Die Kolonie

Die Kolonie

Taschenbuch
3.812

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Beschreibung

1971, Provinz Henan, Zentralchina. Die Kulturrevolution hat das Land in einen blutigen Taumel gestürzt. Zusammen mit Millionen anderen wird die Studentin Guo Qiuyun zur Umerziehung auf eine Farm geschickt. Dort begegnet sie ihrer Jugendliebe Yan Zhe wieder, und gemeinsam fassen sie einen ehrgeizigen Plan: Sie wollen ein geheimes Ameisenserum an den Menschen testen, um sie kooperativer zu machen und den blutigen Wirren ein Ende zu setzen …

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Weitere Themen
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
480
Preis
16.50 €

Autorenbeschreibung

Wang Jinkang, Jahrgang 1948, ist zusammen mit Cixin Liu und Han Song einer der »Großen Drei« der chinesischen Science-Fiction. Er hat jahrelang als Ingenieur und Entwickler in der Ölförderindustrie gearbeitet, bis er mit seinen ersten Kurzgeschichten über Nacht berühmt wurde. Seitdem hat Wang Jinkang mehr als 15 Romane und über 80 Erzählungen verfasst, für die er so vielen Preisen wie kaum ein anderer chinesischer Autor ausgezeichnet wurde.

Beiträge

6
Alle
4

Das Buch spielt in China zur Zeit der Kulturrevolution, die der Autor am eigenen Leibe miterlebt hat. Diese Erlebnisse hat er in diesem Buch mit einfließen lassen.

Was wäre wenn es eine Gesellschaft frei von Selbstsucht gäbe? Ist es überhaupt gefahrlos möglich solch eine Gesellschaft zu gründen ? Auch wenn die Idee von Grund auf gut ist, bringt sie doch einige Problematiken mit sich. Das alles wird sehr eindrücklich in diesem Buch geschildert. Yan Zhe und Guo Qiuyun wurden auf eine Farm beordert. Yan Zhe ist der Sohn eines Biologieprofessors und weiß unheimlich viel über Ameisen, dieses Wissen wird in mundgerechte Häppchen in den Roman eingestreut. Wir begleiten das Liebespaar in ihrem Alltag, wie sie Farm arbeiten verrichten oder Gegner der politischen Bewegung bewachen. Eines Tages kommt ans Licht das eine Gruppe von Farm Arbeitern Yan Zhe töten wollen. Also nutzt dieser das von seinem Vater vererbte Ameisenserum um dies zu verhindern. Mit diesem Serum schaffen die beiden eine altruistische kleine Gemeinschaft, die nur am Anfang paradiesisch wirkt und im Chaos enden soll. Wir haben hier einen sehr gesellschaftskritischen Roman, der sich damit auseinandersetzt was passieren könnte wenn man Gott spielt. Und wenn man auch die besten Absichten hegt, alles ganz anders kommen kann als man denkt.

4

Bin erst schwer in das Buch reingekommen. Durch die verschiedenen Namen,die man ja selber nicht so gewohnt ist war es erst mühselig zu lesen. Auch viel geschichtlicher Hintergrund auf den ich erst so nicht vorbereitet war. Im großen und ganzen war das Buch aber informativ und spannend geschrieben. Interessanter Ansatz mit der Ameisenessenz am Menschen zu arbeiten.

5

Diese dystopische Gedankenexperiment konnte mich total begeistern! Wir befinden uns auf einer kleinen Farm in Zentralchina während der Kulturrevolution, auf die intellektuelle Jugendliche zur Umerziehung verdonnert wurden. Das Klima ist toxisch. Alle wollen weg von dem Ort und zurück in die Stadt. Dafür ist ihnen jedes Mittel recht: Kriminalität, Denunziationen und Intrigen stehen auf der Tagesordnung. Vor diesem Setting kommt dem Jugendlichen Yan Zhe die Idee, die Ameisenessenz, die sein Vater, ein gefeierter Entomologe, extrahiert hat, anzuwenden. Mit dieser Essenz werden die Menschen zu altruistischen Arbeiter:innen. Ob das gut gehen kann? Das Buch ist ein Highlight, wenn man keine SF erwartet, sondern weiss, dass wir es hier vielmehr mit einem dystopischen Gedankenexperiment zu tun haben. Mehr zum Buch: https://youtu.be/3G9msVc5DAY

2

Hier habe ich mich schon richtig drauf gefreut laut Klappentext hat es sich nach einem sehr interessanten SciFi Roman angehört. (Das Meisterwerk des Chinesischen SciFi) Der Schreibstil war sehr gut und ich bin auch gleich in der Geschichte drin gewesen. Leider ist dann schnell die Vorfreude gewichen da die "ersten" ca. 170 Seiten nichts mit mit SciFi zu tun hatten. Danach fing dann langsam der spannende Teil an (dachte ich zumindest) leider kam der eigentliche SciFi viel zu kurz und ist mehr oder weniger in den Hintergrund getreten. In meinen Augen ist dieses Buch eher ein Historischer Roman wie es 1971 in China ausgesehen hat mit minimalen SciFi Aspekten. Es wird ausschweifend von 1971, Provinz Henan, Zentralchina geschrieben. Über die Kulturrevolution, über zwei Hauptprotagonisten " Guo Qiuyun" und "Yan Zhe" die zusammen mit Millionen Leuten zur Umerziehung auf Farmen geschickt werden. Alles in allem ist es eine gute Geschichte wenn ich einen Historischen Hintergrund um 1971 in China wissen wollte, mit SciFi wie es beschrieben und ich es mir gewünscht habe hatte es in meinen Augen leider nichts zu tun. Als SciFi Fan absolut keine Leseempfehlung...

3

Es ist für mich eher ein historischer Roman als ein Sci-Fi Roman. Die politischen und sozialen Anregungen des Buches haben mir dennoch Freude bereitet und es war insgesamt sehr kurzweilig.

3

Das Buch hat aber auch echt ewig gebraucht, ehe ich durchgekommen bin und auch irgendwie den Faden, der oft verloren ging, wiederzufinden. "Die Kolonie" von Wang Jinkang vom Bloggerportal erhalten. Ich weiß nicht. Es war mir nicht ganz so möglich, mich in die Geschichte reinzufinden. Dabei ist die Idee echt genial und der zeitliche Faktor auch. Es ist mega spannend mehr über China, die Kulturen und alles, was damit zu tun hat, zu erfahren. Da hatte ich letztes Jahr schon mal die Reihe "Die drei Sonnen" gehabt. Die Ameisen, die vorkommen, sind natürlich keine richten Ameisen. Es ist eher das, was die Menschen als "Serum" bekommen, um auf der Farm wie fleißige kleine Ameisen zu agieren. Doch nicht alle. Es gibt auch welche, die ein wenig immun sind ... Eine Liebesgeschichte, die verboten ist, gibt es auch ... Die fand ich echt gut. Aber kam schon zu kurz. Alles in allem war es ein Buch, was vielleicht für mich einfach ungeeignet war. Aber ich bin mir wirklich sicher, dass es Lesende gibt, die genau das suchen. SciFi mit Kultur, Geschichte und chinesischem Hintergrund. Was davon alles wahr ist, kann ich nicht sagen. Wirklich nicht. Aber an sich ist es daher auch interessant. Nur eben nicht für mich. Ich habe daraus gelernt und finde, es war eine schöne Erfahrung ...

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