Die Inseln über dem Winde

Die Inseln über dem Winde

Hardcover
4.01

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Beschreibung

Einen Sommer lang fährt Lafcadio Hearn als Passagier eines Dampfschiffs auf den Kleinen Antillen von Insel zu Insel. Zurück in New York, verarbeitet er seine Notizen zu einem Reisebericht von exotischer Sinnlichkeit, zu einem Wortgemälde von intensiver Leuchtkraft. Mit einem frappanten Gespür für Farben, Formen und Gerüche, mit der staunenden Neugier des Verliebten und dem genauen Blick des Journalisten versucht er jedes noch so kleine Detail sprachlich zu fassen. Wieder und wieder begeistert er sich daran, die geringfügigsten Unterschiede im Immergleichen der Landschaft und des Tropenalltags zu beschreiben. Dabei behält er stets die sozialen Verhältnisse, die Menschen und ihre Eigenarten, ihre Gewohnheiten und Bräuche im Blick: Es ist eine Welt blühenden Niedergangs nach einer langen und leidvollen Geschichte kolonialer Verwerfungen. Hearn will bewahren, was er sieht, weil er weiß, dass es nicht von Dauer ist. Nach Abschluss seines Reiseberichts kehrt er für knapp zwei Jahre nach St. Pierre, Martinique, zurück. 15 Jahre später, da lebt er längst in Japan, ist das »Paris der Karibik« nach einem Vulkanausbruch fast vollständig zerstört.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
144
Preis
20.00 €

Autorenbeschreibung

Lafcadio Hearn, 1850 als Sohn einer Griechin und eines Iren auf Lefkas geboren, wuchs bei Verwandten in England auf, ehe er als junger Mann mittellos nach Amerika geschickt wurde. Er lebte als Journalist und Autor in Cincinnati und New Orleans, später in New York, dazwischen länger auf den französischen Antillen. 1890 wurde er als Korrespondent nach Japan entsandt. Er heiratete eine Japanerin, nahm die japanische Staatsbürgerschaft an und arbeitete zunächst als Lehrer, später als Professor für englische Literatur in Tokio, wo er 1904 starb.

Beiträge

1
Alle
4

Eine literarische Farbenreise

Wir begleiten Hearn in diesem Reisebericht auf seiner zweimonatigen Rundreise von Nordamerika über die kleinen Antillen( oder eben "Inseln über dem Winde") an die nördliche Küste Südamerikas und wieder zurück. Dabei beschreibt er vor Allem die Farben die er sowohl im Wasser, der Natur, als auch in den Städten und der Hautfarbe der Menschen und deren Kleidern sieht. Kein sehr abenteuerlicher Reisebericht, wie das etwa bei Mordaunt der Fall war, aber dennoch lesenswert. Etwas unangenehm fühlen sich seine Ausführungen über die verschiedenen "Rassen" und "Mischlingsstufen" an. Bedenkt man aber den historischen Kontext, so erscheint es doch sehr differenziert und für die Zeit nicht ganz so ignorant, besonders im letzten Teil seines Berichts. Die beiden Karten am Anfang und Ende des Buches sind eine sehr schöne Ergänzung zur Orientierung und Illustration.

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