Ein Alman feiert selten allein

Ein Alman feiert selten allein

Taschenbuch
3.761
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Beschreibung

Nie waren Klischees wahrer: Wie viel Alman steckt in dir?


Zu Weihnachten gehören ein geschmückter Baum, leckeres Essen, Geschenke und die Familie – das ist selbst Elif, die als Kind türkischer Gastarbeitereltern in Deutschland großgeworden ist, klar. Doch wie genau die Deutschen es mit ihren Weihnachtstraditionen und Bräuchen nehmen, wird deutlich, als Elif das erste Weihnachtsfest bei den Eltern ihres Freundes Jonas verbringt. Vom Planungswahnsinn in der Familien-WhatsApp-Gruppe über Diskussionen um nachhaltige Nordmanntannen, bis hin zum Bügeln des Geschenkpapieres aus dem letzten Jahr, bleibt ihr nichts erspart. Und schnell stellt sich die Frage, ob das wirklich noch besinnliches Beisammensein ist, oder schon der nächste Erbschaftsstreit naht.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Generationenromane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
192
Preis
16.50 €

Autorenbeschreibung

Aylin Atmaca wurde 1985 als Kind türkischer Einwander:innen in Heidelberg geboren und wuchs in einer badischen Kleinstadt auf. Mit ihrer Familie und ihrem Hund lebt sie heute in einem Vorort von Mannheim, wo sie als Übersetzerin und Texterin arbeitet. »Ein Alman feiert selten allein« ist ihr erster Roman und ist inspiriert von ihren eigenen Erfahrungen und Erlebnissen.

Beiträge

14
Alle
4

Absolut Culture Clash! Witzig und kurzweilig.

Als mir dieses Buch vorgeschlagen wurde, musste ich nicht lange überlegen, denn ich wollte erfahren, wie deutsche Traditionen und Bräuche von fremden Kulturen wahrgenommen werden. ⁣ ⁣ 𝙕𝙪𝙢 𝙄𝙣𝙝𝙖𝙡𝙩: ⁣ ⁣ Nie waren Klischees wahrer: Wie viel Alman steckt in dir? ⁣ ⁣ Zu Weihnachten gehören ein geschmückter Baum, leckeres Essen, Geschenke und die Familie – das ist selbst Elif, die als Kind türkischer Gastarbeitereltern in Deutschland großgeworden ist, klar. Doch wie genau die Deutschen es mit ihren Weihnachtstraditionen und Bräuchen nehmen, wird deutlich, als Elif das erste Weihnachtsfest bei den Eltern ihres Freundes Jonas verbringt. Vom Planungswahnsinn in der Familien-WhatsApp-Gruppe über Diskussionen um nachhaltige Nordmanntannen, bis hin zum Bügeln des Geschenkpapieres aus dem letzten Jahr, bleibt ihr nichts erspart. Und schnell stellt sich die Frage, ob das wirklich noch besinnliches Beisammensein ist, oder schon der nächste Erbschaftsstreit naht. ⁣ ⁣ 𝙀𝙞𝙜𝙚𝙣𝙚 𝙈𝙚𝙞𝙣𝙪𝙣𝙜: ⁣ ⁣ Was für ein lustiges Buch! Nein, ernsthaft, ich habe mich köstlich amüsiert. Über die Geschichte aber auch über mich selbst. Denn nach der Frage, wieviel Alman in einem selbst steckt, war ich erschrocken, dass es weit über 50 % waren. Ja, ich trage schon lange Birkenstock. Ich habe eine Schublade extra für "Tupper". Meine Oma hatte eine Keksdose für Nähzeug, nur um mal ein paar Beispiele zu nennen. So  den Spiegel vorgehalten zu bekommen, betreffend auch der weihnachtlichen Klischees, wie an Weihnachten kommt nur ein Gericht auf den Tisch, kann ich auch hier nur zustimmen und muss direkt wieder schmunzeln. Heilig Abend zumindest ist und bleibt es einfach^^ Kartoffelsalat mit Bockwurst. Punkt.⁣ In der Geschichte treffen zwei Welten aufeinander, wobei mir Elif manchmal schon auch leid tat. Aber es gab soviel Situationskomik und wiederekennende Bräuche, dass ich viel öfter lachen musste. Meine Mutter hat tatsächlich das Geschenkpapier gebügelt und jede, aber wirklich auch jede Schleife aufgehoben. Zumindest bin ich da nicht so verrückt. Ich bin aber davon überzeugt, dass man diese Geschichte auch anders herum schreiben könnte. By the way, Jonas wird von Elifs Eltern eingeladen. Anlass, das Zuckerfest. Wäre bestimmt auch lustig zu lesen, oder? ⁣ ⁣ 𝙁𝙖𝙯𝙞𝙩: ⁣ ⁣ Absolut Culture Clash! Witzig und kurzweilig! ⁣

5

Ich habe selten so viel gelacht

4

Kurzweilig und lustig.

