Die Schatten der Solaren Union
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Beschreibung
Nach den Neuwahlen herrscht Katerstimmung in der Solaren Union. Die neue Vizepräsidentin Selena Veyra muss sich nicht nur mit ihrem ehemaligen Widersacher, dem populistischen Präsidenten Julius Marek, herumschlagen, sondern auch noch eine Naturkatastrophe auf dem Mars und Aufstände auf den Saturnmonden bewältigen. Schon bald droht die fragile Koalition zu zerbrechen – und damit die gesamte Solare Union ins Chaos zu stürzen.
Doch im Schatten der glattgebügelten Politikfassade brodelt ein erbarmungsloser Machtkampf. Nicht nur Selena und ihr Mann Cedrik, sondern auch der Oppositionsführer Kallan Dresk, die getriebene Unternehmerin und Mutter Alina Corsis und das Präsidentenpaar höchstselbst verfolgen ganz eigene Pläne. Im Mahlstrom aus Loyalität, Liebe, Ehrgeiz und Rebellion wird jedes Desaster zu einer dornigen Chance. Während in den Hinterzimmern geheime Bündnisse geschlossen und brüchige Allianzen geschmiedet werden, reicht ein einziger Moment, um alles zu verändern. Wer zieht die Fäden? Wer wird geopfert? Und wer überlebt das Spiel um die Macht?
Ein fesselnder Near-Future-Thriller über Täuschung, Liebe, Verrat – und den Preis, den man für seine Überzeugungen zu zahlen bereit ist.
Buchinformationen
Beiträge
Das Cover an sich ist unspektakulär und ich hätte dem Buch im Laden wahrscheinlich keinen weiteren Blick gewürdigt. Aber der Inhalt hat mich umgehauen. Es passiert innerhalb kurzer Zeit so viel und der Roman nimmt rasant Fahrt auf und es wird einfach nicht langweilig. Ein Politthriller im interplanetaren Raum vom Feinsten. Es gibt einige sehr überraschende Wendungen und Verstrickungen, mit denen man auch nicht rechnet. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr spannend und trifft genau meinen Geschmack. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich bin schon so gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird. Die Personen sind auch sehr vielschichtig und erinnern mich an unsere Politiker heute und man weiß irgendwann nicht mehr, was nur Fassade und was echt ist. Wer ist tatsächlich der Bessere und wie weit kann man moralisch gehen um das richtige mit den falschen Mitteln zu erreichen. Fazit: Ein absolut spannender Politthriller und definitiv ein Highlight in meinen Augen.
Mit *Die Schatten der Solaren Union* wollte ich bewusst einmal einen neuen Autor ausprobieren – und war gespannt auf einen Sci-Fi-Politthriller, der sowohl gesellschaftskritisch als auch emotional tiefgehend sein sollte. Als Physikinteressierte – beruflich wie privat – habe ich mich besonders auf den wissenschaftlichen Teil und auf die Vision einer zukünftigen Gesellschaft gefreut, die 200 Jahre weiter ist als unsere – hoffentlich auch im ethischen und sozialen Sinne. Umso enttäuschter bin ich, wie wenig dieses Buch meine Erwartungen erfüllt hat. Trotz des spannenden Grundkonzepts empfand ich die Umsetzung als sprunghaft und schwer greifbar. Die Erzählstruktur wechselt ständig zwischen verschiedenen Handlungssträngen, was es mir unmöglich machte, eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Eine Identifikationsfigur – oder überhaupt jemand, dessen Entwicklung mich berühren oder mitreißen konnte – habe ich leider nicht gefunden. Was mich jedoch am meisten irritiert, ist das rückschrittliche Gesellschaftsbild, das in der Geschichte gezeichnet