Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück
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Beschreibung
Alles cool und dann fällt dir dein Herz vor die Füße. Noch vor ein paar Tagen war Mikes Leben ziemlich in Ordnung und Lisa seine Freundin. Er hatte seine Kumpel, eine sehr schlechte Band und Tim Wallace war der schlimmste Typ der Welt, klare Verhältnisse, alles ganz locker. Und jetzt? Überall Chaos! Lisa hat Schluss gemacht, ist aber trotzdem noch seine beste Freundin. Statt Bandproben hat Mike jetzt Abschlussball-Planungssitzungen mit Cheerleadern. Total öde! Und Wallace ist plötzlich überall. Vor allem in Mikes Gedanken. So ist Erwachsenwerden! Selten war ein Buch näher dran: schonungslos offen, lustig, romantisch und frech.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
S. J. Goslee hat an der West Chester University Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben studiert. Seit über zehn Jahren schreibt sie Fanfiction und hat so über 140 Erzählungen mit insgesamt mehr als einer Million Wörtern geschaffen. Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei kleinen Söhnen, drei Katzen und zwei Hunden (einer davon riesig, der andere winzig) in Glenolden, Pennsylvania.
Beiträge
Sehr bewegend
Dieses Buch zeigt einem sehr gut, wie schwer es auch heute noch ist, wenn ein Jugendlicher merkt, dass er auf das eigene Geschlecht steht. In dieser Geschichte erfahren wir Leser wie der Weg für Mike zu dieser Erkenntnis ist. Und wie es sich anfühlt, die ersten Erfahrungen zu sammeln. Auch wird das Outing hier genaustens, thematisiert und die unterschiedlichsten Reaktionen geschildert. Hier wird das Outing nicht nur schön geredet, sondern auch gezeigt, wie es sich für die Person anfühlt, wenn eine wichtige Person im Leben nicht unbedingt positiv auf das Outing reagiert. Denn im wahren Leben ist auch nicht immer Gold, was glänzt. Meiner Meinung nach sollte man genau dieses Buch lesen, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Aber es ist auch ein Buch, was Eltern lesen sollten, wenn sie sich in dieser Situation befinden.
Das war ein Schuss in den Ofen für mich. Bis zum Ende konnte ich null Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Mike (der Protagonist) redet bis Seite 200 vielleicht drei Mal mit Wallace (dem Love-Interest). So entsteht doch keine Chemie zwischen zwei Charakteren. Ich fand auch den Schreibstil viel zu gewollt "cool". So reden doch keine Teenager. Manche Sprüche fand ich auch ziemlich fragwürdig und, ganz ehrlich, super homophob. Not my cup of tea.
„Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück “ von S.J. Goslee erschien am 20.3.2017 im Dresseler Verlag als gebundene Ausgabe. Der englischsprachige Originaltitel „Whatever“ wurde 2016 veröffentlicht. Inhaltsangabe des Verlags: Alles cool und dann fällt dir dein Herz vor die Füße. Noch vor ein paar Tagen war Mikes Leben ziemlich in Ordnung und Lisa seine Freundin. Er hatte seine Kumpel, eine sehr schlechte Band und Tim Wallace war der schlimmste Typ der Welt, klare Verhältnisse, alles ganz locker. Und jetzt? Überall Chaos! Lisa hat Schluss gemacht, ist aber trotzdem noch seine beste Freundin. Statt