Ein bitterkalter Nachmittag
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie, Germanistik und klassische Gitarre, veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane. Sein erster Roman »Ein bitterkalter Nachmittag« wurde mit dem Kerry Group Irish Fiction Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Booker Prize. Sein Roman »Winter in Maine« war ein internationaler Bestseller.
Beiträge
Zwei Männer. Einer Bäcker, einer Geschichtslehrer. Einer gräbt ein Loch, der andere schaut von außen zu. Es ist Winter, Schnee fällt, es ist kalt. Zeit vergeht. Ein Bürgerkrieg wütet. Lastwagen kommen, laden Menschen ab, fahren wieder. Soldaten rundherum. Während der eine so vor sich hin gräbt und der andere den Fortschritt beobachtet, kommen die beiden Männer ins Gespräch. Die Themen oft geschichtsträchtig, unbequem - es geht um Massaker, um Kriegsführung, um große Herrscher und Eroberer, um Gewalt. Permanent schwingen philosophische Gedanken mit, konfrontieren den Leser mit ethischen und moralischen Aspekten und stellen unweigerlich die Frage nach Gut und Böse, Richtig und Falsch. Kann der Zweck die Mittel heiligen? Ist ein Leben mehr wert als einhundert? Und langsam aber sicher wächst das Loch, breitet sich aus, lässt immer mehr Nichts hinein und dabei kaum Zweifel an seinem Zweck. ⠀⠀ Leider, leider gefiel mir das Buch nicht so gut wie ich es erwartet hätte. Die Dispute der beiden und deren kreative Umsetzung in Form von Berichten, kleinen Schauspielen oder spontanen Märchen waren anfangs spannend, wurden mir mit er Zeit jedoch einfach zu viel. Mir fehlte das Gefühl, in der Handlung vorwärts zu kommen und auch wenn das Aufarbeiten der unterschiedlichen geschichtlichen Szenen wirklich interessant war, vermisste ich ab ungefähr der Hälfte des Buches die Verbindung zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt. Ich bin mir sicher, dass sie da ist, aber für mich einfach nicht spürbar. Das hatte zur Folge, dass ich mich „verloren“ fühlte und dem Ganzen vermutlich auch nicht mehr mit der nötigen Aufmerksamkeit folgen konnte. Ich würde das Buch nichtsdestotrotz als lesenswert empfehlen. Würde man mich jedoch fragen, welches Buch von Gerard Donovan man gelesen haben muss, lautete meine Antwort ohne Zögern „Winter in Maine“.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Gerard Donovan wurde 1959 in Wexford, Irland, geboren und lebt heute im Staat New York. Er studierte Philosophie, Germanistik und klassische Gitarre, veröffentlichte Gedichtbände, Shortstorys und Romane. Sein erster Roman »Ein bitterkalter Nachmittag« wurde mit dem Kerry Group Irish Fiction Award ausgezeichnet und stand auf der Longlist des Booker Prize. Sein Roman »Winter in Maine« war ein internationaler Bestseller.
Beiträge
Zwei Männer. Einer Bäcker, einer Geschichtslehrer. Einer gräbt ein Loch, der andere schaut von außen zu. Es ist Winter, Schnee fällt, es ist kalt. Zeit vergeht. Ein Bürgerkrieg wütet. Lastwagen kommen, laden Menschen ab, fahren wieder. Soldaten rundherum. Während der eine so vor sich hin gräbt und der andere den Fortschritt beobachtet, kommen die beiden Männer ins Gespräch. Die Themen oft geschichtsträchtig, unbequem - es geht um Massaker, um Kriegsführung, um große Herrscher und Eroberer, um Gewalt. Permanent schwingen philosophische Gedanken mit, konfrontieren den Leser mit ethischen und moralischen Aspekten und stellen unweigerlich die Frage nach Gut und Böse, Richtig und Falsch. Kann der Zweck die Mittel heiligen? Ist ein Leben mehr wert als einhundert? Und langsam aber sicher wächst das Loch, breitet sich aus, lässt immer mehr Nichts hinein und dabei kaum Zweifel an seinem Zweck. ⠀⠀ Leider, leider gefiel mir das Buch nicht so gut wie ich es erwartet hätte. Die Dispute der beiden und deren kreative Umsetzung in Form von Berichten, kleinen Schauspielen oder spontanen Märchen waren anfangs spannend, wurden mir mit er Zeit jedoch einfach zu viel. Mir fehlte das Gefühl, in der Handlung vorwärts zu kommen und auch wenn das Aufarbeiten der unterschiedlichen geschichtlichen Szenen wirklich interessant war, vermisste ich ab ungefähr der Hälfte des Buches die Verbindung zwischen der Vergangenheit und dem Jetzt. Ich bin mir sicher, dass sie da ist, aber für mich einfach nicht spürbar. Das hatte zur Folge, dass ich mich „verloren“ fühlte und dem Ganzen vermutlich auch nicht mehr mit der nötigen Aufmerksamkeit folgen konnte. Ich würde das Buch nichtsdestotrotz als lesenswert empfehlen. Würde man mich jedoch fragen, welches Buch von Gerard Donovan man gelesen haben muss, lautete meine Antwort ohne Zögern „Winter in Maine“.





