Die Kinder des Saturn
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Charles Stross, geboren 1964 im englischen Leeds, studierte Pharmakologie und Computerwissenschaften und arbeitete in vielen unterschiedlichen Berufen, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er gilt als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren unserer Zeit, seine Romane »Accelerando« und »Glashaus« wurden zu internationalen Bestsellern.
Beiträge
Puh, was ein Ritt. Der Klappentext ist zugleich irreführend als auch Exposition - wer glaubt, hier kämen Menschen vor, irrt. Gleichzeitig haben sie eine riesige Rolle, die immer wieder dadurch betont wird, dass Freya, die Protagonistin und Sexrobot, ständig in ihren Gedankenschleifen festhängt, dass sie ja nur dafür geschaffen wurde, einem Menschen zu Willen zu sein, wie sehr sie sich nach ihm sehnt, wie willenlos sie schon eine Maschine macht, die nur menschenähnlich ist. Leider hat das Buch eine ganze Menge dieser Denkabschnitte, sich wiederholender Monologe, ausgeschwitzte "Körper"flüssigkeiten und Maschinensex. In den Mix geworfen werden dann noch lange Abschnitte mit Erklärungen über irgendwelche Technologien, vorzugsweise dann, wenn es Stross gerade gelungen war, bei der Handlung Spannung aufzubringen. Aufs Wesentliche runtergebrochen könnte der Plot interessant sein, mit vielen Wendungen und Überraschungen. Leider kam hier einfach zu viel des Guten. Ich zähle mich zu den aufmerksamen Lesern, die nicht viele Details übersehen und man hat mich noch nie dumm genannt - aber irgendwo zwischen der Hälfte und zwei Dritteln des Buches hatte ich ständige "Häh?"-Momente. Dass nicht nur Freyas Sippe durch Austausch von Seelenchips und körperlichen Veränderungen die Identität wechseln kann, sondern auch noch die Jeeves-Brüder, führt zu so einiger Verwirrung. Zudem gelingt es Stross einfach nicht, irgendetwas davon rechtzeitig einzuführen und subtile Hinweise zu geben, um den Leser zu den Offenbarungen zu führen. Bis er es dann niederschreibt, tappt man einfach im Dunkeln, es gibt keinen einzigen Moment von "oh, das hätte ich kommen sehen müssen". So gesehen sehr schlechtes Storytelling und die schiere Menge von Robotersex reißt es für mich da nicht heraus, eher im Gegenteil. Das Maß an Ungläubigkeit, das ich beim Lesen verspürte, war dann erreicht, als auf Seite 427 folgendes kam: "Hört mal, wollt ihr wirklich eine detaillierte Beschreibung der folgenden Vorgänge? Wollt ihr wirklich wissen, wie es ist, wenn zwei Sexroboter es so miteinander treiben wie ein Schimpansenpärchen, das einen Tag Freigang aus einem nach Geschlechtern getrennten Gehege erhält? Und all das vor einem Publikum aus dekadenten Aristos? Wie bitte? Ihr müsst schon lauter sprechen, wenn ich euch verstehen soll. Und versucht mal, nicht ganz so schwer zu atmen ... Was seid ihr überhaupt? Irgendwelche Voyeure? Verpisst euch!" Mister Stross, Sie haben das gesamte Buch über Sexszenen eingestreut, die unnötig und sehr, sehr abstrus waren. Ich erinnere mich da nur an diese Raumfahrtszene mit der Kabine und dem Aufzug, die ... ähm ja. Vielleicht kommt es, wenn man einen weiblichen Sexroboter als Hauptfigur nimmt, irgendwie mit dazu, dass man etwas ausschweift. Aber dann gibt es die eine, wirklich plotrelevante Szene, in der Freya Sex haben muss um ihr Leben zu retten, und das überspringen Sie? Das ist faul und mir absolut unverständlich. Allerdings passt es in den Gesamteindruck des Buches, in dem auf Charaktere und Plot nicht sehr viel Wert gelegt wird. Noch ein letzter Hinweis zur Übersetzung: Wortspiele sind immer schwer zu übernehmen. Das dann aber mit einigen technischen Anmerkungen in den Anhang zu packen, halte ich für völlig unsinnig. Dahin habe ich nämlich erst nach Beenden des Buches geblättert, nachdem es mich schon gar nicht mehr interessiert hat, wie einzelne Kapitel hießen oder was eventuell wo eine Anspielung war. Fazit: Keine Leseempfehlung. Es sei denn, ihr habt einen Robotersexfetisch.
