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Ein besonderes Buch mit einer besonderen Geschichte. Zur Geschichte: Ich bin leicht in die Geschichte reingekommen, da man als Leser/in sofort in Grace' Leben hineingeworfen wird und ihre schockierende Alltagsprobleme mitbekommt. Das Buch war ganz anders, als ich zunächst vermutet hatte, aber das meine ich nicht negativ. Im Zentrum steht definitiv Grace und Maggie's Mutter-Tochter-Beziehung und ihr unkonventionelles Leben. Die Autorin hat sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und detailliert beschrieben, was Grace bereits alles durchmachen und ertragen musste. Die Autorin spricht ernste Themen wie Trauerverarbeitung, psychische Labilität, Alkoholabhängigkeit und (zerrüttete) Familienstrukturen und deren Auswirkungen auf das Kind an und bindet diese ausgezeichnet in eine realitätsnahe Geschichte ein. Weiterhin spielen Liebe, Freundschaft, Selbstfindung, Selbstakzeptanz, Hoffnung und Verzweiflung eine große Rolle in dieser Geschichte. Die Liebesgeschichte zwischen Grace und Eva ist eher eine Nebenhandlung, was ich persönlich aber nicht schlimm fand. Es ist süß und romantisch, wie die beiden einander kennenlernen und sich während lauschiger Nächte im Leuchtturm langsam aneinander annähern. Aber im Vergleich zu Grace und Maggie's Beziehung ging die Liebesgeschichte eben etwas unter und hat mich aufgrund dessen auch nicht so sehr berührt und von sich eingenommen wie sie es hätte tun können. Auf mich hat die Liebe der beiden insgesamt einfach nicht ganz glaubwürdig gewirkt. Die Themen LGBTQ+ und Homosexualität stehen eher im Hintergrund, was ich nach dem Klappentext nicht vermutet hätte. Musik spielt ebenfalls eine wesentlich geringere Rolle als ich dem Cover und dem Klappentext nach zu urteilen angenommen hatte. Obwohl es Grace' große Leidenschaft und ihr Lebenstraum ist, erhält man nur wenige Einblicke in ihr Klavierspiel, was ich etwas schade fand. Es ist ein besonderes Buch mit einer besonderen Geschichte (wenn auch anders als erwartet), das mich zutiefst berührt hat. Einige Szenen waren sehr emotional und ergreifend. Teilweise war das Lesen richtig beklemmend bei dem, was Grace schon alles erlebt hat und ertragen musste. Ich hatte während des Lesens oft einen dicken Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Das Schockierendste an dieser Geschichte ist für mich, dass sie höchstwahrscheinlich viel näher an der Realität ist, als wir es uns wünschen würden. Die Geschichte ist unerwartet tiefgründig und nachdenklich. Die Autorin vermittelt hinsichtlich Selbstfindung eine sehr schöne Botschaft, die sowohl jüngere als auch ältere Leser/innen mitnehmen sollten. Man soll sich selbst so akzeptieren und wertschätzen wie man ist, die eigenen Träume nicht vernachlässigen, sondern den Mut finden, diese wahr werden zu lassen. Die Bedeutung der lila Fingernägel, welche sich auch im Titel widerspiegelt, finde ich wunderschön. Sie ist in Grace' Leben wie ein Silberstreif am Horizont. Mir gefällt es sehr gut, dass die Autorin auch positive, schöne Momente in Grace und Maggie's Leben eingebaut hat. Im Gesamten ist die Geschichte nur wenig überraschend und unvorhersehbar, dennoch habe ich sie gerne gelesen und kann sie auf jeden Fall weiterempfehlen. In dieser Geschichte geht es nicht um Überraschungsmomente, sondern um Selbstfindung, Träume und Loslassen-Können, auch wenn es schwer fällt. Das Setting ist schön beschaulich und kleinstädtisch. Die Idylle von Leuchtturm und Meer steht in Kontrast zu Grace und Maggie's Leben, was ich stilistisch sehr interessant finde. Zu den Charakteren: Die Geschichte wird aus Grace' Perspektive in der Ich-Form erzählt. Ich konnte mich in sie hineinfühlen und ihre Gedankengänge meist auch nachvollziehen, jedoch konnte ich mich nicht 100%ig mit ihr identifizieren. Ich habe in einigen anderen Rezensionen gelesen, dass viele ihre Denkweise nicht für authentisch halten, da sie zu reflektiert und erwachsen sei, aber das sehe ich nicht so. Grace ist nun einmal "erwachsener" als die meisten Jugendlichen in ihrem Alter, weil sie es sein musste, weswegen ich ihre Denkweise auch als glaubwürdig empfand. Grace ist verantwortungsbewusst, ehrgeizig und zielstrebig. Sie träumt davon, Musik zu studieren und Pianistin zu werden und kämpft für diesen Traum. Allerdings hat sie auch Angst davor, ihren Traum zu verwirklichen, da sie