Eine Welt nur für uns

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Hardcover
3.67

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Beschreibung

Hyères an der Côte d’Azur, 1945: Vincent, ein Überlebender aus deutscher Kriegsgefangenschaft, kehrt nach Frankreich zurück, entschlossen, die Frau wiederzufinden, die ihm alles bedeutet: Ariane. Seit zwei Jahren ist sie verschollen, zuletzt gesehen bei den deutschen Besatzern. Um sie aufzupüren, schließt er sich einer Gruppe von Minenräumern an, die die tödlichen Hinterlassenschaften des Krieges an den Stränden der Côte d’Azur beseitigen. Unter ihnen: Die ehemaligen deutschen Besatzer, nun Internierte. Besonders einer, Lukas, scheint mehr zu wissen, als er zunächst preisgibt. Während die Bedrohung durch die Minen allgegenwärtig ist, wird Vincents Suche nach Ariane und nach einem Platz im neuen Frieden immer verzweifelter …

Claire Deya entspannt das Panorama einer Dorfgemeinschaft zwischen Aufbruch und Zerstörung. Bildreich erzählt sie von der unmittelbaren Nachkriegszeit, von einer leidenschaftlichen Liebe, von Vergeben, Vergessen und Versöhnung. Ein kraftvoller, schillernder, explosiver Roman.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Historische Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
446
Preis
24.70 €

Autorenbeschreibung

Claire Deya lebt im Süden Frankreichs, studierte Geschichte und ist als Drehbuchautorin für Film und Fernsehen tätig.

Beiträge

3
Alle
3

In dem Buch begleiten wir Minenräumer an der franzözischen Küste. Hier wird für mich also über ein Thema geschrieben, dass ich bis jetzt noch nicht am Schirm hatte. Leider hatte das Buch, gerade am Anfang einige Längen. Und was mich ja bei Büchern immer nervt, wenn Protagonisten ähnliche Namen haben. Vincent sucht nach seiner großen Liebe Ariane, deren beste Freundin Aubrey hieß. Gott sei Dank spielt besagte Freundin nur eine kleine Rolle, verwirrt hat es mich, da auch ziemlich zu Beginn des Buches, trotzdem.

4

Das Cover gefällt mir sehr gut, es strahlt eine Ruhe aus, die irgendwie zu dem Buch passt, auch wenn dieses nicht ruhig ist. Ich muss zugeben, die Leseprobe hatte mich zuerst nicht überzeugt, aber im Nachhinein freue ich mich sehr, dass ich das Buch lesen durfte. Es ist ein sehr einfaches und doch auch komplexes Thema. Es ist nicht spannend im klassischen Sinne, auch wenn man immer mehr mit Vincent mitzufiebern beginnt und hofft, dass er seine Ariane findet. Hauptthema ist aber der Umgang mit dem Ende des Krieges, dass er eigentlich viel länger geht, als bis zum Ende der Kampfhandlungen. Der Schreibstil hingegen hat mir unglaublich gut gefallen. Dieses Buch zeigt durch mehrere Perspektiven, die meisterhaft mehrfach innerhalb eines Kapitels wechseln, wie vom Krieg gezeichnete diese Anfangszeit des Friedens erleben. Die Figuren von Vincent, Fabien und Saskia als Hauptfiguren und allen Nebenfiguren wirken echt und man kann mit ihnen fühlen und sich in sie hineinversetzen. Das Ende hielt eine Wendung bereit, mit der ich absolut nicht gerechnet hätte. Das Buch trumpft auch mit sehr vielen wortgewaltigen und zum Nachdenken anregenden Sätzen auf, mein Buch ist voller Einmerker nach dem Lesen. Das erste Drittel war noch nicht ganz so spannend, aber danach hat es meiner Meinung nach sehr angezogen und ich konnte es kaum noch weglegen. Fazit: Ein sehr gelungenes Buch, dass die Schrecken der Nachkriegszeit lebendig werden lässt.

3.5

Die Tragik, die der Krieg mit sich zieht

Dieser Roman erzählt von einem Kapitel des zweiten Weltkriegs, von dem ich vorher noch nie gelesen hatte. Es geht um Minenräumer, die zu Ende des zweiten Weltkriegs die französischen Küsten von den tödlichen Überbleibsel der deutschen Feinde befreien sollten. Dabei arbeiteten Franzosen zusammen mit deutschen Kriegsgefangenen und Grenzen wurden überschritten, sowohl zwischenmenschliche als auch individuelle. Ich habe mir etwas schwer getan in den Lesefluss zu kommen und empfand das Buch teilweise als etwas holprig. Die Charaktere werden eher recht oberflächlich behandelt. Das passt einerseits, weil viel Misstrauen herrscht und wir als Leser dann genauso wenig wissen wie die wahren Charaktere. Aber dadurch bleibt durch das Buch hindurch eine gewisse Distanz gewährt, wodurch mir etwas an Tiefe und emotionaler Nähe mit den Protagonisten fehlt.

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