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Biografien

Die letzten Zeugen

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Über das Buch

Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sprechen Männer und Frauen, die beim Einmarsch der Deutschen in Weißrussland noch Kinder waren, zum ersten Mal darüber, woran sie sich erinnern. Ihre erschütternden Berichte vom Krieg machen "Die letzten Zeugen" zu einem der eindringlichsten Antikriegsbücher überhaupt. Oft sind diese Erinnerungen nur Bruchstücke, und doch haben diese Kinder Dinge gesehen und erlitten, die niemand, am allerwenigsten ein Kind, sehen und erleiden dürfte. Alexijewitsch erweist sich einmal mehr als begnadete Zuhörerin und große Chronistin, die es versteht, den Erfahrungen von Menschen in Extremsituationen, im Ausnahmezustand einen einzigartigen Resonanzraum zu verschaffen.

Editionen (3)

ISBN9783446246478
VerlagHanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Erscheinungsdatum28.07.14
Seitenzahl304

Rezensionen & Bewertungen

5 Bewertungen

1 Rezensionen

4,4

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  • jojon
    jojon

    6 Follower

    5,0

    Ein Anti-Kriegs-Buch, das seinen Namen verdient.

    Dies ist bereits mein drittes Buch von Swetlana Alexijewitsch (nach „Secondhand-Zeit“ und „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“). Alexijewitsch hat ein großes Talent dafür, den Betroffenen eine authentische Stimme zu geben und diese einfach erzählen zu lassen. Obwohl die Bücher Zusammenstellungen aus Interviews sind und diese dementsprechend gekürzt wurden, hatte ich oft das Gefühl, als würde ich der Person live zuhören. Ich kann bisher alles drei Bücher wirklich jeder/jedem empfehlen, auch wenn sie manchmal sehr schwierig zu lesen sind aufgrund der traumatischen Erlebnisse der Menschen. Ich persönlich habe sie daher auch immer parallel zu anderen Büchern gelesen und mir Auszeiten genommen. Das Buch „Die letzten Zeugen“ schaffte es für mich in nur kurzen Interview-Ausschnitten, den Schrecken des Krieges und die unfassbare Gewalt der Wehrmacht aus Sicht der Zivilbevölkerung darzustellen. Gleichzeitig zeigte es den Mut vieler Menschen und die Aufopferung, mich welcher diese Kinder in vielen Fällen von völlig Fremden liebevoll aufgenommen und beschützt wurden.

    15. Juni 2026

Autorin / Autor

Über Swetlana Alexijewitsch

Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren und in Weißrussland aufgewachsen, arbeitete als Reporterin. Über die Interviews, die sie dabei führte, fand sie zu einer eigenen literarischen Gattung, dem dokumentarischen "Roman in Stimmen". Alexijewitschs Werke wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt, und sie wurde vielfach ausgezeichnet, u. a. 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung, dem Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis der Stadt Osnabrück (2001), dem National Book Critics Circle Award (2006), dem polnischen Ryszard-Kapuscinski-Preis (2011), dem mitteleuropäischen Literaturpreis Angelus (2011) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (2013). 2015 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.

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