Einer muss doch anfangen!

Einer muss doch anfangen!

von Werner Milstein·Buch 3 von 3
Taschenbuch
3.54
WiderstandNationalsozialismusHerbert Baum GruppeWeiße Rose

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Beschreibung

"Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben." (Sophie Scholl)

Sophie Scholl ist eine der Symbolfiguren des Widerstands gegen Hitler. Werner Milstein portraitiert anlässlich des 100. Geburtstags am 9. Mai 2021 das Leben dieser faszinierenden Persönlichkeit und fragt, ob ihr Leben jungen Menschen, die nach Orientierung und Sinn suchen, heutzutage eine Hilfe sein kann.

Angereichert mit zahlreichen Quellen, Fotos und Querverweisen ist diese leicht zu lesende Biografie eine Fundgrube für Jugendliche, aber auch historisch interessierte Erwachsene.

Für Jugendliche und junge Erwachsene Eine spannende Einstiegslektüre in das Leben Sophie Scholls Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl am 9. Mai 2021

Ausstattung: Mit zahlreichen s/w Fotos

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
Sachbücher
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
208
Preis
15.50 €

Autorenbeschreibung

Werner Milstein, geb. 1955, Studium der Theologie und Philosophie in Münster und Göttingen, er war Gemeindepfarrer in Ostwestfalen, danach im Verlagswesen in Hamburg tätig. Zurzeit ist er Religionslehrer am Berufskolleg in Olsberg/Sauerland.

Beiträge

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Vorwort: Ich bewerte hier nur das Buch als solches, in keinem Fall Sophie Scholl als Person! Sophie Scholl - ein Name, der untrennbar mit dem Widerstand gegen den Nationalsozialismus verbunden ist. Mein Schulunterricht ist schon zu lange her, als dass ich mich genauer erinnere, weshalb ich zu dieser Biografie gegriffen habe. Wie sah ihr Leben vor dem Widerstand aus? Was prägte ihre Entscheidungen und wie kann man ihr Leben und ihre Motivationen einer jungen Leserschaft näher bringen? Genau dies versucht dieses Buch, indem es den Fokus auf die Jugend und Entwicklung Sophie Scholls legt, zu beantworten. Ich erhielt einen umfassenden Einblick in ihre Kindheit, ihre Zeit im BDM und ihre anfängliche Begeisterung für den Nationalsozialismus. Dieser erste Teil des Buches war zum größten Teil interessant, zumal Sophie Scholls Geschichte in anderen Quellen oft erst im späteren Verlauf, wenn sie schon in München studiert, berichtet wird. Der Mittelteil fokussiert sich für mich viel zu stark auf die religiöse Dimension von Sophies Leben. Zitate, Gedanken und Gefühle prägen diesen Abschnitt, der für den Laien teils schwer greifbar und in seiner Relevanz zum Thema Widerstand nicht immer klar ersichtlich ist. Mir war nicht bewusst, dass der Autor Theologe ist und diesen Schwerpunkt setzt. Der letzte Teil, der die Zeit des aktiven Widerstands und die Verhaftung der Geschwister Scholl beschreibt, wirkt im Vergleich dazu leider etwas gehetzt. Die Gerichtsverhandlung selbst wird in nur einem Satz abgehandelt, was ich sehr schade fand. Die doch im erheblichen Maße vorhanden Rechtschreibfehler haben meinen Lesefluss negativ beeinflusst. Fazit: Ein Buch mit viel Potential, das durch den Fokus auf Sophies Jugend einen neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte ermöglicht. Der starke Fokus auf die Religion und die teils ungleiche Gewichtung der Themenabschnitte konnten mich allerdings nicht begeistern. zu

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2,5* - aufgerundet Die weiße Rose. Es gibt wenig Namen des Widerstandes im zweiten Weltkrieg sind so bekannt wie die Sophie's und Hans' Scholls. Dieses Buch versucht besonders für eine junge Leserschaft das Leben von Sophie Scholl einzufangen und Schüler:innen näher zu bringen. Ich möchte vorweg nehmen das ich den größtmöglichen Respekt vor Sophie Scholl, allen anderen Mitgliedern der weißen Rose als auch die Widerstandes grundsätzlich habe. Eine Bewertung dieses Buches hat nichts mit einer Bewertung des Lebens dieser Personen zu tun! *** Es ist oft schwer ein solches Buch zu 'bewerten' - kann man das Leben einer Person wie Sophie Scholl bewerten? Sicherlich nicht. Doch das Buch über sie kann man sehr wohl rezensieren. Und das mache ich im Folgenden. *** Die Geschichte dieser Geschwister geht einem nahe. Sehr nahe. Und ich fand es großartig eine Blick in die Kindheit der Scholls zu bekommen. Denn im 'Schulstoff' beginnt die 'Geschichte' meist schon direkt mit den Flugblättern. In diesem Buch wird auch der Lebensweg von Sophie geschildert. Ihre Familie. Ihre Jugend im BDM (Bund deutscher Mädel). Ihre anfängliche Begeisterung für den Nationalsozialismus. Diese Kindheits- und Jugendjahre waren spannend im Kontext mit ihrem weiteren Leben. *** Was wiederum den religiösen Aspekt anging war ich ein wenig überfordert. Der mittlere Teil des Buches ist vollgepackt mit religiösen Zitaten, Gedanken und Gefühlen die Sophie im Bezug auf Kirche und Katholiken hat die für mich in einem Sachbuch schwer greifbar waren. Sicherlich mag die Religion eine ganz andere Rolle im Leben eines jungen Mädchens gespielt haben in den 1940igern. Doch fehlte mir hier oft die Relevanz zur 'Sophie Scholl - Mädchen des Widerstandes'. Zudem habe ich mich des Öfteren gefragt wie 'sachlich' ein (männlicher) Theologe über die Gefühle eine jungen Mädchens schreiben kann.... Das ist jetzt nicht nur negativ gemeint. Aber ich bin ehrlich. Es war mir ein bisschen zu viel Religions-Thematik für ein Buch über Sophie Scholl. Wenn gleich die Gerichtsverhandlung innerhalb einer Seite abgehandelt wird. Besonders da das Buch für ein jüngeres Publikum geschrieben wurde wurde der Fokus falsch gewählt für mein Empfinden. *** Eher ein Buch für den 'modernen' Religionsunterricht als für den Geschichtsunterricht.

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