Die Hebamme

Die Hebamme

Hardcover
3.818
ErinnerungLiebesromanFrauenromanBiografie

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Großartiges Porträt einer mutigen Frau Marta Kristine Andersdatter Nesje, die Ururgroßmutter des Autors, ging 1821 zu Fuß 600 km von der Westküste Norwegens nach Christiania, um Hebamme zu werden. Danach übte sie ihren Beruf fünfzig Jahre lang am Romsdalfjord aus und verfolgte beharrlich ihr Ziel, Frauen zu helfen – wobei sie lange gegen Misstrauen und Armut ankämpfen musste. Edvard Hoem lässt Marta Kristine mit enormer dichterischer Kraft hervortreten. Er erzählt feinfühlig von ihrer tiefen Liebe zu Hans, ihrem Lebensalltag mit elf Kindern und von den unzähligen Hebammenfahrten über den Fjord. Das Bild einer ganzen Epoche, einer Landschaft – und insbesondere des Hebammenberufs vor 200 Jahren – tritt atmosphärisch und detailgetreu hervor. Das Einfache dieses Lebens und die Zuversicht der Charaktere vermögen uns gerade heute besonders zu berühren.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Memoiren
Format
Hardcover
Seitenzahl
336
Preis
28.80 €

Autorenbeschreibung

Edvard Hoem, geboren 1949 in der Nähe von Molde, ist einer der führenden norwegischen Schriftsteller. Seit fünf Jahrzehnten veröffentlicht er Romane, Dramen, Gedichte und Übersetzungen, für die er u.a. mit dem renommierten Ibsen-Preis ausgezeichnet wurde. 2020 wurde er für seine Verdienste um die norwegische Literatur zum Kommandeur des Sankt-Olav-Ordens ernannt und avancierte in den letzten Jahren mit seinen historischen Romanen zum Bestseller-Autor.

Beiträge

8
Alle
5

Das war aber schön. Ich mag historische Bücher, wenn man sich mittendrin fühlt in dieser Zeit und das ist hier ganz hervorragend gelungen. Es geht um Stine, die sich mit Hilfe ihrer Hebammenausbildung ein Stück Unabhängigkeit schafft. Gleichzeitig geht es um Hans, dessen Kriegserfahrungen ihn und seine Familie nachhaltig prägen – in Form von Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen, für die es damals natürlich weder eine Bezeichnung noch eine Behandlung gab. Und es geht um den bäuerlichen Alltag der Bewohner am Fjord in Norwegen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, über den der Leser viel erfährt. Der Schreibstil war flüssig und genau passend zum Inhalt des Buches. Ich mochte jede Seite dieses Buches und freue mich, dass ich es entdeckt habe!

2.5

Ein seltsames Buch. Einerseits ist die Geschichte von Hebammen-Stine spannend und fesselt einen, andererseits ist die Sprache irgendwie fremd und schafft eine Distanz. Einige Stellen erschienen mir unnötig lang, aber trotzdem hat mich das Buch beeindruckt.

5

Ein völlig anderes Leben…

…eine völlig andere Zeit und ein völlig anderes Land…auf jeden Fall empfehlenswert…ein sehr schöner und flüssiger Schreibstil. Ich habe nie den Faden verloren und habe richtig mitgefiebert…am Ende sogar vor Rührung ein paar Tränen vergossen…🥲 sehr sehr schön 🥰 muss mal schauen was es da sonst noch so von dem Autor gibt 😎

5

Ungewöhnliches (gutes) Zeitportrait

Edvard Hoem erzählt die Geschichte seiner Ururgroßmutter Marta Kristine, die eine der ersten Hebammen Norwegens war. Die Stärke des Buches ist, dass man das Gefühl hat, ein authentisches Dokument des harten Lebens der einfachen Bevölkerung in den Fjorden zu lesen und dabei steht auch noch eine starke Frau im Mittelpunkt, die versucht, ihren Weg in diesem Leben zu finden. Spannend ist aus heutiger Sicht auf den Umgang mit z.B. Trauma zu schauen, wofür es damals nicht mal eine Bezeichnung gab. An einigen Stellen tritt auch die Recherche des Autors zu seiner Familie in Erscheinung, denn er lässt nebenbei einfließen, welche Ereignisse schriftlich dokumentiert und heute sicherlich in Archiven zu finden sind. Man muss sich bewusst sein, dass das Buch sehr nüchtern geschrieben ist. Ich hatte trotzdem das Gefühl, der Protagonistin auch nahe zu sein und war immer gespannt, welchen Weg sie einschlagen wird. Ein absolutes Lesehighlight!

4

Ein sehr akribisch recherchierter Roman über das Leben seiner Urahnin. Ich fand sehr faszinierend, was für eine moderne Ehe Stine und Hans schon vor 200 Jahren geführt haben. Sie waren einander die große Liebe und haben zusammen 11 Kinder bekommen. Trotzdem durfte Stine sich ihren großen Wunsch erfüllen und ist 600 km in das heutige Oslo gelaufen um dort die Hebammenschule zu besuchen. Sicher gibt es auch ein paar kleine Längen, trotzdem fand ich das Buch sehr interessant und auch informativ.

4

🇳🇴🏔🤰 "Die Hebamme" liest sich mehr wie eine Biographie (was es in großen Teilen wohl auch ist) als wie ein Roman im eigentlichen Sinne. Nüchtern, pragmatisch und unaufgeregt geschrieben, bietet es trotzdem sehr interessante Einblicke in das ländliche Leben in Norwegen Anfang bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Zeiten waren hart und entbehrungsreich, da war nicht viel Platz für Sentimentalität und Gejammer. Das bringt dieses Buch meiner Ansicht nach sehr gut auf den Punkt. Mir hat es gut gefallen. 👍

2

Zuallererst möchte ich die Recherchearbeit des Autors anerkenne, der wirklich versucht hat möglichst viel über seine Vorfahrin herauszufinden und dabei sicher keine Mühen gescheut hat. Leider hat er darüber hinaus vergessen dass das ein Roman werden soll. Und so ist es eine Aneinanderreihung von historischen Aufzeichnungen (Erbschaften, Geburten, Kaufverträgen,...) mit einer Handlung dazwischen. Man findet nicht in die Charaktere und die Geschichte. Schlussendlich weiß man viel über die ländliche Bevölkerung Norwegens des 19. Jahrhunderts, aber ein Sachbuch wäre die bessere Wahl gewesen um diese Informationen aufzuarbeiten

3

Interessante Schauplätze, spielt im 18. Jahrhundert. Gibt leider eher selten Anlass zum weiterlesen, etwas monoton. Tolle Einsichten in die Hebammen -Kunst früherer Zeiten.

Beitrag erstellen