Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten

Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten

Taschenbuch
3.313

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Beschreibung

Die Künstlerin Amelie betreibt in München einen Laden für Wollwaren. Mit ihrer kleinen Schafherde und dem Rauhaardackel Josef verbringt sie den Advent auf dem Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten. Die weihnachtliche Atmosphäre wird jäh unterbrochen, als am Nikolausmorgen ein Toter vor Amelies Schäferwagen liegt. Nur die Schafe haben gesehen, wer Sepp, den Wurstbrater vom Viktualienmarkt, dort abgelegt hat. Schnell fällt der Verdacht auf die Veganer, aber Amelie verfolgt eine andere Spur und greift dabei zu unkonventionellen Mitteln.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Cosy Mystery
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
288
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Christine Rechl hat Kommunikationsdesign studiert und ist Autorin und Illustratorin zahlreicher Kreativ- und Geschenkbücher. Sie ist in München-Schwabing aufgewachsen, auch der Viktualienmarkt ist ihr sehr vertraut, da ihr Vater dort eine Augenarztpraxis hatte. Seit Kindesbeinen interessiert sie sich für Tiere und mag sie lieber lebendig als auf dem Teller. Heute lebt die Autorin in Coburg und versäumt keine Gelegenheit, ihre geliebte Heimatstadt zu besuchen. »Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten« ist ihr Krimidebüt.

Beiträge

5
Alle
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🐏👩🏻🐑 „Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten“ von Christine Rechl 🐏👩🏻🐑

In diesem Cosy Crime geht es um Amelie, die in München einen Laden für Wollwaren betreibt, eine kleine Schafherde besitzt und mit ihrem Rauhaardackel Josef unterwegs ist. Als sie mit ihren Schafen Teil einer lebendigen Krippe im Englischen Garten ist, stößt sie auf eine Leiche. Die Ausgangsidee klang für mich sehr vielversprechend, und genau das hat mich zu diesem Buch beziehungsweise Hörbuch greifen lassen. Der Einstieg hat mir auch wirklich gut gefallen. Amelie ist grundsätzlich eine sympathische Hauptfigur, die man sich gut vorstellen kann, und das Setting mit den Schafen im Englischen Garten hat Charme. Ich habe einen warmherzigen Cosy Crime mit liebenswerten Figuren erwartet, mit Humor, Leichtigkeit und einer harmonischen Dynamik. Was mich im Verlauf des Buches jedoch zunehmend beschäftigt hat, war die sehr deutliche und permanente Thematisierung des Fleischkonsums. Das Thema an sich halte ich für wichtig und absolut berechtigt. Ich teile viele der Grundgedanken und finde es richtig, darüber nachzudenken und zu reflektieren. Für mich lag das Problem allerdings im Wie. Die Botschaft wurde nicht subtil vermittelt, sondern sehr häufig und sehr direkt wiederholt. Dadurch fühlte es sich für mich weniger wie ein Denkanstoß an, sondern eher wie ein ständiges Aufdrängen. Das hat mir beim Hören leider immer wieder den Lesefluss genommen. Auch mit den Nebenfiguren bin ich nicht richtig warm geworden. Besonders Amelies beste Freundin wirkte auf mich wenig unterstützend und eher anstrengend als bereichernd. Generell fehlte mir zwischen den Figuren eine stimmige Dynamik. Es kam für mich keine wirkliche Harmonie auf, weder im Freundeskreis noch im Zusammenspiel der Charaktere insgesamt. Das Ende hat mich dann endgültig zwiegespalten zurückgelassen. Die Umsetzung der Auflösung empfand ich als sehr unrealistisch und tonal nicht passend zum restlichen Buch. Für mich wirkte dieser Abschluss überzogen und hat sich nicht stimmig in die vorherige Geschichte eingefügt. Am Ende bleibt für mich ein Buch, bei dem ich die Botschaft sehr schätze, die Umsetzung aber nicht. Es war für mich weder eindeutig Cosy Crime noch konsequent etwas anderes. Weder Fisch noch Fleisch, im wahrsten Sinne des Wortes. Genau das macht es für mich so schwer zu bewerten. Ich respektiere sehr, was die Autorin thematisch transportieren möchte. Für mich persönlich hat es aber insgesamt nicht funktioniert. Wahrscheinlich werde ich mir kein weiteres Buch von ihr holen, auch wenn ich die Grundidee wirklich gut fand. Dieses Buch hat mich nachdenklich zurückgelassen, allerdings mehr über die Form als über den Inhalt. Gut gemeinte 3 von 5 Sternen 🌟🌟🌟 Die Bewertung fiel mir dieses Mal richtig schwer, ich möchte aber gerne noch etwas dazu sagen: Meine Punktevergabe bezieht sich ausschließlich auf die Umsetzung, den Stil und die erzählerischen Entscheidungen des Buches. Die thematische Botschaft dahinter halte ich weiterhin für sehr wichtig und richtig. Dass mir die Art der Vermittlung nicht gefallen hat, bedeutet nicht, dass ich den Inhalt oder die dahinterstehende Haltung ablehne. Wenn eine Botschaft gut ist, braucht sie kein Drängen. Dann trägt sie sich selbst. 🤍💚🤍