ihre Mutter nicht alleine lassen möchte. Sie ist für ihr Alter unglaublich reif und erwachsen, weil ihr bei einer Mutter wie Maggie gar nichts anderes übrig blieb. Die Rollen von Mutter und Tochter sind bei den beiden eindeutig vertauscht. Grace kümmert sich um Maggie und passt auf sie auf. Sie ist unheimlich stark, liebevoll und vor allem loyal. Maggie ist das personifizierte Chaos und alles andere als eine gute Mutter. Sie ist ein Freigeist, der im den Tag hineinlebt und nicht an morgen denkt. Sie vernachlässigt ihre mütterlichen Pflichten und betrachtet Grace eher als eine Freundin als eine Tochter. Maggie ist eine Meisterin falscher Entscheidungen und mit ihrem Leben und vor allem mit Grace total überfordert. Sie trauert immer noch um ihren verstorbenen Mann und ertränkt ihren Kummer in Alkohol. Sie hat psychische Probleme, möchte das aber nicht wahrhaben und sich auch nicht helfen lassen. Maggie lebt in ihrer eigenen Welt und kann mit der realen nichts anfangen. Sie merkt nicht einmal, dass sie Grace keine gute Mutter ist. Eva hat ebenfalls viel durchgemacht und kürzlich einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Sie trauert um ihre verstorbene Mutter, hängt fest und weiß nicht, wie sie weiterleben soll. Grace bringt sie wieder zum Lächeln und hilft ihr dabei, nach und nach zu sich selbst und ihrer Leidenschaft zurückzufinden. Luca ist ein toller bester Freund. Er ist immer für Grace da und steht hinter ihr, ebenso seine Mutter. Beide sind für Grace ein Fels in der Brandung. Insgesamt sind die Charaktere interessant und vielschichtig. Sie wurden gut ausgearbeitet und wirken lebendig. Zum Schreibstil: Der Schreibstil ist locker-leicht und schafft einige berührende Momente. Das Buch liest sich angenehm und flüssig, es gibt keinerlei Längen. Fazit: Die Geschichte traf mich unerwartet, da ich auf eine ganz andere Geschichte eingestellt war, aber sie hat mir richtig gut gefallen. Dieses Buch ist berührend, tiefgründig und nachdenklich. Es spricht ernste Themen an und bringt diese glaubwürdig und mit viel Emotionalität rüber. Die Autorin vermittelt mit dieser Geschichte eine wundervolle Botschaft, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte. 4/ 5 Sterne ⭐️

5. Mai 2024
Ein besonderes Buch mit einer besonderen Geschichte. Zur Geschichte: Ich bin leicht in die Geschichte reingekommen, da man als Leser/in sofort in Grace' Leben hineingeworfen wird und ihre schockierende Alltagsprobleme mitbekommt. Das Buch war ganz anders, als ich zunächst vermutet hatte, aber das meine ich nicht negativ. Im Zentrum steht definitiv Grace und Maggie's Mutter-Tochter-Beziehung und ihr unkonventionelles Leben. Die Autorin hat sich intensiv mit dieser Thematik auseinandergesetzt und detailliert beschrieben, was Grace bereits alles durchmachen und ertragen musste. Die Autorin spricht ernste Themen wie Trauerverarbeitung, psychische Labilität, Alkoholabhängigkeit und (zerrüttete) Familienstrukturen und deren Auswirkungen auf das Kind an und bindet diese ausgezeichnet in eine realitätsnahe Geschichte ein. Weiterhin spielen Liebe, Freundschaft, Selbstfindung, Selbstakzeptanz, Hoffnung und Verzweiflung eine große Rolle in dieser Geschichte. Die Liebesgeschichte zwischen Grace und Eva ist eher eine Nebenhandlung, was ich persönlich aber nicht schlimm fand. Es ist süß und romantisch, wie die beiden einander kennenlernen und sich während lauschiger Nächte im Leuchtturm langsam aneinander annähern. Aber im Vergleich zu Grace und Maggie's Beziehung ging die Liebesgeschichte eben etwas unter und hat mich aufgrund dessen auch nicht so sehr berührt und von sich eingenommen wie sie es hätte tun können. Auf mich hat die Liebe der beiden insgesamt einfach nicht ganz glaubwürdig gewirkt. Die Themen LGBTQ+ und Homosexualität stehen eher im Hintergrund, was ich nach dem Klappentext nicht vermutet hätte. Musik spielt ebenfalls eine wesentlich geringere Rolle als ich dem Cover und dem Klappentext nach zu urteilen angenommen hatte. Obwohl es Grace' große Leidenschaft und ihr Lebenstraum ist, erhält man nur wenige Einblicke in ihr Klavierspiel, was ich etwas schade fand. Es ist ein besonderes Buch mit einer besonderen Geschichte (wenn auch anders als erwartet), das mich zutiefst berührt hat. Einige Szenen waren sehr emotional und ergreifend. Teilweise war das Lesen richtig beklemmend bei dem, was Grace schon alles erlebt hat