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„Fangt das Biest!“ von Serena Valentino ist der 11. Band der „Disney Villains“-Reihe. Es ist unbekannt, wie viele Bände die Reihe genau umfassen wird – es ist aber zumindest noch eine weitere Fortsetzung geplant. Erneut befassen wir uns mit einer Figur aus dem Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ aus dem Jahr 1991. Bereits „Das Biest in ihm“ setzte einige Zeit vor dem Film an, „Fangt das Biest!“ dreht die Uhr noch weiter zurück. Gaston und der Prinz, der liebevoll Kingsley genannt wird, dürfen wir nun als Kinder kennenlernen und begleiten sie bis zum tragischen Ende ihrer Freundschaft. Den Coming-of-Age-Anteil der Geschichte erleben wir aus Sicht von Gaston. Es war auf sonderbare Weise schön, den Hofstaat in dieser Form besser kennenzulernen. „Das Biest von Gévaudan“ als eigenen Märchenanteil darin zu integrieren, brachte dazu auch einiges an Spannung mit sich. Valentino hatte sichtlich Spaß dabei, lauter Vorzeichen einzubauen: „Mrs. Potts bemerkte, dass ihre Stimme schrill wurde wie ein Teekessel, der zu kochen begann.“ S. 27 „Cogsworths Schnurrbart zuckte so schnell, dass er aussah wie die Zeiger einer Uhr, die aufgezogen wird.“ S. 99 Der Wendepunkt kommt, wie gewohnt, mit der Ankunft der verdrehten Schwestern. Diese übernehmen dann auch gleich den Part des Erzählers und adressieren uns Leser häufig direkt. Ihre Ankunft läutet nicht nur den Fluch des Biests ein, oh nein, auch Gaston wird verflucht – anders wäre sein Sinneswandel nach dieser eher empathischen Vorgeschichte auch nicht zu rechtfertigen. Denn der Gaston, den wir hier kennenlernen, liebt Bücher (obwohl er selbst nie lesen gelernt hat); er ist zwar ein kleiner Raufbold, hat dabei aber nie etwas Böses im Sinn. Dabei kriegt er jeden Frust ab, den der Prinz generiert, da niemand seinen Unmut am Prinzen selbst auslassen kann. Der Baustein zur natürlichen Korruption seines Charakters ist damit eigentlich gelegt, stattdessen wächst er jedoch stets über sich hinaus, während Kinsley immer mehr zu dem Prinzen verkommt, der sich (verdientermaßen) Circes Fluch einfängt. „Gastons Herz begann zu rasen. Er spürte, wie ihm die Hitze ins Gesicht stieg, denn in diesem Moment begriff er, dass Kingsley wirklich schrecklich war – und er selbst keinen Deut besser. Sie waren jetzt aneinander gebunden – mehr noch als zuvor. […] Ihr altes Leben war vorbei.“ S. 278 Zum Zeitpunkt dieses reflektierten Gedankens befindet sich Gaston bereits im Bann der verdrehten Schwestern. Noch wäre er in der Lage, das Blatt zu wenden – doch dann bekämen wir nicht unser Filmende. Also, wird er verflucht und wir Leser dürfen erneut lesen, wie die bekannten Ereignisse aus dem Film beschrieben werden. Ehrlich, das hätte man ruhig streichen können. Nicht den Fluch, obwohl es dafür sicherlich elegantere Lösungen gegeben hätte, aber die Nacherzählung des Films. Hatten wir schon in „Das Biest in ihm“. Fazit: Alles in allem ist Serena Valentinos „Fangt das Biest!“ eine solide Fortsetzung dieser Reihe. Ich bin erstaunt, wie gut es mir doch gefallen hat, eine Geschichte über Gaston zu lesen. Ich hätte mir nur wirklich einen anderen Übergang von dem kleinen, süßen Jungen zu dem ekelhaften Macho aus dem Film gewünscht. 3/5 Sterne.