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Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Charles Stross, geboren 1964 im englischen Leeds, studierte Pharmakologie und Computerwissenschaften und arbeitete in vielen unterschiedlichen Berufen, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er gilt als einer der bedeutendsten Science-Fiction-Autoren unserer Zeit, seine Romane »Accelerando« und »Glashaus« wurden zu internationalen Bestsellern.
Beiträge
Puh, was ein Ritt. Der Klappentext ist zugleich irreführend als auch Exposition - wer glaubt, hier kämen Menschen vor, irrt. Gleichzeitig haben sie eine riesige Rolle, die immer wieder dadurch betont wird, dass Freya, die Protagonistin und Sexrobot, ständig in ihren Gedankenschleifen festhängt, dass sie ja nur dafür geschaffen wurde, einem Menschen zu Willen zu sein, wie sehr sie sich nach ihm sehnt, wie willenlos sie schon eine Maschine macht, die nur menschenähnlich ist. Leider hat das Buch eine ganze Menge dieser Denkabschnitte, sich wiederholender Monologe, ausgeschwitzte "Körper"flüssigkeiten und Maschinensex. In den Mix geworfen werden dann noch lange Abschnitte mit Erklärungen über irgendwelche Technologien, vorzugsweise dann, wenn es Stross gerade gelungen war, bei der Handlung Spannung aufzubringen. Aufs Wesentliche runtergebrochen könnte der Plot interessant sein, mit vielen Wendungen und Überraschungen. Leider kam hier einfach zu viel des Guten. Ich zähle mich zu den aufmerksamen Lesern, die nicht viele Details übersehen und man hat mich noch nie dumm genannt - aber irgendwo zwischen der Hälfte und zwei Dritteln des Buches hatte ich ständige "Häh?"-Momente. Dass nicht nur Freyas Sippe durch Austausch von Seelenchips und körperlichen Veränderungen die Identität wechseln kann, sondern auch noch die Jeeves-Brüder, führt zu so einiger Verwirrung. Zudem gelingt es Stross einfach nicht, irgendetwas davon rechtzeitig einzuführen und subtile Hinweise zu geben, um den Leser zu den Offenbarungen zu führen. Bis er es dann niederschreibt, tappt man einfach im Dunkeln, es gibt keinen einzigen Moment von "oh, das hätte ich kommen sehen müssen". So gesehen sehr schlechtes Storytelling und die schiere Menge von Robotersex reißt es für mich da nicht heraus, eher im Gegenteil. Das Maß an Ungläubigkeit, das ich beim Lesen verspürte, war dann erreicht, als auf Seite 427 folgendes kam: "Hört mal, wollt ihr wirklich eine detaillierte Beschreibung der folgenden Vorgänge? Wollt ihr wirklich wissen, wie es ist, wenn zwei Sexroboter es so miteinander treiben wie ein Schimpansenpärchen, das einen Tag Freigang aus einem nach Geschlechtern getrennten Gehege erhält? Und all das vor einem Publikum aus dekadenten Aristos? Wie bitte? Ihr müsst schon lauter sprechen, wenn ich euch verstehen soll. Und versucht mal, nicht ganz so schwer zu atmen ... Was seid ihr überhaupt? Irgendwelche Voyeure? Verpisst euch!" Mister Stross, Sie haben das gesamte Buch über Sexszenen eingestreut, die unnötig und sehr, sehr abstrus waren. Ich erinnere mich da nur an diese Raumfahrtszene mit der Kabine und dem Aufzug, die ... ähm ja. Vielleicht kommt es, wenn man einen weiblichen Sexroboter als Hauptfigur nimmt, irgendwie mit dazu, dass man etwas ausschweift. Aber dann gibt es die eine, wirklich plotrelevante Szene, in der Freya Sex haben muss um ihr Leben zu retten, und das überspringen Sie? Das ist faul und mir absolut unverständlich. Allerdings passt es in den Gesamteindruck des Buches, in dem auf Charaktere und Plot nicht sehr viel Wert gelegt wird. Noch ein letzter Hinweis zur Übersetzung: Wortspiele sind immer schwer zu übernehmen. Das dann aber mit einigen technischen Anmerkungen in den Anhang zu packen, halte ich für völlig unsinnig. Dahin habe ich nämlich erst nach Beenden des Buches geblättert, nachdem es mich schon gar nicht mehr interessiert hat, wie einzelne Kapitel hießen oder was eventuell wo eine Anspielung war. Fazit: Keine Leseempfehlung. Es sei denn, ihr habt einen Robotersexfetisch.




