Die Karawane

Die Karawane

Taschenbuch
3.02

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Beschreibung

Galsan Tschinag, Stammesoberhaupt tuwinischer Nomaden, erfüllt sich 1995 einen Traum: Über zweitausend Kilometer führt er einen Teil seines in den Sechzigerjahren zwangsumgesiedelten Volkes zurück, zu den Weideflächen und Jagdgebieten im Hohen Altai. Ganze Generationen ziehen in einer biblisch anmutenden Karawane mit schwer beladenen Kamelen über schroffe Berge und durch karge Steppen nach Westen, um die ursprüngliche Lebensweise als Nomaden wieder aufzunehmen.

In Geschichten und Tagebuchnotizen berichtet Galsan Tschinag von der Verwirklichung seines Traums mit ungewissem Ausgang.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
192
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Galsan Tschinag, geboren 26.12.1943 in der Westmongolei, ist Stammesoberhaupt der turksprachigen Tuwa. Von 1962 bis 1968 studierte er Germanistik in Leipzig, seither schreibt er viele seiner Werke auf Deutsch. Er lebt den größten Teil des Jahres in der Landeshauptstadt Ulaanbaatar und verbringt die restlichen Monate abwechselnd als Nomade in seiner Sippe im Altai und auf Lesereisen im Ausland. Galsan Tschinag wurde mit vielen Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz, geehrt.

Beiträge

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Alle
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Es handelt sich nicht im klassischen Sinne um einen Roman, eher um lose zusammenhängende Prosa mit dem erklärten Schwerpunkt der Tagebuchnotizen des Autors, welche die Ereignisse bruchstückhaft dokumentieren. Bei allem Wissenswerten und Interessanten was ich hier von der ersten Seite an erfahre, fällt mir doch eines an der Erzählweise des Autors immer stärker auf: Er hat ein sehr negatives Bild von Menschen, sowie von Mongolen bzw. "seinem Volk", insbesondere dem männlichen Teil. Das mag in Anbetracht der Zeit und den wechselhaften Erfahrungen nachvollziehbar sein, doch es zieht sich dermaßen durch alle Zeilen und Seiten und hat etwas dermaßen Nachtretendes, Kleinliches und Missgünstiges, dass mir der Chronist der Ereignisse mit der Zeit immer unsympathischer wurde. Dabei kamen mir einige seiner Probleme (nach drei Wochen Mongoleierfahrung!) wie der exzessive Alkoholgenuss bekannt vor, andere Dinge, wie seine Beschreibung all der schlechten, gierigen Menschen sowie die allgegenwärtige Kriminalität kann ich nicht bestätigen. Das kann natürlich an der Kürze unserer Zeit hier wie auch der generell ganz anderen Zeit in der wir hier aufschlugen, liegen. Dennoch schreit alles in mir an gegen diese herablassende Beschreibung von Menschen, auch wenn sie noch so oft von Erfahrungen getränkt wurden ist. Nein, das behagt mir einfach nicht. Kein Mensch mit dem ich mich gerne auf ein Bier treffen würde. Trotzdem ein eindrucksvolle Geschichte durch die man trotz der Kürze des Textes einiges über dieses einzigartige Land erfahren kann.

3

Informativ für Personen, die sich für die nomadische Lebensweise der Steppenvölker interessieren, und bietet Einblicke in die Zeit kommunistischen Einflusses in der Mongolei und deren späterer Niedergang. Etwa ab der Mitte etwas fragmentiert und daher teilweise nicht stringent. Eigentlich eine 3.5.

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