Bandproben hat Mike jetzt Abschlussball-Planungssitzungen mit Cheerleadern. Total öde! Und Wallace ist plötzlich überall. Vor allem in Mikes Gedanken. So ist Erwachsenwerden! Selten war ein Buch näher dran: schonungslos offen, lustig, romantisch und frech. Meine Meinung: Mich hat die tolle Covergestaltung auf das Buch aufmerksam gemacht, so wie der Titel, der sofort meine Aufmerksamkeit erregen konnte. Dabei habe ich ein witziges Jugendbuch erwartet, in dem der Protagonist grinsend und mit lockeren Sprüchen den Herausforderungen des Erwachsenwerdens die Stirn bietet. Am Beginn des Buches kommt Mike als gleichgültiger Teenager rüber, der zu viel Alkohol trinkt und kifft. Und weil er in den USA ist, mit 16 Jahren auch schon mit dem Auto fahren darf. Ich dachte mir, dass Mike aus der anfänglich depressiven Stimmung heraus dann, wie vom Titel verheißen, mit Biss und Sarkasmus auf die Veränderungen in sich selbst reagieren wird, allerdings blieb die depressive Stimmung. Im Großteil des Buches wird die Handlung nur oberflächlich erzählt, in nur wenigen Kapiteln konnte ich die Stimmung von Mike und jene der aktuellen Situation im Buch wahrnehmen. Wegen der großen Anzahl an Personen, die bereits in den ersten 7 Kapiteln auftauchen, hätte ich hinten im Buch dringend ein Personenverzeichnis mit den wichtigsten Eckdaten gebraucht. So blieben nicht nur viele Charaktere flach, sondern ich habe auch noch begonnen, sie zu verwechseln. Weiters werden Handlungsfäden aufgemacht, wie zum Beispiel kapitelweise über die Organisation des Homecoming Balls geschrieben und am Ende bekommt man vom Ballabend selbst nicht mal die wichtigsten Details mit, zum Beispiel, wer Ballkönig und Ballkönigin wird. Die letzten 4 Kapitel sind mit viel Gefühl geschrieben, auch die Ablehnung von manchen von Mikes Freunden wird deutlich spürbar. Schade, dass nicht schon die 270 Seiten davor mit dem gleichen Maß an Gefühl geschrieben war, und mein Kopfkino dafür auch nur selten angesprungen ist. Für ein Jugendbuch war mir eine Szene schon zu pornografisch, daher würde ich es nicht an jüngere Jugendliche weitergeben. Fazit: Gute Thematik, super Buchidee, geniale Aufmachung, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.
Dieses Buch war pures Glück. Mann muss es gelesen haben. Sehr schön geschrieben, sehr leicht zu lesen. Wunderschön. Mike ist von der ersten Seite an sympatisch gewesen. Und auch Wallace gewinnt man schnell lieb. Mit den Charakteren und derren problemen kann man sich Identifizieren. So ähnliche Probleme mit der Sexualität hatte ich auch schon. Und seien wir ehrlich wer nicht? Das Buch ist sehr lustig. Man grinst fast durchgehend. Eine Achterbahn der Gefühle. Ich liebe es :)
Das war ein Schuss in den Ofen für mich. Bis zum Ende konnte ich null Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Mike (der Protagonist) redet bis Seite 200 vielleicht drei Mal mit Wallace (dem Love-Interest). So entsteht doch keine Chemie zwischen zwei Charakteren. Ich fand auch den Schreibstil viel zu gewollt "cool". So reden doch keine Teenager. Manche Sprüche fand ich auch ziemlich fragwürdig und, ganz ehrlich, super homophob. Not my cup of tea.
