Die Lagune der Flamingos
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Beschreibung
Argentinien, 1876: Die jung verwitwete Annelie Wienand ist mit ihrer Tochter Mina aus Frankfurt am Main eingewandert, um ein zweites Mal zu heiraten. Doch ihre Ehe ist eine bittere Enttäuschung. Für die vierzehnjährige Mina sind einzig die Treffen mit dem Nachbarssohn Frank Lichtblicke in ihrem rauen Familienalltag. Doch eines Tages geschieht etwas Schreckliches, und Frank muss fliehen ...
Die Lebenswege dreier Familien sind unabwendbar miteinander verknüpft und entführen den Leser in die Welten von Arm und Reich, Ehrbahren und Verruchten, Hassenden und Liebenden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sofia Caspari, geboren 1972, hat schon mehrere Reisen nach Mittel- und Südamerika unternommen. Dort lebt auch ein Teil ihrer Verwandtschaft. Längere Zeit verbrachte sie in Argentinien, einem Land, dessen Menschen, Landschaften und Geschichte sie tief beeindruckt haben. Heute lebt sie - nach Stationen in Irland und Frankreich - mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in einem kleinen Dorf im Nahetal.
Beiträge
Argentinisches Menü Zutaten: Argentinien im ausgehenden 19. Jahrhundert. Unterdrückung, Gewalt, Prostitution, unmenschliche Arbeitsbedingungen, Intrigen, Armut, Epidemien - aber auch Arbeiter- und Emanzipationsbewegungen, Hoffnung, technischer Fortschritt, humanistischere Estancieros, familiärer Zusammenhalt und Liebe. Junge Frauen auf ihrem schwierigen Weg ins Erwachsenenleben. Mütter, die für ihre Töchter kämpfen und Männer, die sich in die Kategorien "brutaler Widerling" und "Schnuckelchen" aufteilen lassen oder ein bisschen von Beidem in sich vereinen. Traumhafte Beschreibungen des rauen Patagoniens, des Trubels in Buenos Aires, der harten Schönheit der Pampa und einer zauberhaften Flamingolagune. Romantik vermischt mit historischen Fakten und einem kritisch-realistischen Blick auf damalige Verhältnisse. Mein Testessenurteil: Vorweg: Es ist ein außergewöhnlicher Love & Landscape-Roman. Mina, Estella, Marlena, Anna, Blanca, Viktoria, Annelie und alle anderen wachsen schnell ans Leserinnenherz (ihr merkt, das Buch hat eine hohe Bevölkerungsdichte) und in ihren Leben geht es drunter und drüber und doch dröselt sich am Ende alles wie durch ein Wunder auf, um sogleich alle Lebensgeschichten wieder ineinander zu verflechten. Die vielen parallelen Handlungsstränge sorgen einerseits für einen durchweg hohen Spannungsbogen, andererseits aber auch teilweise für immense Verwirrung. Bei der Zahl der Protagonisten wäre meiner Meinung nach Weniger mehr gewesen. Die intensive und doch wie selbstverständliche Einflechtung historischer Begebenheiten, gesellschaftlicher Besonderheiten und Beschreibungen des harten Alltags der Einwanderer Argentiniens hat mich sehr begeistert - eine umfangreiche Recherche wird ebenso deutlich wie die Liebe der Autorin zum Land und zu Details: Das macht den Roman zu etwas Besonderem. Leider muss ich doch noch an einem Punkt herummäkeln: der letzte Teil. Ich empfand ihn gegenüber den vorhergehenden als viel schwächer, es wurde mir leider, leider, leider zu kitschig mit zu vielen Heiratsanträgen, und dabei hatte ich mich bis dahin so über die Kitschfreiheit (Erinnerung: ungewöhnlicher Love & Landscape-Roman) gefreut. Alles in allem ein liebevoll zubereitetes 7-Gänge-Menü im Kerzenschein, definitiv kein Fast Food. Ich hätte vielleicht weniger Leute an meinen Tisch gebeten, aber die Gespräche waren durchweg interessant, es schlichen sich hitzige politisch-gesellschaftliche Diskussionen ebenso wie Liebesschwüre und aufsehenerregende Familienstreitigkeiten ein, bei der eine Person dann leider vom Sicherheitspersonal hinaus eskortiert werden musste.
