüssig, die Sprache ist gefällig, alles ist sauber erzählt. Man merkt, dass sie als Bloggerin und Journalistin genau weiß, wie man Worte auf Papier ordnet. Doch darunter verbirgt sich ein Buch, das mich nie richtig packt. Die Figuren - Kathrin mit ihrer harten Schale und Jakob als wilder Bauernjunge - wirken klischeehaft und austauschbar. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist klar, wer wofür steht und wohin sich die Geschichte entwickeln wird: Gegensätze ziehen sich halt an. Überraschungen? Fehlanzeige. Jakob wird von Anfang an als Love Interest aufgebaut und trotz launenhafter Stimmungswechsel bestehen nie Zweifel dass die beiden trotz Yin und Yang Mentalität zueinander finden werden. Wahrscheinlich bin ich auch einfach nicht die Zielgruppe, aber mir persönlich kam es definitiv zu häufig vor dass die Blicke sich flirtiv trafen, Lippen sich öffneten und Sehnsucht ausgestrahlt wurde. Aber keine Sorge, explizite Handlungen werden keine beschrieben und bleiben vage. Apropos vage: Auch der Schauplatz bleibt dies: Die Niederrhein-Atmosphäre ist spürbar, die Landschaft verträumt geschildert, doch konkrete Orte oder Details fehlen. Dadurch wirkt der Handlungsort austauschbar – man könnte ihn beliebig verschieben, ohne dass sich die Story ändert. Hier hätten sich mehr Details soo viel positiver ausgewirkt. Gib mir Straßennamen, nenn die Stadt, lass irgendwen wild auf niederrheinischem Platt sprechen. Das fehlt mir leider.

Ich bin mit einer gewissen Erwartung in Eisvogelträume gestartet – vielleicht, weil die Mischung aus Rückkehr, Vergangenheit und leiser Liebesgeschichte genau mein Ding ist. Und ja, vieles daran hat mich auch erreicht. Aber eben nicht durchgehend. Was mir gut gefallen hat, war ganz klar die Atmosphäre. Diese Bilder vom Niederrhein und die weiten Felder. Man merkt, dass dieser Ort mehr ist als nur Kulisse – er trägt die quasi Geschichte mit. Kathrin selbst blieb für mich allerdings ein bisschen auf Distanz. Ich habe verstanden, was sie antreibt, aber ich habe es nicht immer gefühlt. Manche Entscheidungen wirkten für mich eher erzählt als wirklich durchlebt. Jakob hingegen bringt eine angenehme Ruhe in die Geschichte. Er ist eher bodenständig, fast zurückhaltend – das mochte ich. Die Beziehung zwischen den beiden entwickelt sich zwar nachvollziehbar, aber mir fehlte stellenweise dieses gewisse Knistern, das mich wirklich mitreißt. Die Geschichte plätschert an einigen Stellen etwas dahin, ohne dass wirklich Spannung entsteht. Das zentrale Ereignis aus Kathrins Vergangenheit wird zwar immer wieder angesprochen, aber nie so intensiv greifbar gemacht, dass ich wirklich mitfühlen konnte. Dadurch verliert die Geschichte an Gewicht für mich am Ende. Fazit: Eisvogelträume ist für mich ein solides Buch. Aber mir fehlte dieses eine Element, das mich wirklich packt und noch lange nach dem Lesen begleitet.
„Eisvogelträume“ ist ein wunderschöner, atmosphärischer Roman, der direkt ans Herz geht. Mit ihrer liebevollen und einfühlsamen Schreibweise hat mich die Autorin von der ersten Seite an gepackt. Besonders die bildhaften Beschreibungen der Schauplätze haben mir sehr gefallen – obwohl ich noch nie am Rhein war, konnte ich mir die Gegend lebendig vorstellen. Auch ihre Charaktere sind authentisch und nahbar gezeichnet, sodass sie mir schnell ans Herz gewachsen sind. Die Meeresbiologin Kathrin kehrt nach über 20 Jahren an den Niederrhein zurück – an den Ort ihrer Kindheit. Eigentlich möchte sie nur ihre Tante Elsa besuchen, doch die Rückkehr fällt ihr schwer. Zu viele Erinnerungen, Schmerz und Schuldgefühle sind mit diesem Ort verbunden. Ihre Tante freut sich über das Wiedersehen, doch zwischen ihnen scheint etwas Ungesagtes zu stehen. Was ist damals wirklich passiert? Als Kathrin dann auch noch Jakob begegnet, geraten ihre Gefühle durcheinander. Zwischen den beiden entsteht eine zarte Verbindung – doch hat diese überhaupt eine Zukunft? Schließlich ist Kathrin auf Borkum zu Hause und fest in ihrem Leben dort verwurzelt. Dieser Roman ist ruhig erzählt, dabei aber durchgehend fesselnd und emotional. Für mich steht fest: Das wird definitiv nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung ♥️📖