🐏👩🏻🐑 „Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten“ von Christine Rechl 🐏👩🏻🐑
4

Gemütlicher Weihnachtskrimi

Inhalt: Die Künstlerin Amelie betreibt im wunderschönen München einen Laden für Wollwaren und Bilder. Mit ihrer eigenen Schafherde und Rauhaardackel Josef verbringt sie die Adventszeit auf dem kleinen Veganen- und Künstlerweihnachtsmarkt im englischen Garten. Eigentlich fühlt Amalie sich hier auch, trotz der Einsamkeit, sehr wohl. Doch damit soll es bald vorbei sein, denn in der Feuerschale findet sie den Wurstbrater vom Viktualienmarkt Sepp tot vor. Kommissar Konrad, Amalies bester Freund, übernimmt den Fall und schnell fällt der Verdacht auf eine Gruppe Veganer. Amelie jedoch glaubt an die Unschuld der Gruppe und beginnt mit ihren eigenen Ermittlungen in eine ganz andere Richtung. Ihre Schafe kommen ihr dabei sogar zur Hilfe. Kann Amelie den verzwickten Fall lösen? Meinung: Das Cover hat gleich meine ganze Aufmerksamkeit bekommen. Es ist einfach so süß gestaltet, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte. Ich bin auch gut in die Geschichte gestartet und war durch den lockeren Schreibstil und die anfängliche Spannung direkt gefesselt. Zudem fand ich die weihnachtliche Atmosphäre sehr gut beschrieben. Amelie und Konrad fand ich auf Anhieb sehr sympathisch, wobei Konrad anfangs etwas verhaltener wirkte. Trotzdem wuchsen die beiden zu einem tollen Team zusammen. Die Idee mit den Schafen fand ich auch sehr interessant. Das Ende hat mich ehrlich gesagt wenig überrascht, da ich denselben Verdacht schon gehabt hatte. Für meinen Geschmack hätte es auch gerne etwas spannender sein dürfen. Trotzdem war es ein sehr guter Weihnachts-Krimi, den ich euch gerne weiterempfehlen würde.