Beschreibung
Argentinien, 1876: Die jung verwitwete Annelie Wienand ist mit ihrer Tochter Mina aus Frankfurt am Main eingewandert, um ein zweites Mal zu heiraten. Doch ihre Ehe ist eine bittere Enttäuschung. Für die vierzehnjährige Mina sind einzig die Treffen mit dem Nachbarssohn Frank Lichtblicke in ihrem rauen Familienalltag. Doch eines Tages geschieht etwas Schreckliches, und Frank muss fliehen ...
Die Lebenswege dreier Familien sind unabwendbar miteinander verknüpft und entführen den Leser in die Welten von Arm und Reich, Ehrbahren und Verruchten, Hassenden und Liebenden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Sofia Caspari, geboren 1972, hat schon mehrere Reisen nach Mittel- und Südamerika unternommen. Dort lebt auch ein Teil ihrer Verwandtschaft. Längere Zeit verbrachte sie in Argentinien, einem Land, dessen Menschen, Landschaften und Geschichte sie tief beeindruckt haben. Heute lebt sie - nach Stationen in Irland und Frankreich - mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn in einem kleinen Dorf im Nahetal.
Beiträge
Argentinisches Menü Zutaten: Argentinien im ausgehenden 19. Jahrhundert. Unterdrückung, Gewalt, Prostitution, unmenschliche Arbeitsbedingungen, Intrigen, Armut, Epidemien - aber auch Arbeiter- und Emanzipationsbewegungen, Hoffnung, technischer Fortschritt, humanistischere Estancieros, familiärer Zusammenhalt und Liebe. Junge Frauen auf ihrem schwierigen Weg ins Erwachsenenleben. Mütter, die für ihre Töchter kämpfen und Männer, die sich in die Kategorien "brutaler Widerling" und "Schnuckelchen" aufteilen lassen oder ein bisschen von Beidem in sich vereinen. Traumhafte Beschreibungen des rauen Patagoniens, des Trubels in Buenos Aires, der harten Schönheit der Pampa und einer zauberhaften Flamingolagune. Romantik vermischt mit historischen Fakten und einem kritisch-realistischen Blick auf damalige Verhältnisse. Mein Testessenurteil: Vorweg: Es ist ein außergewöhnlicher Love & Landscape-Roman. Mina, Estella, Marlena, Anna, Blanca, Viktoria, Annelie und alle anderen wachsen schnell ans Leserinnenherz (ihr merkt, das Buch hat eine hohe Bevölkerungsdichte) und in ihren Leben geht es drunter und drüber und doch dröselt sich am Ende alles wie durch ein Wunder auf, um sogleich alle Lebensgeschichten wieder ineinander zu verflechten. Die vielen parallelen Handlungsstränge sorgen einerseits für einen durchweg hohen Spannungsbogen, andererseits aber auch teilweise für immense Verwirrung. Bei der Zahl der Protagonisten wäre meiner Meinung nach Weniger mehr gewesen. Die intensive und doch wie selbstverständliche Einflechtung historischer Begebenheiten, gesellschaftlicher Besonderheiten und Beschreibungen des harten Alltags der Einwanderer Argentiniens hat mich sehr begeistert - eine umfangreiche Recherche wird ebenso deutlich wie die Liebe der Autorin zum Land und zu Details: Das macht den Roman zu etwas Besonderem. Leider muss ich doch noch an einem Punkt herummäkeln: der letzte Teil. Ich empfand ihn gegenüber den vorhergehenden als viel schwächer, es wurde mir leider, leider, leider zu kitschig mit zu vielen Heiratsanträgen, und dabei hatte ich mich bis dahin so über die Kitschfreiheit (Erinnerung: ungewöhnlicher Love & Landscape-Roman) gefreut. Alles in allem ein liebevoll zubereitetes 7-Gänge-Menü im Kerzenschein, definitiv kein Fast Food. Ich hätte vielleicht weniger Leute an meinen Tisch gebeten, aber die Gespräche waren durchweg interessant, es schlichen sich hitzige politisch-gesellschaftliche Diskussionen ebenso wie Liebesschwüre und aufsehenerregende Familienstreitigkeiten ein, bei der eine Person dann leider vom Sicherheitspersonal hinaus eskortiert werden musste.