wird. In einer Zeit, in der wir das Sonnensystem besiedeln können, sind offene Homophobie und restriktive KI-Gesetze offenbar noch immer Realität – ohne nachvollziehbare Erklärung oder kritische Reflexion. Gerade letzteres hätte ich bei einem Sci-Fi-Roman mit Anspruch an gesellschaftspolitische Tiefe erwartet. Warum es ausgerechnet in einer hochentwickelten Zukunft keine plausible oder technische Begründung für diese Gesetzgebung gibt, bleibt mir schleierhaft. Als Person, die fest an eine nicht-binäre, inklusive Zukunft glaubt, hat mich die Darstellung queerfeindlicher Haltungen im Buch ehrlich gesagt entsetzt. Statt gesellschaftlicher Utopie fühlte sich vieles wie ein Rückschritt an. Ein positiver Aspekt war dennoch der Austausch mit dem Autor im Rahmen der Leserunde. Das Gespräch hat interessante Einblicke in seine Perspektiven und Intentionen ermöglicht – auch wenn ich persönlich mit der Umsetzung nicht warm geworden bin. **Fazit:** *Die Schatten der Solaren Union* ist für mich eine Sammlung verpasster Chancen. Weder die erzählerische Tiefe noch die gesellschaftliche Vision konnten mich überzeugen. Teil 2 werde ich definitiv nicht lesen. Wer sich eine progressive, wissenschaftlich fundierte Zukunftsvision mit emotionaler Tiefe erhofft, wird hier vermutlich enttäuscht.
Politthriller mit spannung und Interessanten Themen. Dazu Machtspiele, Hass und Liebe.
Eine dichte, politisch geprägte Sci-Fi-Geschichte mit einer angenehmen vielfältigen, auch queeren Figuren. Die Welt ist spannend und gut durchdacht, auch wenn sie manchmal etwas überladen wirkt. Einige Stellen im Buch ziehen sich, aber das Gesamtbild der Geschichte ist dennoch interessant, vor allem durch die moralischen Grauzonen und die gesellschaftskritischen Themen. Ich war auch sprachlos, zu lesen was Menschen bereit sind zu tun, um Machtspiele zu gewinnen, politische Maßnahmen zu erzwingen oder sie aufrecht zu erhalten....HOLY PLANET!. Dazu sind die Hauptprotagonisten sowie Nebenprotagonisten ab und zu unsympathisch aufgetreten, aber dennoch sehr realistisch für mich was das ganze Politische angeht. Schreibstil ist flüssig & Gut zu lesen⭐️

Gute Ansätze, spannende Themen – doch zu wenig Welt- und Figurenbau und zu viele Perspektivsprünge, um emotional mitzureißen.
Große Ideen, wenig Tiefe: Eine Zukunft voller Konflikte Die Schatten der Solaren Union präsentiert sich als ambitionierter Sci-Fi-Politthriller, der mit einer spannenden Grundidee aufwartet: Machtkämpfe zwischen politischen Lagern, skrupellose Konzerne, persönliche Identitätskrisen und gesellschaftliche Umbrüche im Jahr 2256. Doch leider bleibt die Umsetzung hinter den Erwartungen zurück und dem Thriller gelingt es nicht, sein Potenzial voll auszuschöpfen. Bereits der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich schwierig. Ohne Prolog oder erklärenden Rahmen wird man abrupt in einen komplexen Wahlkampf geworfen, begleitet von einer Flut an Namen, Figuren und Handlungssträngen. Die zahlreichen Perspektivwechsel, oft sogar innerhalb eines Kapitels und ohne klare Abgrenzung, erschweren es, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Stattdessen bleibt vieles an der Oberfläche und wirkt überfrachtet. Die Figuren, seien es PolitikerInnen, UnternehmerInnen oder AktivistInnen, wirken oft wie FunktionsträgerInnen, nicht wie Menschen mit Tiefe. Besonders enttäuschend ist, dass die eigentliche Science-Fiction-Welt kaum