Die Poggenpuhls

Die Poggenpuhls

Taschenbuch
3.113
FamiliendramaKlassische BelletristikDreikaiserjahr 1888Rollenverhalten

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Beschreibung

Fontane gibt gerade in seinen »Zeitromanen« zu verstehen, dass für ihn das Inhumane dort anfängt, wo die Wandlung und Wandlungsbedürftigkeit der geschichtlichen Wirklichkeit nicht erkannt wird. Er sieht jedoch auch in einem uneingeschränkten Verwerfen des Bestehenden ein Element des Unmenschlichen. Von beiden Grundelementen ist die Erzählung von den Poggenpuhls getragen. Die Vereinigung von beidem ermöglicht die Synthese von hellsichtiger Kritik und Toleranz, von nüchterner Analyse und warmherzigem Verstehen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
126
Preis
3.70 €

Autorenbeschreibung

Theodor Fontane (d. i. Henri Théodore F., 30.12.1819 Neuruppin – 20.9.1898 Berlin) arbeitete zunächst als Apothekergehilfe und unterrichtete Pharmazie in einem Berliner Krankenhaus, wandte sich dann aber der Schriftstellerei zu. Zu Anfang war er im Presseapparat der preußischen Regierung beschäftigt, seit 1860 arbeitete er als Zeitungsredakteur und Kriegsberichterstatter und schrieb auch Theaterkritiken. Als Schriftsteller wurde er zuerst durch Balladen bekannt. Erst in Alter von fast 60 Jahren begann er sein umfangreiches Romanwerk, das als Höhepunkt des realistischen Zeit- und Gesellschaftsromans gilt.

Beiträge

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Alle
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Die heitere Ironie Fontanes begeistert doch stets aufs Neue. Lange nichts von ihm gelesen, da traf es sich gut, auf Spotify über die kostenlosen Fontane-Hörbücher zu stolpern. Die Dynamik der Familie Poggenpuhl gefiel mir sehr. Der verarmte, preußische Adel, der versucht in Berlin ein annähernd angenehmes Leben zu führen, aber seine schwindenden Gelder nicht zum Anlass nimmt, etwas besseres aus dem eigenen Leben zu machen, wird wunderbar enttarnt. Der Fokus auf die drei Töchter gelingt ganz besonders. Irgendwie hatte es mir die Sophie-Figur (wegen Namensgleichheit) sehr angetan. Auch die Figur, die scheinbar als einzige dafür sorgt, das Geld ins Haus kommt... Hätte gern noch etwas mehr Berlin-Feeling vertragen können, so wurden nur die Großgörschenstraße (Schöneberg) und ab und an die Friedrichstraße als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Adamsdorf zur begüterten Verwandtschaft (Onkel Eberhard) beschrieben. Nichtsdestotrotz ein interessanter Einblick.

4

Fontanes Witz und Darstellung der Bourgeoisie als auch des (verarmten) Adels ist immer wieder eine Freude! Man merkt Fontane an, dass er fast jeden einzelnen seiner Charaktere ins Herz geschlossen hat. Das mag für manche langweilig sein, für mich ist es ein angenehmes Abschalten vom Alltag. Einen Fontane zu lesen fühlt sich für mich jedes Mal wie ein Nach-hause-kommen an.

3

German Realism... reality can be quite uneventful. But I enjoyed the epistolary parts.

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