Gemütlicher Weihnachtskrimi
3

Wer zu Weihnachten einen cosy Krimi sucht, der weich und kuschelig wie Schafwolle anmutet, perfekt für alle ist, die kein Fleisch essen und/oder sich für Tierrechte einsetzen und München als Schauplatz lieben, der ist mit “Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten” an der exakt richtigen Stelle. Erst als ich das hier schreibe, geht mir ein Licht auf, an welchen französischen Feelgood-Film der doch recht lange Titel angelehnt ist. Ich habe scheinbar eine ebenso lange Leitung, aber das nur am Rande. Es gibt wohl kaum eine größere Kluft als die zwischen vegan lebenden und Fleisch konsumierenden Menschen. Amelie, die Protagonistin des Romans, steht sozusagen zwischen den Welten: als Vegetarierin konsumiert sie Tierprodukte und verkauft in ihrem “Laden für Galanteriewaren” neben selbstgemalten Schaf-Bildern sogar die Wolle, die ihre kleine Mini-Schafherde ihr liefert. Aber Fleisch isst sie keines, schon seit sie ein Kind ist. Befreundet ist sie sowohl mit dem Wurstbrater Sepp, der eigentlich keiner sein möchte, als auch mit der Veganerin Fiona. Als Amelies Herde als Kulisse für den veganen Weihnachtsmarkt im Englischen Garten dient und sie dort im Schäferwagen übernachtet, findet sie Sepp eines Nachts tot in einer Feuerschale vor. Zum Glück kennt sie den netten Polizisten Konrad, der ihr sofort zur Seite steht. Und natürlich hat sie ihre Schafe. Sind sie so intelligent wie die Professorin der Tiermedizin meint und können sogar einen Mörder überführen? Ja, dieser Krimi ist so “cosy” heimelig, dass man oftmals mehr als ein Auge zudrücken muss, was den “Realitätsabgleich” anbelangt. Es wird gesagt, dass Amelie wenig verdient und das florierende Weihnachtsgeschäft braucht, um über die Runden zu kommen. Wie kann sie sich dann die Miete für den Laden in der Münchner Innenstadt (!) leisten? Außerdem für ihre Wohnung am Kolumbusplatz und für die Unterbringung der Schafe in Daglfing? Und zusätzlich einen Schäferwagen? Keine Ahnung was die Dinger kosten, aber sie ist Künstlerin und Wollverkäuferin und verdient sich unregelmäßig ein bisschen was dazu, wenn die Schafe als Streicheltiere/Attraktion gebucht werden. Aber ein stabiles Einkommen ist was anderes… Auch die Personenbeschreibungen sind für meinen Geschmack unzureichend - was mir vor allem bei Konrad negativ aufgefallen ist. Die Hintergründe des Kennenlernens und der Status Quo die genaue Art des Verhältnisses (Freundschaft, Liebesbeziehung, etc.) zwischen ihm und Amelie bleiben lange im Dunkeln. Am Anfang ist zum Beispiel überhaupt nicht klar, ob die beiden etwas “miteinander haben”. Sein Alter wird nicht angegeben, er könnte auch ein kurz vor der Pensionierung stehender Polizist sein, der gar nicht auf Frauen steht. Nach und nach wird dann langsam klar, dass sie Interesse am jeweils anderen haben. Ganz anders hingegen verhält es sich mit der erzählten Atmosphäre, die ist absolut stimmig und gut beschrieben. In Gedanken bin ich die Schauplätze abgegangen und habe oft genickt, weil ich Dinge wiedererkannt habe. Gefallen hat mir außerdem der fast schon philosophische Tiefgang, den ich bei einem solchen Krimi nicht erwartet habe. Es wird an vielen Stellen über Fragen des Lebens einerseits und der Moral andererseits philosophiert: “Darf man Tiere töten?” ist nur eine davon, aber sie steht sicherlich im Mittelpunkt der Handlung. Auch die Forschungsreihe darüber, ob Schafe Menschen auf Fotos erkennen, ist wohl einer realen englischen Studie entnommen. Als Autorin von “Rauhnachtsbüchern” kennt sich Christine Rechl auch mit der Weihnachtszeit aus und die Cover-Illustration stammen ebenfalls von der Autorin selbst. “Die wunderbaren Schafe der Amelie” ist ein überraschend tiefsinniger Krimi über Tierrechte, Fleischersatzprodukte, Weihnachtsmarktumsätze und die Konsumroutinen der Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft. Die Spannung steht hier definitiv nicht im Vordergrund und wer solche “gutmütigen” Krimis mag, sollte hier zugreifen.

3.5

Wunderbarer weihnachtlicher Bavarian Cosy Crime

Der Würschtl-Sepp ist tot, erschlagen und wurde nachts auf dem veganen Weihnachtsmarkt im Englischen Garten abgelegt. Verdächtig sind natürlich die Veganer. Zum Glück haben Amelies Schafe den Mörder gesehen; damit steht der Aufklärung des Verbrechens ja fast nichts mehr entgegen, fast … Ach ja, es gibt auch noch den Dackel Josef und Amelie hat einen Laden für Wollwaren. Für mich waren das genug Argumente; was soll da noch schief gehen. Wenn es noch mehr Argumente für dieses wunderbaren Bavarian Cosy Crime braucht, dann weiß ich auch nicht. Meine Erwartungen an einen weihnachtlichen Cosy Crime wurden jedenfalls voll und ganz bedient.

4.5

Interessanter Krimi

Mit hat der Fall sehr gefallen. Auch Amelie, Kornad und die Schafe waren toll. Einzig die Auflösung am Ende fand ich etwas seltsam, das hätte ich etwas konventioneller erwartet. Ansonsten ein tolles Buch, ich hoffe es geht weiter.

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