Story: Mikes Leben ist gechillt, einfach und überschaubar – er hat eine Freundin, eine grottenschlechte Band, mit deren Mitgliedern er eher kiffend abhängt, als wirklich zu proben und in Wallace einen selbsterklärten Erzfeind, der ihm bereits als Zwölfjähriger das Leben zur Hölle machte. All das ändert sich, als Lisa mit ihm schlussmacht, ihn aber dazu zwingt, sich als stellvertretender Schülersprecher zu bewerben. Anstatt mit seinen Freunden herumzugammeln, darf er sich im Planungskomitees des Abschlussballs herumdrücken und mit wildgewordenen Cheerleadern plagen. Zu allem Überfluss ist auch Wallace Teil des Planungsteams und in letzter Zeit komplett anders zu ihm – sein beständiges Grinsen bringt Mike vollkommen aus dem Konzept, zumal er nach und nach feststellt, dass Mädchen gar nicht sein Ding sind und er eher auf Kerle abfährt … Eigene Meinung: Das Jugendbuch „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“ erschien im Dressler Verlag und ist das Debüt von S.J. Goslee, die bisher vorwiegend Fanfiction geschrieben hat. In den USA kam es unter dem Titel „Whatever“ heraus und erzählt die chaotische Geschichte von Mike, der mit seiner eigenen Sexualität und den damit einhergehenden Problemen zu kämpfen hat. Die Geschichte des jungen Mike wirkt sehr authentisch und ist nah an der heutigen Jugend mit ihrer Null-Bock-Einstellung, den Partys und dem Herumexperimentieren. So lernt man Mike zunächst als ziemlichen Macho kennen, der gerne auf den Putz haut, insgeheim jedoch nur selten seinen Mann steht. Er ist nicht der typische Held, denn zu Beginn fällt es schwer, zu ihm Sympathie aufzubauen und sich auf ihn einzulassen. Auch die Geschichte holpert an einigen Stellen, da sie nicht genug in die Tiefe geht. Wichtige Ereignisse aus Mikes Leben (wie z.B. der Abschlussball oder sein etappenhaftes Outing) werden viel zu kurz beleuchtet. Man fühlt sich fast um einige Kapitel betrogen, da etliche Reaktionen und Ereignisse einfach nur kurz zusammenfasst werden. Klar – Mike ist teilweise betrunken (oder bekifft), dennoch fehlt dem Leser an einigen Stellen eine tiefergehende Aufarbeitung der Geschehnisse. Zum Ende hin gibt sich das ein wenig, und gerade die Szenen mit Wallace sind sehr gut umgesetzt. Schön ist dabei, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Die Charaktere sind 16 und verhalten sich mit ihren verrücktspielenden Hormonen auch so. Es darf herumgemacht werden und etwas expliziter zur Sache gehen! Die Charaktere sind spritzig und lebendig, wenngleich man lange braucht um die vielen Figuren auseinander zu halten – Mikes Freundeskreis ist recht groß und jeder hat einen besonderen Platz in der Geschichte. Mike wird dabei stellenweise von anderen Figuren in den Schatten gestellt, denn letztendlich ist er bei weitem nicht so stark und bedeutend, wie er sich gerne hinstellt. Seine machohafte Art sorgt dafür, dass man ein wenig braucht, bis man sich auf ihn einlässt. Er ist nur bedingt ein Sympathieträger, wenngleich seine eigene Unsicherheit und sein Ungeschicktsein dafür sorgt, dass man ihn nach und nach besser versteht. Seine Freunde werden sehr ausführlich beschrieben und lebhaft in Szene gesetzt. Seien es sein Kindergartenfreund Cam oder die forsche Lisa – sie sind Teil einer ziemlich coolen Truppe, die man schnell ins Herz schließt. Wallace auf der anderen Seite bleibt leider ein wenig blass, was daran liegt, dass Mike ihn die ersten beiden Drittel des Buches nicht ausstehen kann. Man erfährt nur wenig über ihn, was schade ist. Ein bisschen mehr hätte es schon sein können. Stilistisch ist „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“ Geschmackssache – entweder man mag den rotzig frechen Stil und die Sprache des Protagonisten oder nicht. Dabei bereits S.J. Goslees Wahl, die Geschichte in dritter Person Präsens zu erzählen, die meisten Probleme. Es fällt