Die Party

Die Party

Hardcover
3.215
British Podcast AwardStalkerThriller Zum Thema EheFreundschaft

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Beschreibung

Martin Gilmour ist ein Einzelgänger. Aufgewachsen in trostlosen Verhältnissen, seinen Vater hat er nie kennengelernt. Seine Mutter hasst er bis zum heutigen Tag und meidet den Kontakt mit ihr, wo es nur geht. Es gibt nur einen Menschen, der ihm wirklich etwas bedeutet: Ben. »Mein bester Freund Ben«, sagt Martin. Wenn er es sich auch nicht eingesteht, so dreht sich in seinem Leben doch alles darum, Ben zu gefallen und ähnlich zu sein. Ben ist das genaue Gegenteil von Martin: attraktiv, beliebt, reich. Durch seinen Freund lernt er eine andere Welt kennen: die Welt der Oberschicht, der Privilegierten. Martin genießt es, dazuzugehören. Und so tut er alles für Ben – wirklich alles. Nach Jahren des Selbstbetrugs hat auch Lucy das begriffen. Ihr Ehemann Martin mag sie und braucht sie, aber Liebe? Liebe empfindet er nur für den Freund. Längst hat Martin, in scheinbarer Selbstlosigkeit, dafür gesorgt, dass dieser sich nie von ihm lösen kann. »Bens kleiner Schatten«, nennt ihn Bens Ehefrau Serena. Doch grenzenlose Hingabe kann lästig werden – so wie eine gemeinsame dunkle Vergangenheit.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Thriller
Sub-Genre
Psycho
Format
Hardcover
Seitenzahl
400
Preis
26.90 €

Autorenbeschreibung

Elisabeth Day, geboren 1978, hat Geschichte studiert und arbeitet als Zeitungs- und Fernsehjournalistin. Für ihre Arbeit ist sie mehrfach ausgezeichnet worden. ›Die Party‹ ist ihr erster Roman, der auf Deutsch erscheint. Elizabeth Day lebt in London. www.elizabethdayonline.co.uk

Beiträge

3
Alle
3

Kurzweilig

Die Party von @elizabday ist ein kurzweiliger Thriller, der in der Gegenwart, Vergangenheit und aus Sicht von Martins Ehefrau geschrieben wird. Die Geschichte ist nicht blutig, dennoch spannend und fesselnd bis zur letzten Seite.

Kurzweilig
3

3,5 Sterne

Sehr spannend, Geschichte schiebt sich im Laufe des Buches immer mehr zusammen. Behandelt toxische Beziehungen, zwischen allen möglichen Personen im Buch und was diese anrichten können.

4

Ohne Vater wächst Martin Gilmour bei seiner Mutter auf, die ihm weder Interesse noch Zuneigung entgegenbringt. Auch in der Schule wird er von den anderen Kindern gemieden und tut sich schwer damit, seinen Platz in der Klassengemeinde zu finden. Nach einem Wechsel auf das Internat Burtonbury lernt er den reichen und charismatischen Ben kennen, der alles zu verkörpern scheint, was Martin nicht ist. Schnell steht für ihn fest, dass Ben sein bester Freund werden muss, koste es, was es wolle. Über die Entstehung, Entwicklung und das Ende dieser außergewöhnlichen "Freundschaft" hat Elizabeth Day einen fesselnden Roman geschrieben. Vor allem in Rückblenden wird die psychologisch sehr interessante und fesselnde Beziehung zwischen Martin und Ben in all ihren Einzelheiten dargestellt. Als Leserin war ich von der ersten Begegnung bis zur Eskalation auf der Party zu Bens 40. Geburtstag hautnah dabei. Besonders tief war der Einblick in Martins Psyche, denn die Mehrheit des Buches wird aus seiner Perspektive erzählt. Das hat mir das Lesen anfangs etwas schwer gemacht, denn Martin ist in seiner herablassenden Art und dem verzweifelten Versuch, Ben zu gefallen, wirklich ein ziemlich unsympathischer Zeitgenosse. Sein Charakter hat allerdings fantastisch in die Geschichte gepasst und nach einiger Zeit konnte ich mich daran gewöhnen. Auch Martins Frau Lucy kommt mehrfach zu Wort und steuert sehr interessante Details bei. Nur Bens Perspektive bleibt unbeleuchtet, einen guten Überblick über die gegenseitigen Abhängigkeiten bekam ich aber trotzdem. Nicht nur die Beziehung zwischen Martin und Ben wird ausführlich analysiert, den größeren Rahmen für die Handlung bildet der Kontrast zwischen der gut gestellten Mittelschicht und der Oberschicht. Elizabeth Day stellt eindrucksvoll dar, wie einfach die Konsequenzen einer Handlung umgangen werden können, solange genügend Geld und Vitamin B im Spiel sind, und dass es für einen Außenstehenden wie Martin fast unmöglich ist, in diesen Kreisen nicht nur geduldet, sondern aufgenommen und respektiert zu werden, egal wie sehr er sich darum bemüht. Im Klappentext ist von einem dunklen Geheimnis die Rede, welches Ben und Martin verbindet. Ich ging ursprünglich davon aus, dass dieses Geheimnis gegen Ende des Buches auf der Party gelüftet werden würde, doch damit lag ich falsch. Tatsächlich macht Martin schon knapp nach 100 Seiten eine ziemlich deutliche Aussage bezüglich seiner Verbindung zu Ben. Das machte die Analyse der Beziehung für mich jedoch nicht weniger spannend, viel mehr konnte ich erst dadurch das Verhalten beider Männer und ihrer Ehefrauen deuten. Sehr geschickt von der Autorin gemacht, wie ich finde. Fazit Elizabeth Day ist mit „Die Party“ ein fesselnder Roman gelungen, in welchem sie die Unantastbarkeit der Oberschicht durch eine psychologisch sehr interessante Beziehung darstellt. Die Abhängigkeiten zwischen Martin und Ben haben mir sehr gut gefallen und wurden erschreckend realistisch dargestellt. Sehr lesenswert! (Oktober 2017)

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