Die Unwissenheit

Die Unwissenheit

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Beschreibung

1968 hat Irena Prag verlassen. Seither, zwanzig Jahre nun schon, lebt sie in Paris, ist verheiratet, hat zwei erwachsene Töchter. Und fühlt sich doch weder hier noch dort zu Hause. Als sie noch einmal in die einstige Heimat zurückkehrt, begegnet sie am Flughafen Josef wieder, einem ehemaligen Liebhaber, der damals nach Dänemark ausgewandert ist. Beide teilen ähnliche Erfahrungen, und beide fühlen sich den Menschen in der alten Heimat ebenso fremd wie denen in der neuen. Und wie sich selbst.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
176
Preis
24.70 €

Autorenbeschreibung

Milan Kundera wurde in der Tschechischen Republik geboren. Seit 1975 lebte er in Frankreich, wo er 2023 starb.

Beiträge

2
Alle
4

Er ist von der Heimat in die Fremde gegangen und zurück in die Heimat, um doch nur endgültig in der Fremde anzukommen.

Kundera hat einige große Themen in allen Büchern, die ich von ihm kenne: Entfremdung, Heimatlosigkeit, und natürlich, vielleicht als Mittel um zu überleben, die Liebe. Auch hier geht es um Flucht, Ohmacht und Heimatlosigkeit, kurz die Folgen des Exils. Das ist seine Geschichte. Auch Irina und Josef, beide tschechische Emigranten, leben bereits seit Jahren in der Fremde. Beide kommen 1989, 20 Jahre nach den Ereignissen des Prager Frühling 1968, zurück in die - damals noch - CSR. Wie Odysseus waren sie 20 Jahre von zu Hause fort, und müssen schmerzvoll erfahren, dass sie ihren Verwandten und Freunden über die Jahre fremd geworden sind. Das Land, aus dem sie gehen mussten, ist nicht mehr ihre Heimat. Niemanden interessiert ihre Geschichte. Aber auch im Exil in Frankreich bzw. Dänemark sind sie Fremde geblieben. Milena, eine Protagonistin fasst das schön zusammen. Lesenswert.

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