nämlich wahnsinnig schwer, die Geschichte in einem Rutsch zu lesen, da man immer wieder mit den Figuren durcheinanderkommt. Gerade am Anfang hat man Schwierigkeiten, in die Geschichte einzusteigen, da die Vielzahl an Figuren in Kombination mit dem ungewöhnlichen Schreibstil nur schwer in Einklang zu bringen ist. Da sind Verwechslungen und Irritationen vorprogrammiert. Dennoch dürfte S.J. Goslee die Sprache der heutigen Jugend gut treffen, denn Mikes Slang und seine lockere Art ist erfrischend neu und mit der Zeit durchaus spannend zu lesen. So dürften sich Jugendliche im Alter von Mike durchaus mit ihm und seiner Art identifizieren können. Fazit: „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“ ist ein ungewöhnlich erzähltes, gleichzeitig aber auch rotzig-freches Jugendbuch, das gut die Stimme der heutigen Jugend trifft. Leider schöpft S.J. Goslee nicht das Potenzial aus und bleibt bei vielen Problemen und Ereignissen zu oberflächlich. Auch der ungewohnte Stil der Autorin in Kombination mit einem Hauptcharakter, der gerade zu Beginn nur wenig Sympathien gewinnen kann, erschwert den Einstieg in die Geschichte. Wer jedoch auf der Suche nach etwas Anderem ist, dem dürfte das Debüt der amerikanischen Autorin durchaus gefallen – es ist etwas Anderes, sowohl hinsichtlich des Protagonisten und seiner Freunde, als auch in Hinblick auf die sprachliche Umsetzung. Am besten reinlesen und selbst entscheiden.
Das war ein Schuss in den Ofen für mich. Bis zum Ende konnte ich null Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Mike (der Protagonist) redet bis Seite 200 vielleicht drei Mal mit Wallace (dem Love-Interest). So entsteht doch keine Chemie zwischen zwei Charakteren. Ich fand auch den Schreibstil viel zu gewollt "cool". So reden doch keine Teenager. Manche Sprüche fand ich auch ziemlich fragwürdig und, ganz ehrlich, super homophob. Not my cup of tea.
Beschreibung
Alles cool und dann fällt dir dein Herz vor die Füße. Noch vor ein paar Tagen war Mikes Leben ziemlich in Ordnung und Lisa seine Freundin. Er hatte seine Kumpel, eine sehr schlechte Band und Tim Wallace war der schlimmste Typ der Welt, klare Verhältnisse, alles ganz locker. Und jetzt? Überall Chaos! Lisa hat Schluss gemacht, ist aber trotzdem noch seine beste Freundin. Statt Bandproben hat Mike jetzt Abschlussball-Planungssitzungen mit Cheerleadern. Total öde! Und Wallace ist plötzlich überall. Vor allem in Mikes Gedanken. So ist Erwachsenwerden! Selten war ein Buch näher dran: schonungslos offen, lustig, romantisch und frech.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
S. J. Goslee hat an der West Chester University Literaturwissenschaft und Kreatives Schreiben studiert. Seit über zehn Jahren schreibt sie Fanfiction und hat so über 140 Erzählungen mit insgesamt mehr als einer Million Wörtern geschaffen. Sie lebt mit ihrem Ehemann, zwei kleinen Söhnen, drei Katzen und zwei Hunden (einer davon riesig, der andere winzig) in Glenolden, Pennsylvania.
Beiträge
Sehr bewegend
Dieses Buch zeigt einem sehr gut, wie schwer es auch heute noch ist, wenn ein Jugendlicher merkt, dass er auf das eigene Geschlecht steht. In dieser Geschichte erfahren wir Leser wie der Weg für Mike zu dieser Erkenntnis ist. Und wie es sich anfühlt, die ersten Erfahrungen zu sammeln. Auch wird das Outing hier genaustens, thematisiert und die unterschiedlichsten Reaktionen geschildert. Hier wird das Outing nicht nur schön geredet, sondern auch gezeigt, wie es sich für die Person anfühlt, wenn eine wichtige Person im Leben nicht unbedingt positiv auf das Outing reagiert. Denn im wahren Leben ist auch nicht immer Gold, was glänzt. Meiner Meinung nach sollte man genau dieses Buch lesen, wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzen möchte. Aber es ist auch ein Buch, was Eltern lesen sollten, wenn sie sich in dieser Situation befinden.