greifbar wird. Die Handlung spielt auf verschiedenen Planeten des Sonnensystems, doch es fehlt an geografischer oder atmosphärischer Beschreibung. Wie leben die Menschen dort? Wie wurde die Besiedelung technisch möglich gemacht? Diese Fragen bleiben unbeantwortet. Das Potenzial einer faszinierenden Zukunftswelt wird verschenkt. Selbst am Ende, wo im Anhang einige Informationen zu Parteien und Figuren geliefert werden, hätte ich mir zumindest eine kurze Beschreibungen der Planeten oder technologischer Entwicklungen gewünscht. Auch gesellschaftlich wirkt das Buch erstaunlich rückständig: Homophobie und restriktive KI-Gesetze bestimmen den Alltag, ohne dass diese Zustände sinnvoll begründet oder kritisch eingeordnet werden. So wirken manche Elemente eher wie Relikte der Gegenwart statt visionäre Gedankenspiele einer fernen Zukunft. Für mich bleibt ein verwirrendes Weltbild zurück, dass die Chance verpasst, Zukunft durchdacht zu gestalten. Trotz dieser Kritikpunkte lässt sich das Potenzial der Geschichte nicht leugnen. Die Grundkonflikte sind interessant und hätten mit mehr Tiefgang, stärkerem Weltenbau und klarerer Struktur durchaus zu einem packenden Thriller werden können. Insgesamt ist es ein ambitioniertes Buch, das für mich überladen scheint und Luft nach oben hat. Eventuell lesenswert für Fans mit Geduld und der Hoffnung, dass im zweiten Teil die fehlenden Lücken geschlossen werden.
Fesselnd aber nichts für Zwischendurch
Dass Sci-Fi so viel mehr ist, als nur Raumschiffe und Laser, das ist schon eine Weile so. Dieses Buch aber zeigt noch eine ganz andere Richtung, denn es vereint die Welten des Sci-Fi mit denen einen Politthrillers. . Und wo beginnt man mit einem Buch? Klar: mit dem Cover und das ist schon ein Eyecatcher mit dem Logo der Solaren Union. In diese wird man dann direkt katapultiert und zwar in das Jahr 2256. Der Mars ist besiedelt und nicht nur er - bis zu den Monden des Saturn zieht sich diese Union. Bereits nach den ersten Seiten merkt man, worum es geht - nämlich um Politik, Verrat, Intrigen. Davon gibt es mehr als genug. Oft wird man beim Lesen an die aktuelle politische Lage erinnert, was mir an einigen Stellen die Freude am Lesen genommen hat - denn haben wir es in über 200 Jahren immer noch nicht geschafft, alle Menschen so zu akzeptieren wie sie sind? Das war mir an einigen Stellen too much. Spannender fand ich die wirklich neuen Stellen, wie zum Beispiel bei der Flutwelle auf dem Mars da konnten beide Themen super ineinander greifen und ich fühlte mich in eine andere Welt versetzt. . Die Akteure sind mir allesamt unsympathisch. Wirklich alle. Was mich an sich nicht stört, man muss nicht alle mögen und Politiker schon mal gar nicht, nur wer nach einer Figur sucht, die alle retten kann, der wird nicht fündig. Das Buch liest sich wirklich gut, es ist sehr bildlich beschrieben. Moralische Fragen und politische Intrigen stehen im Mittelpunkt, trotzdem gab es einige Stellen, an denen man die Luft anhalten konnte. . Ein spannendes Zukunftsszenario das Sci-Fi und Politik miteinander verbindet. Ein bisschen Hintergrund Info, wie es zur Solaren Union gekommen ist, wäre an manchen Stellen schön gewesen, einfach auch um die Handlungen einiger Protas besser einschätzen zu können. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, ansonsten fand ich es wirklich genial, vor allem mit den kleinen Retroeinlagen, gerade bei den Liedern.
