Die Schrift des Todes
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
C.J.Sansom studierte Geisteswissenschaften und promovierte im Fach Geschichte. Nach einem Jura-Studium arbeitete er als niedergelassener Rechtsanwalt in Sussex, bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben zuwandte. Insgesamt sind sieben Bücher in der Matthew-Shardlake-Serie erschienen, die weltweit über drei Millionen mal verkauft wurden. Der Stoff wurde als »Shardlake« für das Fernsehen verfilmt. Bis zu seinem Tod im April 2024 lebte der Autor in Brighton.
Beiträge
Mit "Die Schrift des Todes" liefert C. J. Sansom den 6. Teil der Serie um Anwalt Matthew Shardlake ab und er bietet einen klassischen Whodunit. Sansoms Serie ist in London während der Herrschaft Heinrich VIII. angesiedelt und tatsächlich ist der Hof in den Fall, der Shardlake auf Trab hält, verwickelt, so dass viele Szenen in Whitehall spielen. Sansom gelingt es, historisch gesicherte Fakten, zu einem durchaus spannenden (fiktiven) Kriminalfall zusammenzusetzen, der allerdings meiner Meinung nach viel zu lang geraten ist. 50 Seiten weniger hätten es durchaus sein dürfen. Zumal Sansom - und das ist sehr schade - es vermissen lässt, die damaligen Zeiten tatsächlich aufleben zu lassen. Sicher: Die Intrigen bei Hofe, die historischen Fakten rund um Ketzerei & Co. und die Angst des Volkes werden benannt, aber lebendig wird das damalige London nie. Das hat Paul Doherty (unter dem Pseudonym Paul Harding) wesentlich besser und unterhaltsamer niedergeschrieben. Insofern war ich von "Die Schrift des Todes" enttäuscht. Ich hätte mir ein lebendigeres Buch gewünscht, eines, bei dem der Leser hineingezogen wird. Stattdessen war ich als Leserin immer eine tendenziell distanzierte Beobachterin, obwohl Sansom sich entschieden hat, die Abenteuer Shardlakes in Ich-Form niederzuschreiben. Schade ist auch, dass die Spannung weitestgehend ausbleibt. Natürlich habe ich mitgeraten, wer denn nun hinter allem steckt, aber das liegt mehr in der Natur des Buches, weniger an den Fertigkeiten des Autors. Das Hauptproblem ist aber die Länge des Buches: Sansom füllt das Buch mit so vielen Belanglosigkeiten, die weder zum Fall noch zur Lebendigkeit beitragen, dass es irgendwann langweilig wird. Und gerade zum Ende - als ich nichts weiter als fertig werden wollte mit dem Buch - wurde es noch schlimmer. Immerhin, das Ende bietet eine Überraschung, allerdings lässt sich darüber streiten, wie realistisch es ist. Fazit: Kann man lesen, muss man nicht. Die Bücher von z. B. Paul Harding (bzw. Paul Doherty) sind meiner Meinung nach deutlich besser, realistischer, lebendiger und vor allem unterhaltsamer.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
C.J.Sansom studierte Geisteswissenschaften und promovierte im Fach Geschichte. Nach einem Jura-Studium arbeitete er als niedergelassener Rechtsanwalt in Sussex, bevor er sich hauptberuflich dem Schreiben zuwandte. Insgesamt sind sieben Bücher in der Matthew-Shardlake-Serie erschienen, die weltweit über drei Millionen mal verkauft wurden. Der Stoff wurde als »Shardlake« für das Fernsehen verfilmt. Bis zu seinem Tod im April 2024 lebte der Autor in Brighton.
Beiträge
Mit "Die Schrift des Todes" liefert C. J. Sansom den 6. Teil der Serie um Anwalt Matthew Shardlake ab und er bietet einen klassischen Whodunit. Sansoms Serie ist in London während der Herrschaft Heinrich VIII. angesiedelt und tatsächlich ist der Hof in den Fall, der Shardlake auf Trab hält, verwickelt, so dass viele Szenen in Whitehall spielen. Sansom gelingt es, historisch gesicherte Fakten, zu einem durchaus spannenden (fiktiven) Kriminalfall zusammenzusetzen, der allerdings meiner Meinung nach viel zu lang geraten ist. 50 Seiten weniger hätten es durchaus sein dürfen. Zumal Sansom - und das ist sehr schade - es vermissen lässt, die damaligen Zeiten tatsächlich aufleben zu lassen. Sicher: Die Intrigen bei Hofe, die historischen Fakten rund um Ketzerei & Co. und die Angst des Volkes werden benannt, aber lebendig wird das damalige London nie. Das hat Paul Doherty (unter dem Pseudonym Paul Harding) wesentlich besser und unterhaltsamer niedergeschrieben. Insofern war ich von "Die Schrift des Todes" enttäuscht. Ich hätte mir ein lebendigeres Buch gewünscht, eines, bei dem der Leser hineingezogen wird. Stattdessen war ich als Leserin immer eine tendenziell distanzierte Beobachterin, obwohl Sansom sich entschieden hat, die Abenteuer Shardlakes in Ich-Form niederzuschreiben. Schade ist auch, dass die Spannung weitestgehend ausbleibt. Natürlich habe ich mitgeraten, wer denn nun hinter allem steckt, aber das liegt mehr in der Natur des Buches, weniger an den Fertigkeiten des Autors. Das Hauptproblem ist aber die Länge des Buches: Sansom füllt das Buch mit so vielen Belanglosigkeiten, die weder zum Fall noch zur Lebendigkeit beitragen, dass es irgendwann langweilig wird. Und gerade zum Ende - als ich nichts weiter als fertig werden wollte mit dem Buch - wurde es noch schlimmer. Immerhin, das Ende bietet eine Überraschung, allerdings lässt sich darüber streiten, wie realistisch es ist. Fazit: Kann man lesen, muss man nicht. Die Bücher von z. B. Paul Harding (bzw. Paul Doherty) sind meiner Meinung nach deutlich besser, realistischer, lebendiger und vor allem unterhaltsamer.




