Die Leiche am Westerdeich. Ostfrieslandkrimi

Die Leiche am Westerdeich. Ostfrieslandkrimi

von Stefan Albertsen·Buch 1 von 10
Taschenbuch
4.52
NordseekrimiOstfriesenkrimiMordKüstenkrimis

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Beschreibung

Hauptkommissar Axel Groot und Kommissarin Hilka Martens sind die neuen Ermittler der Kripo Norden. Doch Zeit, sich an der Nordseeküste einzuleben, bleibt keine, denn schon am Tag vor dem offiziellen Dienstantritt haben die beiden ihren ersten Fall. Nach einer wilden Sturmnacht liegt ein Mann tot am Westerdeich von Neßmersiel! Auf den ersten Blick scheint er im Meer ertrunken und an Land angespült worden zu sein. Mehrere Stichverletzungen lassen jedoch keinen Zweifel: Es war Mord. Wer hatte ein Motiv, den Hobby-Historiker Rolf Behrend, der sich mit der ostfriesischen Geschichte beschäftigte, aus dem Leben zu reißen? Ist er in seinen Nachforschungen auf unerwünschte Wahrheiten gestoßen, und wurde deshalb auch sein Laptop gestohlen? Der erste Weg der beiden Ermittler führt zu Behrends Tochter Christel. Sie bringt einen konkreten Verdächtigen und ganz andere Motive ins Spiel...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Krimis
Sub-Genre
Klassisch
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
200
Preis
12.40 €

Autorenbeschreibung

Der Ostfrieslandkrimi-Autor Stefan Albertsen ist Friese durch und durch. Seine Krimis und Romane, die in verschiedenen Verlagen erschienen sind, begeistern die Leser. Der Hobbyschauspieler aus Breklum liebt die frische Luft, den salzigen Duft der Nordsee und den kernigen Wind, der ihm durch das Gesicht fährt. Der Autor hat eine starke Affinität zum Meer und zu der Weite des Landes, die er immer schwer entbehrt, wenn es ihn einmal für längere Zeit von zu Hause fortführt. Und so kommen ihm die besten Ideen für seine Krimis immer dann, wenn er sich bei einem Spaziergang an der Küste so richtig den Kopf freipusten lässt.

Beiträge

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Alle
5

Auf diese neue Ostfrieslandkrimi Reihe war ich total gespannt, weil der Inhalt sich unheimlich vielversprechend angehört hat und ich neugierig darauf war, wie dieser ausgearbeitet werden würde. Stefan Albertsen hat einen sehr angenehmen und leicht zu lesenden Schreibstil, der zugleich sehr charmant und humorvoll ist, so das ich nur so durch die Zeilen gerauscht bin. Mir hat dieser Fall unglaublich viel Spaß gemacht, weil vieles nicht offensichtlich war und anhand des stürmischen Settings eine wirklich beklemmende und unheilvolle Atmosphäre hineingezaubert wurde. Und das passte hier einfach mehr als gut. Ganz besonders gut haben mir die beiden Kommissare gefallen. Die zunächst etwas verbissen wirkten, sich aber im Laufe des Geschehen immer weiter öffneten und dabei nicht nur mit ihrem kriminalistischen Spürsinn punkten konnten. Axel Groot fand ich manchmal etwas anstrengend, weil ich manchmal das Gefühl hatte, er vergräbt sich zu sehr. Zudem denke ich, dass bei ihm noch einiges verschüttet liegt, was unbedingt an die Oberfläche möchte. Er wirkt dadurch manchmal etwas griesgrämig, was er aber eigentlich gar nicht ist, wenn man ihn mal besser kennenlernt. In Hilka Martens konnte ich mich unglaublich gut hineinversetzen. Sie ist eine verdammt gute Kommissarin, die ihr Schicksal tapfer trägt und bei der Kripo Norden zeigt, was in ihr steckt. Sie ist manchmal etwas zu spontan und impulsiv, aber genau das mag ich auch so unfassbar gern an ihr. Weil sie dadurch zeigt, dass sie nicht perfekt ist und auch Schwächen hat. Richtig toll haben mir hier auch Dyssen und Charlie gefallen. Sie lockern die Atmosphäre mit ihrem Humor und ihrer charmanten und unverwechselbaren Art unglaublich auf, was dem Ganzen etwas die Schärfe nimmt. Insgesamt alles sehr authentische und wandelbare Charaktere, in die man sich gut hineinversetzen kann. Die Perspektiven erfolgen hier aus unterschiedlicher Sicht, je nachdem wer gerade im Zentrum des Geschehen liegt. Das macht es nicht ganz so eindimensional und man erhält Einsicht auf unterschiedliche Blickwinkel. Interessant war hier vor allem, dass man hier auch Einsicht in die letzten Momente der Opfer erhält, was nicht nur unglaublich spannend, sondern auch sehr aufschlussreich ist. Die Story fokussiert sich zunächst auf die Kommissare und wie sie sich in ihrem neuen Umfeld schlagen. Zudem werden sie sehr schnell mit einem kniffligen Fall konfrontiert, der sie schnell an ihre Grenzen bringt. Der Fall selbst hat mir ordentlich Kopfzerbrechen bereitet, weil ich keine Ahnung hatte worauf das Ganze hinauslaufen würde. Fakt ist, dabei ist nichts wie es scheint und die Karten werden immer wieder neu gemischt. Auch wenn die Nebencharaktere etwas blass wirken, so kann man sich dennoch ein sehr gutes Bild von ihnen machen. Der Blick auf die Hintergründe hat gezeigt, dass es ordentlich hinter der Fassade bröckelt und es nicht viel fehlt, bis diese eingestürzt. Ich war sehr beeindruckt mit welch genialen Scharfsinn ,Hilka dem Ganzen zu Leibe rückte und so dem Ganzen immer wieder eine dramatische Wende eingehaucht hat. Und an Dramatik hat es hier definitiv nicht gefehlt. Aber auch nicht an niederen Beweggründen, die doch auch ein Stück weit auch schockieren und erschüttern. Denn dadurch wird auch klar, wie diese Menschen wirklich ticken und was sie ausmacht. Insgesamt ein sehr vielversprechender erster Band um die Kripo Norden, die mich nicht nur begeistert haben, sondern auch mit Themen punkten, die Sprachlosigkeit als auch Beklemmung in einem hervorrufen. Denn hier geht es um Neid, Schuld und Gier. Eine Kombination, die selten gut ausgeht und zeigt, wie sehr es die Menschen verändert. Beängstigend ist vor allem, wie weit Menschen zu gehen bereit sind, wenn es um ihren eigenen Vorteil geht. Das hinterlässt doch ein sehr beklemmendes Gefühl, dass man nicht mehr los wird. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Fall für Axel und Hilka. Fazit: Der Startschuss für die Kripo Norden ist gefallen. Hilka Martens und Axel Groot sind unglaublich sympathische und beeindruckende Charaktere, die mich absolut begeistert und überrascht haben. Daneben bekommt man einen Fall serviert, der definitiv nicht ohne ist und so einiges an Rätsel aufgibt. Verbunden mit der stürmischen Naturgewalt ergibt es nicht nur ein verdammt gutes Zusammenspiel, sondern erzeugt auch sehr viel Dramatik und Tragik. Unbedingt mehr davon.

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