Beschreibung
Nach den Neuwahlen herrscht Katerstimmung in der Solaren Union. Die neue Vizepräsidentin Selena Veyra muss sich nicht nur mit ihrem ehemaligen Widersacher, dem populistischen Präsidenten Julius Marek, herumschlagen, sondern auch noch eine Naturkatastrophe auf dem Mars und Aufstände auf den Saturnmonden bewältigen. Schon bald droht die fragile Koalition zu zerbrechen – und damit die gesamte Solare Union ins Chaos zu stürzen.
Doch im Schatten der glattgebügelten Politikfassade brodelt ein erbarmungsloser Machtkampf. Nicht nur Selena und ihr Mann Cedrik, sondern auch der Oppositionsführer Kallan Dresk, die getriebene Unternehmerin und Mutter Alina Corsis und das Präsidentenpaar höchstselbst verfolgen ganz eigene Pläne. Im Mahlstrom aus Loyalität, Liebe, Ehrgeiz und Rebellion wird jedes Desaster zu einer dornigen Chance. Während in den Hinterzimmern geheime Bündnisse geschlossen und brüchige Allianzen geschmiedet werden, reicht ein einziger Moment, um alles zu verändern. Wer zieht die Fäden? Wer wird geopfert? Und wer überlebt das Spiel um die Macht?
Ein fesselnder Near-Future-Thriller über Täuschung, Liebe, Verrat – und den Preis, den man für seine Überzeugungen zu zahlen bereit ist.
Buchinformationen
Beiträge
Das Cover an sich ist unspektakulär und ich hätte dem Buch im Laden wahrscheinlich keinen weiteren Blick gewürdigt. Aber der Inhalt hat mich umgehauen. Es passiert innerhalb kurzer Zeit so viel und der Roman nimmt rasant Fahrt auf und es wird einfach nicht langweilig. Ein Politthriller im interplanetaren Raum vom Feinsten. Es gibt einige sehr überraschende Wendungen und Verstrickungen, mit denen man auch nicht rechnet. Der Schreibstil ist ebenfalls sehr spannend und trifft genau meinen Geschmack. Das Buch endet mit einem Cliffhanger und ich bin schon so gespannt, wie es in Band 2 weitergehen wird. Die Personen sind auch sehr vielschichtig und erinnern mich an unsere Politiker heute und man weiß irgendwann nicht mehr, was nur Fassade und was echt ist. Wer ist tatsächlich der Bessere und wie weit kann man moralisch gehen um das richtige mit den falschen Mitteln zu erreichen. Fazit: Ein absolut spannender Politthriller und definitiv ein Highlight in meinen Augen.
Mit *Die Schatten der Solaren Union* wollte ich bewusst einmal einen neuen Autor ausprobieren – und war gespannt auf einen Sci-Fi-Politthriller, der sowohl gesellschaftskritisch als auch emotional tiefgehend sein sollte. Als Physikinteressierte – beruflich wie privat – habe ich mich besonders auf den wissenschaftlichen Teil und auf die Vision einer zukünftigen Gesellschaft gefreut, die 200 Jahre weiter ist als unsere – hoffentlich auch im ethischen und sozialen Sinne. Umso enttäuschter bin ich, wie wenig dieses Buch meine Erwartungen erfüllt hat. Trotz des spannenden Grundkonzepts empfand ich die Umsetzung als sprunghaft und schwer greifbar. Die Erzählstruktur wechselt ständig zwischen verschiedenen Handlungssträngen, was es mir unmöglich machte, eine emotionale Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Eine Identifikationsfigur – oder überhaupt jemand, dessen Entwicklung mich berühren oder mitreißen konnte – habe ich leider nicht gefunden. Was mich jedoch am meisten irritiert, ist das rückschrittliche Gesellschaftsbild, das in der Geschichte gezeichnet wird. In einer Zeit, in der wir das Sonnensystem besiedeln können, sind