Ein völlig anderes Leben

Ein völlig anderes Leben

Hardcover
4.3104
SpurensucheVerlustEllen SandbergAdoption

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Beschreibung

Jetzt habe ich niemanden mehr, ist Jules erster Gedanke, als ihre Mutter stirbt. Doch dann findet sie bei der Wohnungsauflösung Unterlagen, die darauf hindeuten, dass sie adoptiert wurde. Jule, die sich ihrer Mutter nie wirklich nah gefühlt hat, beginnt ihre gesamte Vergangenheit zu hinterfragen: den überstürzten Umzug in den Westen, den Kontaktabbruch des Vaters, das Verschwinden der Schwester sowie das beharrliche Schweigen ihrer Mutter dazu. Hätte sie heute ein völlig anderes Leben, wäre sie bei ihrer richtigen Familie aufgewachsen? Wäre sie glücklich? Jule weiß, sie muss ihre leibliche Mutter finden und zur Rede stellen. Und ahnt dabei nicht, dass sie nicht die Einzige ist, die jahrelang nach Antworten gesucht hat…

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
320
Preis
18.73 €

Autorenbeschreibung

Lisa Quentin ist 1985 geboren, hat Germanistik und Psychologie in Freiburg studiert und danach zehn Jahre lang als Werbetexterin und Online-Redakteurin gearbeitet. Nach einer Ausbildung zum NLP-Coach arbeitet sie nun in der Online-Branche und erforscht das Verhalten von Nutzer*innen. Zusammen mit ihrem Mann und drei Kindern lebt sie in Lübeck. Ein völlig anderes Leben ist ihr Debütroman bei Goldmann.

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
97%
N/A
N/A
N/A
79%
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100%
100%
100%
N/A

Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
92%
100%
100%
100%

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam0%
Mittel100%
Variabel0%

Schreibstil

Einfach0%
Komplex0%
Mittel100%
Bildhaft (100%)Minimalistisch (100%)

Beiträge

26
Alle
5

Was für ein Thema! Was für ein Debütroman!

Das Buch hat mich so gepackt. Es geht um Zwangsadoption in der DDR. Ob wohl es ein fiktiver Roman ist, basierter auf wahren Begebenheiten. Lisa Quentin hat sehr viel recherchiert, und das merkt man auch. Mich hat die Geschichte tief beeindrucken..

4

Starkes und wichtiges Thema in der deutschen Geschichte ⚡️🧑‍🧑‍🧒‍🧒⭐️⭐️⭐️⭐️🧑‍🧑‍🧒‍🧒⚡️

„Ein völlig anderes Leben“ von Lisa Quentin ist eigentlich ein echt gutes Buch, da es es ein ebenso bewegendes wie auch wichtiges Thema aufgreift, nämlich die Zwangsadoptionen in der DDR. Der historische Hintergrund gibt der Geschichte viel Tiefe und Gewicht und hat das Buch für mich dadurch besonders und lesenswert gemacht. Auch der Schreibstil ist durchweg flüssig und angenehm zu lesen. Mir hat sehr gut gefallen, dass Lisa Quentin immer wieder spannende Elemente in die Geschichte eingebaut hat, die die Handlung gepusht und mich wirklich in den Bann gezogen haben. Jetzt kommt aber mein kleines „Aber“ zu diesem Buch. Leider bin ich mit der Hauptprotagonistin Jule nie ganz warm geworden, so dass der emotionale Funke des Buches letztlich nicht vollständig auf mich übergesprungen ist. Viele von Jules Verhaltensweisen konnte ich nicht nachvollziehen, zwischenzeitlich habe ich mich sogar manchmal richtig geärgert. Vielleicht war das aber auch so von der Autorin gewollt? Insgesamt ist „Ein völlig anderes Leben“ ein gut recherchierter und spannend erzählter Roman mit einem starken und wichtigen Thema, den ich trotz meiner kleinen persönlichen Distanz zur Hauptfigur sehr empfehlenswert finde. ⚡️🧑‍🧑‍🧒‍🧒⭐️⭐️⭐️⭐️🧑‍🧑‍🧒‍🧒⚡️

5

Ein Regime, was gnadenlos agiert hat.

Diese Geschichte vom Jule, Eva und Anke ist so berührend, schockierend und (als Mutter) unvorstellbar grausam. Durch das Wissen, dass diese Zwangsadoptionen wirklich durchgeführt wurden, macht diese Geschichte so emotional. Ein sehr bewegendes Buch. Besonders das Ende hat mir so gut gefallen, weil es so realistisch (ohne dramatisches Happy End) war. Danke für diese Empfehlung!