Das Buch greift Klischees (sowohl deutsche als auch türkische, aber vor allem natürlich deutsche) auf und das auf eine witzige Art und Weise. Habe es als Hörbuch zwischendurch gehört und es war kurzweilig und hat mich gut unterhalten. Und hier und da zum schmunzeln gebracht.

4.5

Ein kurzweiliger, kritischer aber zugleich humorvoller Roman mit einer sympathischen Protagonistin!

Dieses Hörbuch (4h45) habe ich verschlungen. Erwartet habe ich von der mir bis dato unbekannten Autorin nicht viel und war umso positiver überrascht von der tollen Story. Spätestens nach dieser Lektüre möchte wohl niemand mehr ein typischer „Alman“ sein 😉 - vielen ist es vielleicht auch gar nicht so bewusst, was sie mit ihren teils unsensiblen Fragen beim Gegenüber anderer Herkunft anrichten. Natürlich darf man neugierig sein und durch Gespräche entwickeln sich erst zwischenmenschliche Beziehungen. Also das will ich damit gar nicht ausdrücken. Es sollte aber bei allem Interesse immer darauf geachtet werden, sensibel zu sein. Und im Buch kommen ja durchaus einige „Negativ-Beispiele“ vor, wie man es definitiv nicht machen sollte. („Wieso esst ihr eigentlich kein… du weißt schon.. Oink Oink..“ oder sich ein Geschirrtuch um den Kopf zu wickeln, um ein Kopftuch zu imitieren). Und letztendlich konnte sich die Protagonistin ja auch einiges vom „Alman“-tum abschauen… Miteinander statt Gegeneinander, so sollte es sein!

4

Total klischeeüberladen und überspitzt, dabei aber so liebenswert und humorvoll. Es regt aber auch zum Nachdenken an, hinterfragt eingefahrene Strukturen und zeigt, dass Listen das Leben einfach leichter machen.

4

Ich habe etwas mehr Humor erwartet. Der war jedoch kaum vorhanden.

3

Nette Idee und ansprechender Schreibstil

Ganz niedlich, mal was anderes durch den Perspektivenwechsel - hat mich aber auch nicht umgehauen

4

Klischeeanalyse aus türkischer Sicht.

Aylin Atmaca nimmt in ihrem Roman kein Blatt vor den Mund, was Vorurteile und Klischees angeht. Ihr wollt wissen, was typisch deutsch ist? Leider nahezu alles, was in diesem Buch geschrieben wird, ist so typisch deutsch, dass ich teilweise schmunzeln und mich andererseits auch ziemlich schämen musste. Elif lernt die Familie ihres Freundes Jonas beim ersten gemeinsamen Weihnachtsfest kennen und welch krasseren "Kulturschock" kann man als Türkin bekommen, als gleich in der deutschen Weihnachtsszenerie zu landen. Natürlich wird das ganze ziemlich überzogen dargestellt und ein Klischee nach dem anderen abgehandelt, den Familie Neubauer ist "etwas" exzentrisch, was die Feierei angeht, so werden schon im September Weihnachtseinladungen verschickt, genauestens geplant, wer was mitbringt und was wem geschenkt wird. Da wird sich mit den Nachbarn gemessen, was die Weihnachtsbeleuchtung angeht und es gibt einen Dresscode für die Feierlichkeiten. Elif erlebt ihr wahres Weihnachtswunder, denn ihr Freund Jonas wird in seinem Elternhaus wieder zum unmündigen Kind, während sich seine Schwester als gehässiges Biest entpuppt und die bucklige Verwandtschaft sie auf Herz und Nieren prüft. Hierbei wird auf deutscher Seite öfter Respekt und Toleranz vergessen und einige Grenzen überschritten. Aylin Atmaca hebt mit Humor mahnend den Zeigefinger um auf den richtigen Verhaltenskodex gegenüber ausländischen Mitbürgern hinzuweisen, die gar nicht so anders ticken, wie wir selbst. Eine amüsante Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Klischeeanalyse aus türkischer Sicht.
4

Ganz nette Geschichte für Zwischendurch gespickt mit vielen Klischees rund um Deutsche und Türken. Relativ vorhersehbare Story die aber ganz gut geschrieben wurde.