offene Homophobie und restriktive KI-Gesetze offenbar noch immer Realität – ohne nachvollziehbare Erklärung oder kritische Reflexion. Gerade letzteres hätte ich bei einem Sci-Fi-Roman mit Anspruch an gesellschaftspolitische Tiefe erwartet. Warum es ausgerechnet in einer hochentwickelten Zukunft keine plausible oder technische Begründung für diese Gesetzgebung gibt, bleibt mir schleierhaft. Als Person, die fest an eine nicht-binäre, inklusive Zukunft glaubt, hat mich die Darstellung queerfeindlicher Haltungen im Buch ehrlich gesagt entsetzt. Statt gesellschaftlicher Utopie fühlte sich vieles wie ein Rückschritt an. Ein positiver Aspekt war dennoch der Austausch mit dem Autor im Rahmen der Leserunde. Das Gespräch hat interessante Einblicke in seine Perspektiven und Intentionen ermöglicht – auch wenn ich persönlich mit der Umsetzung nicht warm geworden bin. **Fazit:** *Die Schatten der Solaren Union* ist für mich eine Sammlung verpasster Chancen. Weder die erzählerische Tiefe noch die gesellschaftliche Vision konnten mich überzeugen. Teil 2 werde ich definitiv nicht lesen. Wer sich eine progressive, wissenschaftlich fundierte Zukunftsvision mit emotionaler Tiefe erhofft, wird hier vermutlich enttäuscht.
Politthriller mit spannung und Interessanten Themen. Dazu Machtspiele, Hass und Liebe.
Eine dichte, politisch geprägte Sci-Fi-Geschichte mit einer angenehmen vielfältigen, auch queeren Figuren. Die Welt ist spannend und gut durchdacht, auch wenn sie manchmal etwas überladen wirkt. Einige Stellen im Buch ziehen sich, aber das Gesamtbild der Geschichte ist dennoch interessant, vor allem durch die moralischen Grauzonen und die gesellschaftskritischen Themen. Ich war auch sprachlos, zu lesen was Menschen bereit sind zu tun, um Machtspiele zu gewinnen, politische Maßnahmen zu erzwingen oder sie aufrecht zu erhalten....HOLY PLANET!. Dazu sind die Hauptprotagonisten sowie Nebenprotagonisten ab und zu unsympathisch aufgetreten, aber dennoch sehr realistisch für mich was das ganze Politische angeht. Schreibstil ist flüssig & Gut zu lesen⭐️

Gute Ansätze, spannende Themen – doch zu wenig Welt- und Figurenbau und zu viele Perspektivsprünge, um emotional mitzureißen.
Große Ideen, wenig Tiefe: Eine Zukunft voller Konflikte Die Schatten der Solaren Union präsentiert sich als ambitionierter Sci-Fi-Politthriller, der mit einer spannenden Grundidee aufwartet: Machtkämpfe zwischen politischen Lagern, skrupellose Konzerne, persönliche Identitätskrisen und gesellschaftliche Umbrüche im Jahr 2256. Doch leider bleibt die Umsetzung hinter den Erwartungen zurück und dem Thriller gelingt es nicht, sein Potenzial voll auszuschöpfen. Bereits der Einstieg in die Geschichte gestaltet sich schwierig. Ohne Prolog oder erklärenden Rahmen wird man abrupt in einen komplexen Wahlkampf geworfen, begleitet von einer Flut an Namen, Figuren und Handlungssträngen. Die zahlreichen Perspektivwechsel, oft sogar innerhalb eines Kapitels und ohne klare Abgrenzung, erschweren es, eine emotionale Verbindung zu den Charakteren aufzubauen. Stattdessen bleibt vieles an der Oberfläche und wirkt überfrachtet. Die Figuren, seien es PolitikerInnen, UnternehmerInnen oder AktivistInnen, wirken oft wie FunktionsträgerInnen, nicht wie Menschen mit Tiefe. Besonders enttäuschend ist, dass die eigentliche Science-Fiction-Welt kaum greifbar wird. Die Handlung spielt auf