Das war ein Schuss in den Ofen für mich. Bis zum Ende konnte ich null Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Mike (der Protagonist) redet bis Seite 200 vielleicht drei Mal mit Wallace (dem Love-Interest). So entsteht doch keine Chemie zwischen zwei Charakteren. Ich fand auch den Schreibstil viel zu gewollt "cool". So reden doch keine Teenager. Manche Sprüche fand ich auch ziemlich fragwürdig und, ganz ehrlich, super homophob. Not my cup of tea.
„Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück “ von S.J. Goslee erschien am 20.3.2017 im Dresseler Verlag als gebundene Ausgabe. Der englischsprachige Originaltitel „Whatever“ wurde 2016 veröffentlicht. Inhaltsangabe des Verlags: Alles cool und dann fällt dir dein Herz vor die Füße. Noch vor ein paar Tagen war Mikes Leben ziemlich in Ordnung und Lisa seine Freundin. Er hatte seine Kumpel, eine sehr schlechte Band und Tim Wallace war der schlimmste Typ der Welt, klare Verhältnisse, alles ganz locker. Und jetzt? Überall Chaos! Lisa hat Schluss gemacht, ist aber trotzdem noch seine beste Freundin. Statt Bandproben hat Mike jetzt Abschlussball-Planungssitzungen mit Cheerleadern. Total öde! Und Wallace ist plötzlich überall. Vor allem in Mikes Gedanken. So ist Erwachsenwerden! Selten war ein Buch näher dran: schonungslos offen, lustig, romantisch und frech. Meine Meinung: Mich hat die tolle Covergestaltung auf das Buch aufmerksam gemacht, so wie der Titel, der sofort meine Aufmerksamkeit erregen konnte. Dabei habe ich ein witziges Jugendbuch erwartet, in dem der Protagonist grinsend und mit lockeren Sprüchen den Herausforderungen des Erwachsenwerdens die Stirn bietet. Am Beginn des Buches kommt Mike als gleichgültiger Teenager rüber, der zu viel Alkohol trinkt und kifft. Und weil er in den USA ist, mit 16 Jahren auch schon mit dem Auto fahren darf. Ich dachte mir, dass Mike aus der anfänglich depressiven Stimmung heraus dann, wie vom Titel verheißen, mit Biss und Sarkasmus auf die Veränderungen in sich selbst reagieren wird, allerdings blieb die depressive Stimmung. Im Großteil des Buches wird die Handlung nur oberflächlich erzählt, in nur wenigen Kapiteln konnte ich die Stimmung von Mike und jene der aktuellen Situation im Buch wahrnehmen. Wegen der großen Anzahl an Personen, die bereits in den ersten 7 Kapiteln auftauchen, hätte ich hinten im Buch dringend ein Personenverzeichnis mit den wichtigsten Eckdaten gebraucht. So blieben nicht nur viele Charaktere flach, sondern ich habe auch noch begonnen, sie zu verwechseln. Weiters werden Handlungsfäden aufgemacht, wie zum Beispiel kapitelweise über die Organisation des Homecoming Balls geschrieben und am Ende bekommt man vom Ballabend selbst nicht mal die wichtigsten Details mit, zum Beispiel, wer Ballkönig und Ballkönigin wird. Die letzten 4 Kapitel sind mit viel Gefühl geschrieben, auch die Ablehnung von manchen von Mikes Freunden wird deutlich spürbar. Schade, dass nicht schon die 270 Seiten davor mit dem gleichen Maß an Gefühl geschrieben war, und mein Kopfkino dafür auch nur selten angesprungen ist. Für ein Jugendbuch war mir eine Szene schon zu pornografisch, daher würde ich es nicht an jüngere Jugendliche weitergeben. Fazit: Gute Thematik, super Buchidee, geniale Aufmachung, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.