4

Zum Buch: Elif wird zum erstenmal von den Eltern ihres Freundes Jonas zu Weihnachten eingeladen. Was sie nicht wusste, bei Jonas Familie wird Weihnachten akribisch geplant, bis zur letzten Minute. Meine Meinung: Wenn im September die Einladung für das Weihnachtsfest kommt und Elif und Jonas eine Liste ihrer Weihnachtsgeschenke abgeben sollen, dann feiern Deutsche Weihnachten. Eine Geschichte voller Klischees und völlig überspitzt, aber dennoch habe ich mich so das ein oder andere Mal ertappt gefühlt. Ich fand es jedenfalls total witzig und musste einige Male laut lachen. Was mich allerdings im Lesefluss störte war das Geldern, was meiner Meinung nach in Romane überflüssig ist. Es ist jetzt kein literarisches Meisterwerk, aber ganz nette Unterhaltung. Trotz allem Humor und Witz merkt man doch, das Elif nur den Wunsch hat akzeptiert zu werden. Ich fand es jedenfalls ganz unterhaltsam.

5

Ein sehr unterhaltsames Buch. Es hat mir Spaß gemacht.

4

Elif wird zum ersten Mal zu einem Weihnachtsfest bei einer deutschen Familie eingeladen und wird dabei auch die Eltern ihres Freundes Jonas kennenlernen. Natürlich kennt auch Elif Weihnachten, schließlich ist sie in Deutschland großgeworden, aber jede Familie feiert anders und die Traditionen und exakten Regeln der Familie Neubauer sind eine wahre Herausforderung für sie. So, wie alles dramatisiert wird, hatte ich eigentlich erwartet, dass die Feier viel mehr eskaliert und fand die Ereignisse dann beinahe friedlich. Was ich allerdings ganz klar fühlen konnte, war der Stress und wie viel Mühe Elif sich gibt, um sich anzupassen. Sie möchte einen guten ersten Eindruck machen und versucht, sich möglichst perfekt zu verhalten, aber zum einen weiß sie nicht immer, was von ihr erwartet wird, und zum anderen begegnen ihr nicht alle ohne Vorurteile und sie muss jede Menge blöde Fragen über sich ergehen lassen. Jonas ist ein liebevoller Freund, der Elif mit all ihren Unterschieden liebt. In der Nähe seiner Familie verhält er sich aber etwas merkwürdig. Obwohl Elif sich anmerken lässt, dass die Situation sie überfordert, ist Jonas kaum hilfreich. Es bieten sich viele Gelegenheiten, sich zu blamieren und die wachsende Nervosität hilft da auch nicht weiter. Dazu gibt es genaue Regeln und die Familie hat ziemlich konkrete Vorstellungen davon, wie das perfekte Fest aussehen muss. Die minutiöse Planung erzeugt bei Elif nur noch mehr Druck, aber sie ist auch fasziniert. Da ich selbst eine "Almancı" bin, also eine in Deutschland lebende Türkin, konnte ich mich sehr gut in Elifs Lage hineinversetzen und habe viele Situationen aus meinem eigenen Leben wiedererkannt. Viele kleine, allzu reale Details und teils zutreffende Vorurteile haben mich zum Lachen gebracht. Dabei meine ich sowohl die Eigenheiten von typischen Almancı-Familien, die bei mir zumindest oft gepasst haben, als auch die Klischees über Deutsche, bei denen ich nicht genau beurteilen kann, wie sehr sie wirklich zutreffen. Ich fand das Buch auf jeden Fall sehr unterhaltsam und habe mich als Almancı auch gut repräsentiert gefunden. Bei all den unheilverkündenden Andeutungen hätte ich noch etwas mehr Drama erwartet, aber so hat mir Elifs Weihnachtsabenteuer auch sehr gut gefallen.

2

Zuerst richtig gern gelesen aber das Weihnachtsfest selbst strotzt dann so von Klischees und am Ende wird alles sehr schnell glatt gebügelt und aufgelöst. Enttäuschend nach großen Erwartungen.

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