Blick ins Buch

Historische Romane

Die Kryptografin

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Über das Buch

Eine junge Frau beim Geheimdienst. Eine Freundschaft zwischen Vertrauen und Verrat.

Nach ihrer Beförderung bei der Organisation Gehlen gerät die junge Margot zunehmend unter Druck. Während sie sich als angehende Ermittlerin beweisen will, wirft die wachsende Verantwortung immer größere Schatten auf ihr Privatleben. Nicht nur ihre zarte Beziehung zu dem Studenten Willi leidet darunter - auch die Freundschaft zu Sue wird auf eine harte Probe gestellt. Denn diese bittet Margot um vertrauliche Informationen, um endlich die große Enthüllungsstory schreiben zu können, die ihr den Durchbruch als Journalistin ermöglichen soll. Als eine Spur zu einer illegalen kommunistischen Druckerei Margot gefährlich nah in Sues Umfeld fühlt, scheint plötzlich alles auf dem Spiel zu stehen, wofür sie gekämpft hat: ihre Karriere, ihre Freundschaft und ihre Liebe …

Dieses Buch ist die Fortsetzung von "Die Kryptografin - Für Träume braucht man Mut" und erzählt Margots weiteren Werdegang beim Geheimdienst.

Editionen (4)

ISBN9783328604129
VerlagPenguin
Erscheinungsdatum10.12.26
Seitenzahl480

Rezensionen & Bewertungen

36 Bewertungen

11 Rezensionen

4,2

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  • nuesli
    nuesli

    143 Follower

    5,0

    Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Eine wirklich tolle Geschichte. Die junge Margot studiert zu Beginn der 50er Jahre Mathematik in München. Durch ihr mathematisches Geschick fällt Sie Ihrem Professor auf, der sie für einen Job beim jungen Deutschen Geheimdienst vorschlägt....

    21. Feb. 2026

  • claudi_liest
    claudi_liest

    40 Follower

    5,0

    Ein toller Roman über eine faszinierende Frau

    Das Buch spielt in der Nachkriegszeit im München der 50er Jahre. Die 20jährige Margot lebt dort mit ihrer Mutter im Haushalt einer Tante. Ihre Familie wurde bei der Flucht aus Pommern auseinandergerissen. Anfang der 50er Jahre war die Rolle der Frau auf Haushalt und Kindererziehung festgelegt. Und genau damit hat Margot gar nichts am Hut. Sie hat einen Studienplatz für Mathematik erhalten und genau das ist ihre Welt. Zahlen sind ihre Freunde und ganz besonders liebt sie die Kryptografie. Hierfür hat sie ein außergewöhnliches Talent, welches in den Vorlesungen immer wieder auffällt. Aufgrund dessen wird dann auch eine Institution, die gerade neu aufgebaut wird, auf sie aufmerksam. Sie wird vom BND angeworben und erhält ein wirklich verlockendes Angebot. Aber dafür müsste sie ihren großen Traum, Professorin zu werden, aufgeben.    Sue ist Näherin und versucht ihre jüngeren Schwestern nach dem Tod der Eltern durchzubringen. Ihr älterer Bruder ist ihr dabei keine Hilfe. Dieser ist beinamputiert aus dem Krieg zurückgekehrt und leidet unter seinen Erinnerungen. Sue arbeitet im gleichen Atelier wie Margots Mutter und so lernen die beiden sich kennen. Auch sie hat einen Traum. Sie möchte Journalistin werden und dann vor allem über die Unterdrückung der Frau und der Arbeiterklasse berichten. Was das angeht, hat sie eine sehr rigorose und kompromisslose Einstellung. Sie verachtet den Kapitalismus und hegt Groll gegen die Oberschicht.   Erzählt wird in zwei verschiedenen Strängen. Einmal aus der Sicht von Margot und einmal aus der Sicht von Sue. So erfährt man viel über die Beiden und erhält einen guten Einblick in Ihre Gedanken und Emotionen. Das ist besonders bei Margot wichtig. Sie hat nämlich eine seltene neurologisch bedingte Eigenschaft. Sie sieht Zahlen, Emotionen ja auch Wochentage und Monate in Farben. Dieses Phänomen nennt man Synästhesie. Sie versucht immer, das geheim zu halten und traut sich nicht, mit jemanden darüber zu sprechen. Sie glaubt, an einer Psychose oder ähnlichem zu leiden und ist so froh, als sie erfährt, dass es sogar einen Namen für dieses Art der Wahrnehmung gibt. Ein interessanter Punkt ist, die Autorin erzählt im Vorwort, dass sie ebenfalls diese Veranlagung hat.   Es war toll, zu lesen, wie sich die Freundschaft der beiden Frauen entwickelt. Sie merken schnell, dass sie sich gegenseitig guttun. Jede träumt „groß“ und das war damals nicht üblich. Er gehörte sich nicht. Ein Spruch, den viele Frauen wohl immer wieder zu hören bekamen. Vom gesellschaftlichen Stand her sind sie schon sehr unterschiedlich, denn Margot geht es finanziell erheblich besser als Sue. Das war für Sue nicht so einfach und man kann schon nachvollziehen oder verstehen, dass sie sich zwar mit Margot freut, aber manchmal auch neidisch auf Margot war. Doch das hat der Freundschaft der beiden keinen Abbruch getan. Sie unterstützen sich gegenseitig und geben sich Halt. Schwierig wird es für die beiden durch den neuen Job von Margot, der sie zu Geheimhaltung verpflichtet. Das führt so weit, das Margot sogar ihre sozialen Kontakte einschränkt. Kann sie sich aus dieser Zwickmühle befreien?   Ein weiterer Protagonist ist Jasper. Er macht Margot den Hof. Er war mir von Anfang an sehr suspekt. Ich finde, er hat narzisstische Züge. Er versucht auf perfide Art und Weise Margot zu manipulieren, ihr sein Weltbild aufzuzwängen. Und darin geht die Frau nicht arbeiten, sondern bekommt Kinder und kümmert sich um deren Erziehung und den Haushalt. Margot muss viel Kraft und auch Mut aufbringen, um sich gegen ihn zu behaupten. Sein Verhalten weckt bei Margot Erinnerungen, die sie lieber verdrängt. Das hängt mit ihrer Flucht zusammen, bei der sie ein traumatisches Erlebnis hatte.   Der Schreibstil von Hanna Aden gefällt mir ausgesprochen gut. Sie erzählt sehr eindringlich und transportiert so auch die Emotionen sehr deutlich.  Die Überschriften der Kapitel haben mich zu Beginn irritiert. Die Nummerierung ergab zunächst keinen Sinn für mich, aber für Mathematiker dürfte die Erklärung kein Problem gewesen sein. Die Überschriften passen zum Thema Synästhesie. Das Ende kam etwas plötzlich. Ich hätte z.B. gerne noch etwas mehr über Sue erfahren, oder wie es für Margot beruflich weitergeht. So hoffe ich doch auf eine Fortsetzung.   Das Buch hat mich wirklich gefesselt. Es ist eine faszinierende Geschichte über die Stellung der Frau in der Nachkriegszeit, über den Wert der Meinungsfreiheit und soziale Ungerechtigkeit. Für mich war es ein Highlight und ich empfehle es sehr gerne.