4

Gut recherchierter Roman

Ein Buch über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter, die auf anderen Grundpfeilern steht als bisher angenommen: Eine Reise in die Vergangenheit fördert jahrzehntelanges Leid und Ungerechtigkeiten zu Tage. Was macht die Erkenntnis mit einem? Welche Gefühle werden hervorgerufen? Welche tiefensitzenden bisher nicht wirklich verstandenen Gefühle werden auf einmal erklärbar? Das Thema Zwangsadoption in der DDR wird hier von der Autorin auf eine feinfühlige, aber deutliche Art greif- und auch endlich sichtbar.

5

Deutsche Geschichte hautnah erzählt und dabei wahrscheinlich noch nicht mal das ganze Grauen erfasst. Das Thema Zwangsadoption in der DDR habe ich schon des öfteren in Dokumentationen gesehen und nun mit diesem Buch einen weiteren Einblick in das abscheulich System erhalten. Aus zwei POV wird die Story erzählt und an manchen Stellen war ich sprachlos und wieder einmal so überrascht wie viel Menschen anderen Menschen antun können. Ein Lesetipp für alle, die mehr über die DDR erfahren möchten und dabei feststellen, dass die Nostalgie, die un sich greift all das Unglück, all das Grausame nicht aufwiegen kann.

3

Lisa Quentin schafft es in diesem Buch bewegende Aspekte der DDR aufzugreifen und mit ihrer Geschichte zu koppeln. Dabei ist besonders der Strang aus der DDR Zeit derjenige, der besonders mein Interesse geweckt hat. Leider gibt es auch noch den Erzählstrang von Jule aus der Gegenwart, der mich nie so richtig abholen konnte, stellenweise waren mir gewisse Verhaltensweisen unverständlich.

5

Der beste DDR-Roman, den ich bisher gelesen habe. Große Leseempfehlung von mir💛

5

Das Buch handelt von Zwangsadoptionen in der DDR. Sehr gut recherchiert wird von Jule erzählt, die nach dem Tod ihrer Mutter erfährt, dass sie adoptiert wurde. Die Reise in die Vergangenheit tut weh, kann nicht alle Fragen beantworten. Kurze und klar gegliederte Kapitel ließen mich durch Jules Leben fliegen. Mich lässt der Roman sprachlos zurück. Das Thema muss viel mehr in die Öffentlichkeit! Ich empfehle diese bewegende und aufwühlende Geschichte von ganzem Herzen.

5

Ein mitreißender Roman über Mütter und Töchter, Herkunft und Heimat und den tiefen Wunsch nach Zugehörigkeit. Tiefgründig und sehr bewegend. Habe das Buch in kürzester Zeit gelesen. Das wird für mich nicht das letzte Buch der Autorin gewesen sein. Sehr empfehlenswert und volle 5 Sterne ⭐️ ⭐️⭐️⭐️⭐️wert

5

Ein sehr gutes Buch! Ich kann es nur jedem empfehlen zu lesen!

5

Ein Thema, das auf mehreren Ebenen betroffen macht - sehr authentisch dargestellt und somit emotional absolut greifbar! Überraschendes Highlight!

5

Ein sehr bewegendes Buch das Einblick in das Leid gibt, dass das DDR Regime mit Zwangsadoptionen über Familien gebracht hat. Absolut erschütternd wie damals mit den Menschen umgegangen wurde und deshalb um so wichtiger, dass solche Bücher geschrieben werden!

4

Jule starrte auf das Meer, das Teil dieser Geschichte war, das Ausgang und Wendepunkt ihres Schicksals war. Alles hatte sich verändert. Wer war sie noch?

Der Roman erzählt von Jule, die nach dem Tod ihrer Mutter erfährt, dass sie als Kind in der DDR zur Adoption freigegeben wurde.​​​​​​​​​​​​​​​​ Zu Beginn war es für mich schwierig in die Geschichte hineinzufinden. Ich tat mir schwer einen Zugang zu Jule zu finden, und ich habe mich ihr nicht so verbunden gefühlt. Dennoch hat mich ihre Suche nach Zugehörigkeit und Identität sehr bewegt. Das Buch zeigt auf, wie die staatlich angeordneten Adoptionen in der DDR nicht nur das Leben der direkt Betroffenen, sondern auch das ihrer Nachkommen nachhaltig prägte. Lisa Quentin gelingt es zu erzählen, wie unterschiedlich Jule, ihre Adoptivmutter und ihre leibliche Mutter mit der Adoption und deren Folgen für ihr Leben umgehen.​ Der Schreibstil und die Erzählung der Geschichte aus zwei verschiedenen Perspektiven haben mir gut gefallen.

