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Marie Seebach, 68jährige Schauspielerin und Weltstar, nun im Ruhestand, hat eine Stiftung gegründet. Ein Altenheim für mittellose ehemalige Schauspieler. Dort stimmt etwas nicht. Da sie nicht selbst hinreisen kann, schickt die resulute alte Dame Lotte, eine 25jährige Pflegerin, nach Weimar. Die Charaktere sind wundervoll beschrieben. Man meint fast, die herrische Dame vor sich zu sehen und die selbstbewusste Lotte, die sich gegen Marie nicht durchsetzen vermag. Die Sprache des Romans passt perfekt in die Zeit um 1895, die Dialoge sind teilweise einfach nur entzückend, ein Spaziergang durch das Weimar damaliger Zeit ist anschaulich geschildert und interessant sind auch die Moralvorstellungen und der Umgang der Menschen mit denen eines anderen gesellschaftlichen Rangs. Das alles ist authentisch geschildert, die Sprache angelehnt an diese Zeit, erinnert etwas an Marlitt oder Hedwig Court-Mahlers. Obwohl das Buch die erhoffte Spannung für mich nicht aufbauen konnte und die Storry langsam erzählt wurde, habe ich gespannt und interessiert auf die Auflösung gewartet. Nette Unterhaltung in einer schönen Stadt mit Literaturvibs. Intensive Recherchen der Aurorin haben ein realistisches Bild gezeichnet und wurden gut in Romanform umgesetzt. Und beeindruckend, dass dieser fiktive Roman gekonnt an die weltbekannte Schauspielerin Marie Seebach erinnert und an das von ihr gegründete Haus, das auch heute noch - 130 Jahre später - existiert.
13. Aug. 2025
Marie Seebach, 68jährige Schauspielerin und Weltstar, nun im Ruhestand, hat eine Stiftung gegründet. Ein Altenheim für mittellose ehemalige Schauspieler. Dort stimmt etwas nicht. Da sie nicht selbst hinreisen kann, schickt die resulute alte Dame Lotte, eine 25jährige Pflegerin, nach Weimar. Die Charaktere sind wundervoll beschrieben. Man meint fast, die herrische Dame vor sich zu sehen und die selbstbewusste Lotte, die sich gegen Marie nicht durchsetzen vermag. Die Sprache des Romans passt perfekt in die Zeit um 1895, die Dialoge sind teilweise einfach nur entzückend, ein Spaziergang durch das Weimar damaliger Zeit ist anschaulich geschildert und interessant sind auch die Moralvorstellungen und der Umgang der Menschen mit denen eines anderen gesellschaftlichen Rangs. Das alles ist authentisch geschildert, die Sprache angelehnt an diese Zeit, erinnert etwas an Marlitt oder Hedwig Court-Mahlers. Obwohl das Buch die erhoffte Spannung für mich nicht aufbauen konnte und die Storry langsam erzählt wurde, habe ich gespannt und interessiert auf die Auflösung gewartet. Nette Unterhaltung in einer schönen Stadt mit Literaturvibs. Intensive Recherchen der Aurorin haben ein realistisches Bild gezeichnet und wurden gut in Romanform umgesetzt. Und beeindruckend, dass dieser fiktive Roman gekonnt an die weltbekannte Schauspielerin Marie Seebach erinnert und an das von ihr gegründete Haus, das auch heute noch - 130 Jahre später - existiert.
13. Aug. 2025