3. Dez. 2024
„Fangt das Biest!“ von Serena Valentino ist der 11. Band der „Disney Villains“-Reihe. Es ist unbekannt, wie viele Bände die Reihe genau umfassen wird – es ist aber zumindest noch eine weitere Fortsetzung geplant. Erneut befassen wir uns mit einer Figur aus dem Disney-Klassiker „Die Schöne und das Biest“ aus dem Jahr 1991. Bereits „Das Biest in ihm“ setzte einige Zeit vor dem Film an, „Fangt das Biest!“ dreht die Uhr noch weiter zurück. Gaston und der Prinz, der liebevoll Kingsley genannt wird, dürfen wir nun als Kinder kennenlernen und begleiten sie bis zum tragischen Ende ihrer Freundschaft. Den Coming-of-Age-Anteil der Geschichte erleben wir aus Sicht von Gaston. Es war auf sonderbare Weise schön, den Hofstaat in dieser Form besser kennenzulernen. „Das Biest von Gévaudan“ als eigenen Märchenanteil darin zu integrieren, brachte dazu auch einiges an Spannung mit sich. Valentino hatte sichtlich Spaß dabei, lauter Vorzeichen einzubauen: „Mrs. Potts bemerkte, dass ihre Stimme schrill wurde wie ein Teekessel, der zu kochen begann.“ S. 27 „Cogsworths Schnurrbart zuckte so schnell, dass er aussah wie die Zeiger einer Uhr, die aufgezogen wird.“ S. 99 Der Wendepunkt kommt, wie gewohnt, mit der Ankunft der verdrehten Schwestern. Diese übernehmen dann auch gleich den Part des Erzählers und adressieren uns Leser häufig direkt. Ihre Ankunft läutet nicht nur den Fluch des Biests ein, oh nein, auch Gaston wird verflucht – anders wäre sein Sinneswandel nach dieser eher empathischen Vorgeschichte auch nicht zu rechtfertigen. Denn der Gaston, den wir hier kennenlernen, liebt Bücher (obwohl er selbst nie lesen gelernt hat); er ist zwar ein kleiner Raufbold, hat dabei aber nie etwas Böses im Sinn. Dabei kriegt er jeden Frust ab, den der Prinz generiert, da niemand seinen Unmut am Prinzen selbst auslassen kann. Der Baustein zur natürlichen Korruption seines Charakters ist damit eigentlich gelegt, stattdessen wächst er jedoch stets über sich hinaus, während Kinsley immer mehr zu dem Prinzen verkommt, der sich (verdientermaßen) Circes Fluch einfängt. „Gastons Herz begann zu rasen. Er spürte, wie ihm die Hitze ins Gesicht stieg, denn in diesem Moment begriff er, dass Kingsley wirklich schrecklich war – und er selbst keinen Deut besser. Sie waren jetzt aneinander gebunden – mehr noch als zuvor. […] Ihr altes Leben war vorbei.“ S. 278 Zum Zeitpunkt dieses reflektierten Gedankens befindet sich Gaston bereits im Bann der verdrehten Schwestern. Noch wäre er in der Lage, das Blatt zu wenden – doch dann bekämen wir nicht unser Filmende. Also, wird er verflucht und wir Leser dürfen erneut lesen, wie die bekannten Ereignisse aus dem Film beschrieben werden. Ehrlich, das hätte man ruhig streichen können. Nicht den Fluch, obwohl es dafür sicherlich elegantere Lösungen gegeben hätte, aber die Nacherzählung des Films. Hatten wir schon in „Das Biest in ihm“. Fazit: Alles in allem ist Serena Valentinos „Fangt das Biest!“ eine solide Fortsetzung dieser Reihe. Ich bin erstaunt, wie gut es mir doch gefallen hat, eine Geschichte über Gaston zu lesen. Ich hätte mir nur wirklich einen anderen Übergang von dem kleinen, süßen Jungen zu dem ekelhaften Macho aus dem Film gewünscht. 3/5 Sterne.
3. Dez. 2024

![🏰🥀 „Gastons gutes Leben endete an diesem Tag.“ 🥀🏰
[📖 | Band 11]
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