Die geheimnisvolle Miss Serena

Die geheimnisvolle Miss Serena

Taschenbuch
3.34

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Beschreibung

London 1817: Serena hat eine große Leidenschaft: die Kunst. Doch als ihr Kunstlehrer sie belästigt, ist sie außerstande, weiterhin zu malen. Sie verlässt London, um Zeit mit ihrer Schwester auf dem Land zu verbringen, wo sie Henry, den Erben des Grafen von Bevington, kennenlernt. Die beiden entwickeln schnell eine tiefe Verbindung zueinander. Doch beide tragen ein Geheimnis in sich, das ihnen im Weg steht ... Sollte es für sie dennoch eine Chance geben, ihre große Liebe zu verwirklichen?

Buchinformationen

Haupt-Genre
Liebesromane
Sub-Genre
Historisch
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
400
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Carolyn Miller lebt in New South Wales in Australien. Sie ist verheiratet, hat vier Kinder und liebt es, zu lesen und Bücher zu schreiben. Ihre Romane handeln von Vergebung, Liebe und anderen Herausforderungen. Millers Lieblingsautorin ist natürlich Jane Austen. www.carolynmillerauthor.com

Beiträge

3
Alle
3

Eine etwas langatmiger Roman über Liebe, Vergebung und Vertrauen. London 1817

4

Historischer Roman mit modernen fraulichen Themen

Genau wie die ersten vier Bücher von Carolyn Miller ist auch dieses leicht lesbar, fesselnd und lose mit ihnen verbunden. Für mich vereinten sich in diesem Buch mehrere historische Filme und Serien in einem. Es gab Szenen, die erinnerten mich etwas an Stolz und Vorurteil, andere an Downtown Abby und die ein oder andere sogar an Bridgerton. In diesem Buch geht es um Serena, die jüngere Schwester von Catherine aus „Die wunderbare Miss Winthrop“. Sie ist künstlerisch sehr begabt. Auf der Schule, in die sie als eine adliges, junges, talentiertes und wohlhabendes Mädchen hing, wurde sie von ihrem Kunstlehrer sexuell bedrängt und entwickelte daraus Männern gegenüber eine gewisse Scheu. Sie wird als zurückhaltend, sagar distanziert, beschrieben, aber auch als fürsorglich, aufmerksam und keck. Irgendwo konnte ich ihre Schüchternheit und Distanziertheit den Männern gegenüber verstehen und nachvollziehen. Und doch habe ich mir gewünscht, dass sie mehr aus ihrer Reserviertheit gekommen wäre. Henry ist ein guter Freund von Jon, Jonathan, Serenas Schwager. Er ist der Titelerbe eines Grafen, ein richtiger Lebemann, der das Leben nicht wirklich ernst nimmt. Lebt ausschweifend, flirtet was das Zeug hält und zu einem Glücksspiel sagt er nicht nein. Doch das ist nur Schein, denn tief in sich sehnt er sich nach mehr. Er möchte anders wahrgenommen werden als das, was er vorgibt, zu sein. Als Serena Henry kennenlernt, hat sie ihm gegenüber sofort ein Vorurteil. Im Verlauf der Geschichte lernt sie ihn besser kennen und erkennt, dass er anders ist, als er sich gibt. Aber auch Henry kommt dahinter, weshalb Serena Männern gegenüber distanziert ist und geht sehr sorgsam mit ihr um. Die Liebesgeschichte zwischen ihnen zieht sich hin, was das Lesen aber nicht beeinträchtigte. In diesen historischen Roman hat Carolyn moderne, frauliche Themen eingebaut. Auch in diesem Buch ist der Glaube an Gott präsent, wie dem Leser aus den vorherigen Büchern schon bekannt, glaubt die Frau an Gott und hat eine innige Beziehung zu ihm. Der Mann hingegen weniger bis gar nicht, erst im Verlauf des Buches entwickeln er eine Beziehung zu Gott. Auch wenn mich die Geschichte von Serena und Henry nicht so in den Bann zog wie das erste Buch, das ich von Carolyn Miller gelesen habe, so kann ich es trotzdem weiterempfehlen.

