Die Schwestern

Die Schwestern

Taschenbuch

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Beschreibung

In "Die Schwestern" entfaltet Jakob Wassermann ein psychologisch dichtes Kammerspiel familiärer Nähe, in dem Verwandtschaft nicht als idyllische Bindung, sondern als Raum von Begehren, Rivalität, Schuld und unausgesprochenen Abhängigkeiten erscheint. Die Prosa verbindet erzählerische Klarheit mit analytischer Tiefenschärfe; sie steht im Kontext der deutschsprachigen Moderne um 1900, zwischen bürgerlichem Realismus, Fin-de-Siècle-Sensibilität und einer frühen Erforschung des Unbewussten. Wassermann, 1873 in Fürth geboren und später in Wien sowie Altaussee tätig, schrieb aus der Erfahrung eines deutschen Juden, der gesellschaftliche Zugehörigkeit und moralische Ausgrenzung gleichermaßen kannte. Sein Werk kreist häufig um Gerechtigkeit, seelische Verfehlung und die zerstörerische Macht sozialer Urteile. Gerade diese biographisch geschärfte Aufmerksamkeit für innere Konflikte und äußere Zwänge prägt auch die Gestaltung der Schwesternbeziehung. Empfohlen sei dieses Buch allen Leserinnen und Lesern, die erzählerische Spannung weniger im äußeren Ereignis als in der präzisen Durchleuchtung menschlicher Motive suchen. Wassermanns "Die Schwestern" bietet keine bloße Familiengeschichte, sondern eine ernsthafte literarische Studie über Bindung, Freiheit und die tragischen Mehrdeutigkeiten des Herzens.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
68
Preis
9.00 €