und ertragen musste. Ich hatte während des Lesens oft einen dicken Kloß im Hals und Tränen in den Augen. Das Schockierendste an dieser Geschichte ist für mich, dass sie höchstwahrscheinlich viel näher an der Realität ist, als wir es uns wünschen würden. Die Geschichte ist unerwartet tiefgründig und nachdenklich. Die Autorin vermittelt hinsichtlich Selbstfindung eine sehr schöne Botschaft, die sowohl jüngere als auch ältere Leser/innen mitnehmen sollten. Man soll sich selbst so akzeptieren und wertschätzen wie man ist, die eigenen Träume nicht vernachlässigen, sondern den Mut finden, diese wahr werden zu lassen. Die Bedeutung der lila Fingernägel, welche sich auch im Titel widerspiegelt, finde ich wunderschön. Sie ist in Grace' Leben wie ein Silberstreif am Horizont. Mir gefällt es sehr gut, dass die Autorin auch positive, schöne Momente in Grace und Maggie's Leben eingebaut hat. Im Gesamten ist die Geschichte nur wenig überraschend und unvorhersehbar, dennoch habe ich sie gerne gelesen und kann sie auf jeden Fall weiterempfehlen. In dieser Geschichte geht es nicht um Überraschungsmomente, sondern um Selbstfindung, Träume und Loslassen-Können, auch wenn es schwer fällt. Das Setting ist schön beschaulich und kleinstädtisch. Die Idylle von Leuchtturm und Meer steht in Kontrast zu Grace und Maggie's Leben, was ich stilistisch sehr interessant finde. Zu den Charakteren: Die Geschichte wird aus Grace' Perspektive in der Ich-Form erzählt. Ich konnte mich in sie hineinfühlen und ihre Gedankengänge meist auch nachvollziehen, jedoch konnte ich mich nicht 100%ig mit ihr identifizieren. Ich habe in einigen anderen Rezensionen gelesen, dass viele ihre Denkweise nicht für authentisch halten, da sie zu reflektiert und erwachsen sei, aber das sehe ich nicht so. Grace ist nun einmal "erwachsener" als die meisten Jugendlichen in ihrem Alter, weil sie es sein musste, weswegen ich ihre Denkweise auch als glaubwürdig empfand. Grace ist verantwortungsbewusst, ehrgeizig und zielstrebig. Sie träumt davon, Musik zu studieren und Pianistin zu werden und kämpft für diesen Traum. Allerdings hat sie auch Angst davor, ihren Traum zu verwirklichen, da sie ihre Mutter nicht alleine lassen möchte. Sie ist für ihr Alter unglaublich reif und erwachsen, weil ihr bei einer Mutter wie Maggie gar nichts anderes übrig blieb. Die Rollen von Mutter und Tochter sind bei den beiden eindeutig vertauscht. Grace kümmert sich um Maggie und passt auf sie auf. Sie ist unheimlich stark, liebevoll und vor allem loyal. Maggie ist das personifizierte Chaos und alles andere als eine gute Mutter. Sie ist ein Freigeist, der im den Tag hineinlebt und nicht an morgen denkt. Sie vernachlässigt ihre mütterlichen Pflichten und betrachtet Grace eher als eine Freundin als eine Tochter. Maggie ist eine Meisterin falscher Entscheidungen und mit ihrem Leben und vor allem mit Grace total überfordert. Sie trauert immer noch um ihren verstorbenen Mann und ertränkt ihren Kummer in Alkohol. Sie hat psychische Probleme, möchte das aber nicht wahrhaben und sich auch nicht helfen lassen. Maggie lebt in ihrer eigenen Welt und kann mit der realen nichts anfangen. Sie merkt nicht einmal, dass sie Grace keine gute Mutter ist. Eva hat ebenfalls viel durchgemacht und kürzlich einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Sie trauert um ihre verstorbene Mutter, hängt fest und weiß nicht, wie sie weiterleben soll. Grace bringt sie wieder zum Lächeln und hilft ihr dabei, nach und nach zu sich selbst und ihrer Leidenschaft zurückzufinden. Luca ist ein toller bester Freund. Er ist immer für Grace da und steht hinter ihr, ebenso seine Mutter. Beide sind für Grace ein Fels in der Brandung. Insgesamt sind die Charaktere interessant und vielschichtig. Sie wurden gut ausgearbeitet und wirken lebendig. Zum Schreibstil: Der Schreibstil ist locker-leicht und schafft einige berührende Momente. Das Buch liest sich angenehm und flüssig, es gibt keinerlei Längen. Fazit: Die Geschichte traf mich unerwartet, da ich auf eine ganz andere Geschichte eingestellt war, aber sie hat mir richtig gut gefallen. Dieses Buch ist berührend, tiefgründig und nachdenklich. Es spricht ernste Themen an und bringt diese glaubwürdig und mit viel Emotionalität rüber. Die Autorin vermittelt mit dieser Geschichte eine wundervolle Botschaft, die sich jeder zu Herzen nehmen sollte. 4/ 5 Sterne ⭐️
5. Mai 2024