3

Dies ist mittlerweile schon der 5.Band der Regency- Reihe, in denen es um die Hawkesburys und Winthrops geht. Nachdem man im 4.Teil schon einige Einblicke in die familiären Verhältnisse der Familie Winthrop erhalten hat, erhält nun Catherines Schwester Miss Serena ihre ganz persönliche Geschichte. Eine junge, leidenschaftliche Künstlerin, die allerdings durch einen Vorfall an dem berühmten Bildungsinternat für junge Damen von Miss Haverstock erstmal zu ihrer Schwester und ihrem Mann Jon flüchtet. Die liebevolle Art, wie Jon mit seiner Frau aber auch mit seiner Schwägerin umgeht hat mich hier ganz besonders begeistert. Feinfühlig, rücksichtsvoll und mit viel Verständnis versucht er die zu schützen, die ihm etwas bedeuten. Während sie eine Einladung auf dem Anwesen der Bevingtons annehmen, lernt Serena den künftigen Erben Henry kennen. Fasziniert von der malerischen Landschaft, der herzlichen, verschmitzten Art der Großmutter und Henrys Schwester Melanie, die kein Blatt vor den Mund nimmt, wird ihr Herz ordentlich auf die Probe gestellt. Henrys Charakter entspricht nämlich durch seine Laster und seinem Verhalten nicht unbedingt dem, was sie sich als künftigen Ehemann vorstellt. Allerdings sorgen überraschenderweise Melanies beide Kinder Ellie und Tom dafür, dass die Erwachsenen etwas umdenken lernen und die beiden sind für mich die echten Helden dieser Geschichte. Dieser Roman ist ein wenig anders, als man es bislang gewohnt war. Die Autorin spielt mit einer gewissen Spannungshaltung, wirft Andeutungen in den Raum, die erst wesentlich später zur Aufklärung kommen. Es dauert eine Weile, bis man in die Handlung findet, teilweise war die Art der Protagonisten ziemlich unkonventionell und wirkte oft überraschend. Miss Serena war für mich etwas gewöhnungsbedürftig, weil sie einerseits sehr direkt und forsch sein konnte, andererseits aber wie ein verschüchtertes Mädchen mit vielen Selbstzweifeln wirkte. Dennoch gab es etliche humorvolle Dialoge, die trotz der trüben Stimmung etwas Lockerheit und Schwung brachte. Durch die vielen Namen muss man sich erst ein wenig in die Geschichte einfinden, speziell auch was die Titel betrifft. Doch die Übersicht am Anfang ist dabei sehr hilfreich. Zu beobachten, wie die jeweiligen Familienmitglieder für sich persönlich an ihrem Glauben und Vertrauen zu Gott gearbeitet haben, wie sie mit Zweifeln umgegangen sind und persönliche Änderungen festgestellt haben, hat mir gut gefallen. Zu spüren, wie man umdenken lernt, wie man mit Lastern und Fehlern umgeht, indem man sich intensiv mit Gottes Eigenschaften beschäftigt, aber auch in seiner Umgebung die Wirkungskraft Gottes in der Natur und in der Schönheit der Kunst sehen kann, hat mich doch sehr berührt. So fließen Bibelzitate mit ein, die wirklich passend in die Handlung integriert sind, auch für einen selbst absolut wertvoll sind und man sie sofort auch auf sich bezieht. Auch wenn sich die Handlung ein wenig in die Länge zog, man sich an die Einbindung von eher moderneren gesundheitlichen Umständen gewöhnen musste und es mir am Ende ein klein wenig zu kitschig war, ist es eine unterhaltsame Reihe mit interessanten Charakteren, die eben nicht nur durchgehend sympathisch sind, sondern auch ihre speziellen Eigenheiten haben, ab und zu auch eine ziemliche Herausforderung sind. Für mich waren Jon, Henrys Großmutter und die beiden Kinder meine besonderen Favoriten und auch wenn die Erzählung mich nicht ganz so sehr fesseln konnte, wie die anderen Teile ist sie dennoch lesenswert.

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