5

Diese Geschichte war unglaublich, spannend, traurig, fesselnd und erschreckend. Die Handlung basiert auf Berichten von Betroffenen und das machte das Ganze umso schlimmer und bedrückender. Der Schreibstil ist super und obwohl ich mit der Protagonistin Jule gar nicht warm geworden bin, konnte ich das Buch kaum zur Seite legen. Ich hätte mir gerne ein anderes Ende gewünscht, aber es war okay, weil es für diese Story so sehr realistisch war.

5

Zwangsadoption in der DDR als ergreifender Roman verpackt

Jule gehört nirgendwo dazu. Sie fühlt sich einsam, ausgeschlossen und fehl am Platz. Nach dem Tod ihrer Mutter findet sie ein Dokument, welches ihr Gefühl bestätigt: sie wurde adoptiert. Eine emotionale und ergreifende Reise, die auf wahren geschichtlichen Fakten beruht. Es ist so erschütternd über dieses Thema zu lesen und zu merken, wie wenig man über die DDR weiß. Aus diesem Grund kann ich dieses Buch jedem nur empfehlen!

Zwangsadoption in der DDR als ergreifender Roman verpackt
5

Highlight

Guter Schreibstil, Thema Zwangsadaption in der damaligen DDR und die BRD Demokratie oder eher Bürokratie hinterlässt kein gutes Gefühl. Leseempfehlung.

4

Ein intensives Buch, das sich mit dem Thema Zwangsadoption in der DDR beschäftigt. Ich finde es sehr gelungen und habe vieles erfahren, was ich vorher nicht wusste. Es hat mich tief bewegt.

4

Ich habe ein wenig gebraucht um reinzukommen, konnte es dann aber kaum weglegen. Ein sehr gefühlvolles Buch über ein schockierendes, trauriges Thema.

4

Erschütternde Geschichte rund um die politische Zwangsadoption in der DDR aus Sicht von drei beteiligten Frauen. Betroffenenverbände gehen von rund 10000 Fällen aus, andere Studien von ca. 350, die meisten bis heute nicht aufgeklärt. Diese Tatsache lässt einen erschauern. Jedes einzelne Schicksal eine Katastrophe und lebenslange Traumatisierung der Betroffenen. Lisa Quentin hat einen schönen Schreibstil und verpackt diese schwere Kost in eine packende leicht zu lesende Geschichte!

3

Das Buch hat mich nicht ganz erreicht. Ich kann schwer sagen warum. Mich interessiert das Thema und ich fand auch die beiden Protagonistinnen interessant. Aber der Funke wollte nicht überspringen. Dennoch war es ein gutes Buch und ich würde es weiterempfehlen.

3

Interessantes Thema, Umsetzung ok

Das Thema Zwangsadoption in der DDR ist wirklich interessant und kein häufiges Thema in Romanen. Daher war es toll und spannend, die Protagonistin auf ihrem Weg zu begleiten, etwas über ihre Herkunft zu erfahren. Ich habe hier mitgefiebert. Allerdings war die Geschichte am Ende für mich nicht auserzählt und brach auf eine Art ab. Gerade am Ende hätte es noch Potenzial für mehr Vielschichtigkeit der Personen und Handlung gegeben.

4.5

Gut recherchierte und einfühlsam erzählte Geschichte mit wahrem Kern, bei der mich nur die Protagonistin charakterlich nicht immer ganz abgeholt hat. Unabhängig davon feinste U-Literatur mit Tiefgang, Empfehlung! Auch für das wunderbar zweistimmig gelesene Hörbuch.

4

Toll erzähltes Buch über ein ernstes Thema

Ich fand das Buch sehr gut geschrieben über das Thema der zwangsadoption in der DDR. Was für ein schlimmes Stück der zeitgeschichte worunter ganz sicher manche Menschen bis heute leider. Klare Leseempfehlung!

4

Mitreißend, berührend, erschreckend

Auch wenn es mir anfangs schwerfiel im Buch Fuß zu fassen, hat es mich irgendwann einfach mitgerissen. Der Roman schildert eine sehr berührende, aber auch erschreckende Geschichte. Aber diese Geschichte ist motiviert von wahren Begebenheiten der Vergangenheit. Dieses Kapitel der deutschen Geschichte ist mir nicht neu, aber es nach so vielen Jahren nach Ende der DDR in einem Roman zu lesen, hat mich tatsächlich nochmal sehr mitgenommen.

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