    Ein toller Roman über eine faszinierende Frau

    28. Jan. 2026

  • antjelovesbooks
    antjelovesbooks

    47 Follower

    4,0

    Eine Zeitreise mit emotionaler Tiefe, spannenden Wendungen und inspirierender Botschaft

    Der Titel allein ist schon wunderbar: „Die Kryptografin – Für Träume braucht man Mut“ von Hanna Aden. Das Buch hat mich in eine Zeit geworfen, die ich selbst nicht kennenlernen konnte. Das Buch fasziniert mich, weil wir das Frauenbild der 50er Jahre in verschiedenen Facetten kennenlernen. Der Roman ist mit einer emotionalen Tiefe geschrieben, hat spannende Wendungen und eine inspirierende Botschaft: Träume sind es wert, verfolgt zu werden – auch wenn der Weg dorthin steinig ist. Damals wie auch heute aktuell. Ich habe so sehr mit den Figuren Margot und Sue mitgefiebert. Sie sind einfach unglaublich authentisch dargestellt und die Geschichte regt zum Nachdenken an – über Mut, über Vertrauen und darüber, was im Leben wirklich zählt. Für mich ist es ein eindrucksvoller historischer Roman. Eine klare Empfehlung für alle, die starke Frauenfiguren und historische Stoffe mögen. Es ist ein wunderbares Buch, das noch ein wenig nachklingt. Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung!

    12. Jan. 2026

3 von 11 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 14330%
buchkuh
buchkuh29. Dez. 2025

Finde das Buch bisher ganz gut und die Protagonisten sind mir sehr sympathisch,so richtig viel ist aber noch gar nicht passiert

Seite 24150%

1 Kommentar verdeckt

Seite 37779%

1 Kommentar verdeckt

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Autorin / Autor

Über Hanna Aden

Hanna Aden wurde 1983 in Heidelberg geboren. Neben ihrem erlernten Beruf als Sonderpädagogin schreibt sie journalistische Texte und Kolumnen für Zeitschriften. Sie war Mitglied der Jury für den DELIA-Literaturpreis. Für ihren ersten Roman I love you, Fräulein Lena ließ sie sich von der Geschichte ihrer Großmutter inspirieren. Im Winter 2025 erscheint mit Die Kryptografin der erste Teil einer weiteren spannenden und emotional berührenden Geschichte aus dem Deutschland der Nachkriegszeit.

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