Dieses Buch war pures Glück. Mann muss es gelesen haben. Sehr schön geschrieben, sehr leicht zu lesen. Wunderschön. Mike ist von der ersten Seite an sympatisch gewesen. Und auch Wallace gewinnt man schnell lieb. Mit den Charakteren und derren problemen kann man sich Identifizieren. So ähnliche Probleme mit der Sexualität hatte ich auch schon. Und seien wir ehrlich wer nicht? Das Buch ist sehr lustig. Man grinst fast durchgehend. Eine Achterbahn der Gefühle. Ich liebe es :)
Das war ein Schuss in den Ofen für mich. Bis zum Ende konnte ich null Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Mike (der Protagonist) redet bis Seite 200 vielleicht drei Mal mit Wallace (dem Love-Interest). So entsteht doch keine Chemie zwischen zwei Charakteren. Ich fand auch den Schreibstil viel zu gewollt "cool". So reden doch keine Teenager. Manche Sprüche fand ich auch ziemlich fragwürdig und, ganz ehrlich, super homophob. Not my cup of tea.
Story: Mikes Leben ist gechillt, einfach und überschaubar – er hat eine Freundin, eine grottenschlechte Band, mit deren Mitgliedern er eher kiffend abhängt, als wirklich zu proben und in Wallace einen selbsterklärten Erzfeind, der ihm bereits als Zwölfjähriger das Leben zur Hölle machte. All das ändert sich, als Lisa mit ihm schlussmacht, ihn aber dazu zwingt, sich als stellvertretender Schülersprecher zu bewerben. Anstatt mit seinen Freunden herumzugammeln, darf er sich im Planungskomitees des Abschlussballs herumdrücken und mit wildgewordenen Cheerleadern plagen. Zu allem Überfluss ist auch Wallace Teil des Planungsteams und in letzter Zeit komplett anders zu ihm – sein beständiges Grinsen bringt Mike vollkommen aus dem Konzept, zumal er nach und nach feststellt, dass Mädchen gar nicht sein Ding sind und er eher auf Kerle abfährt … Eigene Meinung: Das Jugendbuch „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“ erschien im Dressler Verlag und ist das Debüt von S.J. Goslee, die bisher vorwiegend Fanfiction geschrieben hat. In den USA kam es unter dem Titel „Whatever“ heraus und erzählt die chaotische Geschichte von Mike, der mit seiner eigenen Sexualität und den damit einhergehenden Problemen zu kämpfen hat. Die Geschichte des jungen Mike wirkt sehr authentisch und ist nah an der heutigen Jugend mit ihrer Null-Bock-Einstellung, den Partys und dem Herumexperimentieren. So lernt man Mike zunächst als ziemlichen Macho kennen, der gerne auf den Putz haut, insgeheim jedoch nur selten seinen Mann steht. Er ist nicht der typische Held, denn zu Beginn fällt es schwer, zu ihm Sympathie aufzubauen und sich auf ihn einzulassen. Auch die Geschichte holpert an einigen Stellen, da sie nicht genug in die Tiefe geht. Wichtige Ereignisse aus Mikes Leben (wie z.B. der Abschlussball oder sein etappenhaftes Outing) werden viel zu kurz beleuchtet. Man fühlt sich fast um einige Kapitel betrogen, da etliche Reaktionen und Ereignisse einfach nur kurz zusammenfasst werden. Klar – Mike ist teilweise betrunken (oder bekifft), dennoch fehlt dem Leser an einigen Stellen eine tiefergehende Aufarbeitung der Geschehnisse. Zum Ende hin gibt sich das ein wenig, und gerade die Szenen mit Wallace sind sehr gut umgesetzt. Schön ist dabei, dass die Autorin kein Blatt vor den Mund nimmt. Die Charaktere sind 16 und verhalten sich mit ihren verrücktspielenden Hormonen auch so. Es darf