Dürrst

Dürrst

Taschenbuch
3.813

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Beschreibung

Eher zufällig wird Andreas Durrer zum gefeierten Künstler – als »Dürrst« jedoch droht er bald an sich selbst unterzugehen. Sein Weg vom Jugendlichen, der seiner Oberschichtsherkunft den Rücken zukehrt, über besetzte Häuser, unzählige Partys, Vernissagen und Betten meist fremder Männer bis in die psychiatrische Klinik und wieder hinaus ist kein linearer. Das Leben ist eine wilde Tour, auf der Dürrst ab und an das Ziel aus den Augen, doch fast nie die Hoffnung verliert.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
288
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Simon Froehling, 1978 geboren, ist Absolvent des Schweizerischen Literaturinstituts in Biel und machte sich Anfang der Nullerjahre vor allem als Lyriker und Dramatiker einen Namen. Sein erster Roman ›Lange Nächte Tag‹ erschien 2010 im Bilgerverlag. Neben seiner Tätigkeit als Autor arbeitet er als freier Dramaturg fürs Tanzhaus Zürich. ›Du¨rrst‹ war 2022 fu¨r den Schweizer Buchpreis nominiert und erhielt einen Anerkennungspreis des Kantons Zürich.

Beiträge

2
Alle
3.5

VerDichtung

Wir sind mit dem an einer bipolaren Affektstörung leidenden Künstler Dürrst unterwegs durch die schillernde Welt der vielen Möglichkeiten eines noch jungen Menschen. Dürrst erzählt selbst in einer Sprache, die sehr eindringlich ist und absolut nichts zurückhält. Er zieht sich vor uns aus und macht dies nicht immer raffiniert, spielt nicht mit seinen Reizen, ist einfach. Der schwule Protagonist beschreibt uns den Balanceakt zwischen übersprudelnder Manie und Verzweiflung, bringt dabei aber immer wieder den Mut zum Weitermachen auf und zeigt dabei auch jede Menge Eigenhumor. Dabei ist der Ton des Erzählens hauptsächlich aber ein sarkastischer. Wir befinden uns hauptsächlich in der Stadt Zürich, eine Stadt, die man, ist man mit ihr vertraut, leicht wiedererkennt. Es wird sowohl das Künstler- als auch das Queer-Milleu sehr authentisch wiedergegegeben. Hemmungslos berichtet Dürrst von seiner Sexualität, unzähligen Dates und hauptsächlich schnellem Sex. Auch die Erlebnisse durch die Aufenthalte in der Psychiatrie, Therapien sowie nötigen und unnötigen Medikamenten werden über den Leser ausgeschüttet und wirken so radikal ehrlich. Der Autor verzichtet hier auf jede Form von Intimsphäre. Schnell kann man so Gefahr laufen, überwältigt zu werden. Leider zeigt sich im Verlauf der Erzählung eine manische Atmosphäre immer mehr, es wird viel in der Zeit gesprungen, für mich zu schnell hier gewechselt. Ich konnte mich nur halbwegs orientieren, hauptsächlich anhand der Partner, die immer wieder gern genannt werden und selten zur gleichen Zeit auftauchen. Leider habe ich so den Autoren und den Faden oft verloren. Dennoch ein sehr wichtiges Buch, nicht nur als Dokument einer Selbstfindung und den Auswirkungen einer schweren, psychiatrischen Erkrankung, die oft von der Gesellschaft unbemerkt mitten unter uns geschieht. Wir kommen Dürrst persönlich nahe, eine Nähe, die länger noch nachwirken kann.

3.5

Ach ja… irgendwie haben es mir Romane die deprimierend, schwul und über Künstler sind in letzter Zeit ganz schön angetan. Mindestens zwei von drei dieser Attribute vorausgesetzt. Wenn man das jetzt als neues Subgenre begründen darf oder so xD Also. This was something. Es geht um Dürrst der Künstler ist und an mehreren schweren mentale Krankheiten leidet. Ich GLAUBE das war gut umgesetzt weil der Kopf dieses Protagonisten vermutlich ein verklemmtes Chaos sein sollte- und genau so war es eben geschrieben. Dadurch hat mir aber irgendwann der Zugang gefehlt. Bin einfach nicht mehr mitgekommen. Trotzdem hats mir irgendwas gegeben, nochmal lesen würde ichs aber nicht.

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