verschiedenen Planeten des Sonnensystems, doch es fehlt an geografischer oder atmosphärischer Beschreibung. Wie leben die Menschen dort? Wie wurde die Besiedelung technisch möglich gemacht? Diese Fragen bleiben unbeantwortet. Das Potenzial einer faszinierenden Zukunftswelt wird verschenkt. Selbst am Ende, wo im Anhang einige Informationen zu Parteien und Figuren geliefert werden, hätte ich mir zumindest eine kurze Beschreibungen der Planeten oder technologischer Entwicklungen gewünscht. Auch gesellschaftlich wirkt das Buch erstaunlich rückständig: Homophobie und restriktive KI-Gesetze bestimmen den Alltag, ohne dass diese Zustände sinnvoll begründet oder kritisch eingeordnet werden. So wirken manche Elemente eher wie Relikte der Gegenwart statt visionäre Gedankenspiele einer fernen Zukunft. Für mich bleibt ein verwirrendes Weltbild zurück, dass die Chance verpasst, Zukunft durchdacht zu gestalten. Trotz dieser Kritikpunkte lässt sich das Potenzial der Geschichte nicht leugnen. Die Grundkonflikte sind interessant und hätten mit mehr Tiefgang, stärkerem Weltenbau und klarerer Struktur durchaus zu einem packenden Thriller werden können. Insgesamt ist es ein ambitioniertes Buch, das für mich überladen scheint und Luft nach oben hat. Eventuell lesenswert für Fans mit Geduld und der Hoffnung, dass im zweiten Teil die fehlenden Lücken geschlossen werden.
Fesselnd aber nichts für Zwischendurch
Dass Sci-Fi so viel mehr ist, als nur Raumschiffe und Laser, das ist schon eine Weile so. Dieses Buch aber zeigt noch eine ganz andere Richtung, denn es vereint die Welten des Sci-Fi mit denen einen Politthrillers. . Und wo beginnt man mit einem Buch? Klar: mit dem Cover und das ist schon ein Eyecatcher mit dem Logo der Solaren Union. In diese wird man dann direkt katapultiert und zwar in das Jahr 2256. Der Mars ist besiedelt und nicht nur er - bis zu den Monden des Saturn zieht sich diese Union. Bereits nach den ersten Seiten merkt man, worum es geht - nämlich um Politik, Verrat, Intrigen. Davon gibt es mehr als genug. Oft wird man beim Lesen an die aktuelle politische Lage erinnert, was mir an einigen Stellen die Freude am Lesen genommen hat - denn haben wir es in über 200 Jahren immer noch nicht geschafft, alle Menschen so zu akzeptieren wie sie sind? Das war mir an einigen Stellen too much. Spannender fand ich die wirklich neuen Stellen, wie zum Beispiel bei der Flutwelle auf dem Mars da konnten beide Themen super ineinander greifen und ich fühlte mich in eine andere Welt versetzt. . Die Akteure sind mir allesamt unsympathisch. Wirklich alle. Was mich an sich nicht stört, man muss nicht alle mögen und Politiker schon mal gar nicht, nur wer nach einer Figur sucht, die alle retten kann, der wird nicht fündig. Das Buch liest sich wirklich gut, es ist sehr bildlich beschrieben. Moralische Fragen und politische Intrigen stehen im Mittelpunkt, trotzdem gab es einige Stellen, an denen man die Luft anhalten konnte. . Ein spannendes Zukunftsszenario das Sci-Fi und Politik miteinander verbindet. Ein bisschen Hintergrund Info, wie es zur Solaren Union gekommen ist, wäre an manchen Stellen schön gewesen, einfach auch um die Handlungen einiger Protas besser einschätzen zu können. Das ist aber nur ein kleiner Kritikpunkt, ansonsten fand ich es wirklich genial, vor allem mit den kleinen Retroeinlagen, gerade bei den Liedern.