herumgemacht werden und etwas expliziter zur Sache gehen! Die Charaktere sind spritzig und lebendig, wenngleich man lange braucht um die vielen Figuren auseinander zu halten – Mikes Freundeskreis ist recht groß und jeder hat einen besonderen Platz in der Geschichte. Mike wird dabei stellenweise von anderen Figuren in den Schatten gestellt, denn letztendlich ist er bei weitem nicht so stark und bedeutend, wie er sich gerne hinstellt. Seine machohafte Art sorgt dafür, dass man ein wenig braucht, bis man sich auf ihn einlässt. Er ist nur bedingt ein Sympathieträger, wenngleich seine eigene Unsicherheit und sein Ungeschicktsein dafür sorgt, dass man ihn nach und nach besser versteht. Seine Freunde werden sehr ausführlich beschrieben und lebhaft in Szene gesetzt. Seien es sein Kindergartenfreund Cam oder die forsche Lisa – sie sind Teil einer ziemlich coolen Truppe, die man schnell ins Herz schließt. Wallace auf der anderen Seite bleibt leider ein wenig blass, was daran liegt, dass Mike ihn die ersten beiden Drittel des Buches nicht ausstehen kann. Man erfährt nur wenig über ihn, was schade ist. Ein bisschen mehr hätte es schon sein können. Stilistisch ist „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“ Geschmackssache – entweder man mag den rotzig frechen Stil und die Sprache des Protagonisten oder nicht. Dabei bereits S.J. Goslees Wahl, die Geschichte in dritter Person Präsens zu erzählen, die meisten Probleme. Es fällt nämlich wahnsinnig schwer, die Geschichte in einem Rutsch zu lesen, da man immer wieder mit den Figuren durcheinanderkommt. Gerade am Anfang hat man Schwierigkeiten, in die Geschichte einzusteigen, da die Vielzahl an Figuren in Kombination mit dem ungewöhnlichen Schreibstil nur schwer in Einklang zu bringen ist. Da sind Verwechslungen und Irritationen vorprogrammiert. Dennoch dürfte S.J. Goslee die Sprache der heutigen Jugend gut treffen, denn Mikes Slang und seine lockere Art ist erfrischend neu und mit der Zeit durchaus spannend zu lesen. So dürften sich Jugendliche im Alter von Mike durchaus mit ihm und seiner Art identifizieren können. Fazit: „Die Welt übt den Untergang und ich grinse zurück“ ist ein ungewöhnlich erzähltes, gleichzeitig aber auch rotzig-freches Jugendbuch, das gut die Stimme der heutigen Jugend trifft. Leider schöpft S.J. Goslee nicht das Potenzial aus und bleibt bei vielen Problemen und Ereignissen zu oberflächlich. Auch der ungewohnte Stil der Autorin in Kombination mit einem Hauptcharakter, der gerade zu Beginn nur wenig Sympathien gewinnen kann, erschwert den Einstieg in die Geschichte. Wer jedoch auf der Suche nach etwas Anderem ist, dem dürfte das Debüt der amerikanischen Autorin durchaus gefallen – es ist etwas Anderes, sowohl hinsichtlich des Protagonisten und seiner Freunde, als auch in Hinblick auf die sprachliche Umsetzung. Am besten reinlesen und selbst entscheiden.
Das war ein Schuss in den Ofen für mich. Bis zum Ende konnte ich null Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Mike (der Protagonist) redet bis Seite 200 vielleicht drei Mal mit Wallace (dem Love-Interest). So entsteht doch keine Chemie zwischen zwei Charakteren. Ich fand auch den Schreibstil viel zu gewollt "cool". So reden doch keine Teenager. Manche Sprüche fand ich auch ziemlich fragwürdig und, ganz ehrlich, super homophob. Not my cup of tea.










