Die Stille der Herbstblume
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
Einige Anfangsschwierigkeiten später setzt dann doch Verbundenheit und Faszination ein
Da ich inzwischen nahezu alle Adaptionen und Novellen aus der Autorengemeinschaft der Märchenspinnerei gelesen habe, mache ich natürlich auch vor den neuesten Veröffentlichungen nicht halt. Dieses Buch gehört mit dem -ebenfalls einzeln lesbaren- Gegenpart „Das Lied des Herbstmondes“ zur Novellenreihe, die eigentlich auch gemeinsam als gedrucktes Buch erscheinen. Bei diesem Doppelpack gaben die einzelnen Geschichten aber soviel her, dass es für eine Novelle ebenso zu lang ist, wie für das gemeinsame Print. Aber dennoch sind sie vom Cover passend zum Rest der Einzelbandreihe und haben - wieder mal- einen sehr hübschen märchenhaften Wiedererkennungswert. Inhaltlich hatte ich es tatsächlich leider wieder etwas weniger märchenhaft, sondern eher solide mit dem nötigen Handwerkzeug ausgerüstet, aber beim Herstellen stand das regelmäßige Würzen mit Magie eher hinten an. Der Einstieg ins Buch wirkte vom Schreibstil eher gewollt, konstruiert und zu kopfgesteuert. Dadurch brauchte ich recht lange um überhaupt einen emotionalen Zugang zu erlangen. Die Hauptfigur hat es mir - warum auch immer- recht schwer gemacht, sie authentisch zu begleiten. Erst nachdem die Nebenfiguren Emil und der weibliche Gegenpart mich an die Hand nehmen mit ihrer leichteren Art, gelang es mir, dieses Buch als Geschichte zu erleben und nicht als Buch von außen zu betrachten. Was mir hingegen gut gefallen hat ist tatsächlich der Aufbau der Handlung, insbesondere der Castingshow und auch die Zusammenhänge im letzten Drittel der Geschichte, die zur Auflösung führten, trafen den richtigen Nerv. Außergewöhnlich gelungen und sehr besonders war für mich, dass in diesem Buch wann immer es nötig wurde, gegendert wurde und es dabei- ganz entgegen der Behauptungen einiger- überaus gut lesbar ist. Ungewohnt - ja vielleicht, aber absolut gelungen und für mich ein sehr positives Beispiel neuer Literatur in dem das getan wird, worüber andere sich noch ewig den Kopf heiß reden. Ein Buch übrigens, was auch mit queeren Inhalten punktet, die aber wohl dosiert, authentisch normal eingepflochten sind, dass ich glaube, mir wäre es als besonderes nicht aufgefallen, wenn ich nicht darauf hingewiesen worden wäre von einer anderen Leserin. So normal ist es geschrieben, wie es eben auch im Leben ist. Fazit: Mit größeren Anfangsschwierigkeiten brachten mich vor allem die Nebencharaktere zu einer emotionalen Bindung an die Geschichte. Die ungewohnte aber auffallend positive Einbindung des Genderns wie auch die besonders authentisch verwobenen weiteren Persönlichkeitsmerkmalen sind die beiden größten Aspekte, die sich in meinem Leserinnenherz gemütlich eingenistet haben, um zu bleiben.

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Buchinformationen
Beiträge
Einige Anfangsschwierigkeiten später setzt dann doch Verbundenheit und Faszination ein
Da ich inzwischen nahezu alle Adaptionen und Novellen aus der Autorengemeinschaft der Märchenspinnerei gelesen habe, mache ich natürlich auch vor den neuesten Veröffentlichungen nicht halt. Dieses Buch gehört mit dem -ebenfalls einzeln lesbaren- Gegenpart „Das Lied des Herbstmondes“ zur Novellenreihe, die eigentlich auch gemeinsam als gedrucktes Buch erscheinen. Bei diesem Doppelpack gaben die einzelnen Geschichten aber soviel her, dass es für eine Novelle ebenso zu lang ist, wie für das gemeinsame Print. Aber dennoch sind sie vom Cover passend zum Rest der Einzelbandreihe und haben - wieder mal- einen sehr hübschen märchenhaften Wiedererkennungswert. Inhaltlich hatte ich es tatsächlich leider wieder etwas weniger märchenhaft, sondern eher solide mit dem nötigen Handwerkzeug ausgerüstet, aber beim Herstellen stand das regelmäßige Würzen mit Magie eher hinten an. Der Einstieg ins Buch wirkte vom Schreibstil eher gewollt, konstruiert und zu kopfgesteuert. Dadurch brauchte ich recht lange um überhaupt einen emotionalen Zugang zu erlangen. Die Hauptfigur hat es mir - warum auch immer- recht schwer gemacht, sie authentisch zu begleiten. Erst nachdem die Nebenfiguren Emil und der weibliche Gegenpart mich an die Hand nehmen mit ihrer leichteren Art, gelang es mir, dieses Buch als Geschichte zu erleben und nicht als Buch von außen zu betrachten. Was mir hingegen gut gefallen hat ist tatsächlich der Aufbau der Handlung, insbesondere der Castingshow und auch die Zusammenhänge im letzten Drittel der Geschichte, die zur Auflösung führten, trafen den richtigen Nerv. Außergewöhnlich gelungen und sehr besonders war für mich, dass in diesem Buch wann immer es nötig wurde, gegendert wurde und es dabei- ganz entgegen der Behauptungen einiger- überaus gut lesbar ist. Ungewohnt - ja vielleicht, aber absolut gelungen und für mich ein sehr positives Beispiel neuer Literatur in dem das getan wird, worüber andere sich noch ewig den Kopf heiß reden. Ein Buch übrigens, was auch mit queeren Inhalten punktet, die aber wohl dosiert, authentisch normal eingepflochten sind, dass ich glaube, mir wäre es als besonderes nicht aufgefallen, wenn ich nicht darauf hingewiesen worden wäre von einer anderen Leserin. So normal ist es geschrieben, wie es eben auch im Leben ist. Fazit: Mit größeren Anfangsschwierigkeiten brachten mich vor allem die Nebencharaktere zu einer emotionalen Bindung an die Geschichte. Die ungewohnte aber auffallend positive Einbindung des Genderns wie auch die besonders authentisch verwobenen weiteren Persönlichkeitsmerkmalen sind die beiden größten Aspekte, die sich in meinem Leserinnenherz gemütlich eingenistet haben, um zu bleiben.





