Die weite Sargassosee

Die weite Sargassosee

Hardcover
3.469
EmanzipationGerechtigkeitPlantagenbesitzerLebensgeschichte

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Beschreibung

Jamaika, Anfang des 19. Jahrhunderts: In einem alten Herrenhaus wächst Antoinette Cosway in einer Zwischenwelt heran. Auf der einen Seite die schwarzen Dienstboten, ihre Lieder und Rituale, auf der anderen Seite die weißen Plantagenbesitzer. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die Sklaverei wurde gerade abgeschafft, die schwarze Bevölkerung begehrt erstmals gegen die ehemaligen Herren auf. Antoinette heiratet einen jungen Engländer, den Mr Rochester aus Charlotte Brontës Klassiker Jane Eyre , doch die Beziehung wird durch Gerüchte über den Wahnsinn in ihrer Familie, durch seine hohen Ansprüche und ihre innere Zerrissenheit überschattet. Schließlich zwingt ihr Mann sie, die Insel zu verlassen und mit ihm nach England zu gehen. Dort lebt Antoinette als Gefangene in seinem großen Herrenhaus und verliert zunehmend den Verstand. Sie wird zu der verrückten Frau auf dem Dachboden.

Jean Rhys’ Die weite Sargassosee ist eine außergewöhnliche Studie über Leidenschaft und Eifersucht und ein Meisterwerk der modernen Literatur.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
232
Preis
22.60 €

Autorenbeschreibung

Jean Rhys wurde 1890 in der Karibik geboren und kam mit 16 Jahren nach England. Ihr erstes Buch erschien 1927, danach folgten vier Romane. In den 1940ern verschwand sie aus der Öffentlichkeit. Erst 1966 erschien ihr berühmtestes Werk »Die weite Sargassosee«, das ihren literarischen Ruf als eine der wichtigsten englischsprachigen Autorinnen begründete. Sie starb 1979 in England.

Beiträge

5
Alle
3

Die andere Seite von Jane Eyre

Wenn du Jane Eyre kennst oder lesen willst, dann solltest du "Die weite Sargassosee" unbedingt auf dem Radar haben. Jean Rhys erzählt hier die Geschichte der Frau im Dachgeschoss – Antoinette Cosway, Mr. Rochesters erste Frau. Die, die in Charlotte Brontës Roman als “verrückt” abgestempelt und weggesperrt wird. Rhys gibt ihr eine Stimme, ein Leben, eine Vergangenheit. Und das hat mich fasziniert – aber auch verwirrt. "Die weite Sargassosee" ist kein einfacher Roman. Der Schreibstil ist sehr sprunghaft, Perspektiven wechseln ohne Vorwarnung und manchmal hatte ich das Gefühl, als hätte ich versehentlich Seiten überblättert. Die Erzählstruktur fordert Konzentration. Trotzdem: Das Buch hat Tiefe. Spannend ist der postkoloniale Blick: Wie wurden die sogenannten “weissen Kreolen” behandelt, nachdem die Sklaverei abgeschafft wurde? Was bedeutete es, als Frau (und Ehefrau) mit gemischtem kulturellen Hintergrund zwischen allen Fronten zu stehen? Rhys gibt Antoinette Raum, ihre psychische Entwicklung und die Zerstörung ihrer Identität nachzuzeichnen. Mein Leseeindruck: Ganz ehrlich? Das Buch war okay, aber hat mich nicht komplett überzeugt. Ich finde die Idee wichtig und spannend – besonders im Kontext zu Jane Eyre. Sprachlich ist es fordernd, die Perspektivwechsel sind nicht immer sauber erkennbar. Ich habe das Buch für meine Reading Around the World Challenge gelesen, denn für Dominica gibt es kaum andere ins deutsche übersetzte Werke von Autor:innen, die wirklich von dort stammen. In diesem Kontext war es für mich eine bereichernde Erfahrung – auch wenn es kein Lieblingsbuch geworden ist. Mein Fazit: "Die weite Sargassosee" ist kein Buch für zwischendurch, aber ein wertvolles Puzzlestück für alle, die Jane Eyre lieben, hinterfragen oder literarische Kontexte erforschen wollen. Wenn du bereit bist für einen Blick auf die “andere Seite” einer bekannten Geschichte, dann ist dieses Buch definitiv einen Versuch wert. Reading Around the World Challenge – Dominica

Die andere Seite von Jane Eyre

Langatmig und verworren erzählt

4

"this is not a man who will help you when he sees you break up."

3

While this is an effectively sad story about a girl who just can't get a break in life, it didn't work for me as a backstory to Jane Eyre nor did it particularly impress me on its own. While the events aren't unlikely to be the things that let to the state that they are in the classic, the way it was presented was too rushed and jumped too much in two places to naturally lead into it. I could imagine what Antoinette and even Rochester experienced, but I didn't feel it. It didn't didn't work as the revelation that it should be and some little things like the name change felt kind of forced. On it's own, it wasn't a bad story. A little too short and distressing for me to fully enjoy it, but I liked how the themes of not feeling like you belong somewhere, due to culture or other aspects, colonialism and harmful marriages were explored.

1

Not worth the read if you love Jane Eyre. It has often been said that this is a sort of fan fiction version of a prequel to Jane Eyre, but it felt like a completely different piece of writing that would be worthwhile if it explored the Creole culture independent of the connection to Brontë's work. Overall, I felt it was building intrigue that never paid off or led to anything. The stoey arc was also constructed in a weird way.

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