Die Gedichte
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Beschreibung
Bekannt ist Till Lindemann vor allem als Sänger (und Texter) der Band »Rammstein«. Weniger bekannt ist, dass er unabhängig davon seit über 20 Jahren Lyrik schreibt – Gedichte, von denen zwar einige zu Songs geworden sind, die aber als Gedichte ihr ganz eigenes Leben haben. So sind in den letzten 10 Jahren zwei Gedichtbände erschienen (»Messer«, 2005, und »In stillen Nächten«, 2013), die nun in einer Taschenbuchausgabe zum ersten Mal gemeinsam vorliegen. Höchst erstaunlich klingen diese oft fast beiläufig daherkommenden, dabei aber rhythmisch und musikalisch genauestens gebauten Texte, in denen ein abgründiges, reizbares, verletzliches lyrisches Ich in eine intime Zwiesprache mit dem Leser tritt. Darunter sind Gedichte, die – wie der Herausgeber von »In stillen Nächten«, Alexander Gorkow, schreibt – »klingen wie in kalten Nächten aus dem Eis gekratzt«, aber auch solche voller Wehmut, Sehnsucht und Gefühlsinnigkeit. Die Motive umkreisen die Abgründe der Existenz, den Hunger des Begehrens, den Körper, den Schmerz, die Lust, die Komik und Tragik der Kommunikation, die Einsamkeit und Gewalt. Der Band enthält neben den Gedichten als Illustrationen eine Reihe von Schwarz-Weiß-Zeichnungen des Künstlers Matthias Matthies.
Buchinformationen
Beiträge
Wie auch bei den Rammstein-Texten: Die Symbiose aus größter Primitivität und Tiefe. Manchem werden einige der Gedichte wie Pipi-Kacka-Humor vorkommen. Doch gerade in der primitiven Härte kann man den nihilistischen Unterton spüren, aus dem sie geboren sind. Die Texte sind psychologisch: sie entlarven einen Menschen mit all seinem “Bösen”, all seinem Fetisch, seiner Einsamkeit und Depression. Über diese dionysischen Abgründe springt immer wieder der Tänzer, der im schönen Schein seine Heiterkeit behält. Wer ist es nur der mit mir spricht du bist es leider leider nicht das Worte sich im Munde wälzt oh Gott ich rede mit mir selbst (S. 149)
Beschreibung
Bekannt ist Till Lindemann vor allem als Sänger (und Texter) der Band »Rammstein«. Weniger bekannt ist, dass er unabhängig davon seit über 20 Jahren Lyrik schreibt – Gedichte, von denen zwar einige zu Songs geworden sind, die aber als Gedichte ihr ganz eigenes Leben haben. So sind in den letzten 10 Jahren zwei Gedichtbände erschienen (»Messer«, 2005, und »In stillen Nächten«, 2013), die nun in einer Taschenbuchausgabe zum ersten Mal gemeinsam vorliegen. Höchst erstaunlich klingen diese oft fast beiläufig daherkommenden, dabei aber rhythmisch und musikalisch genauestens gebauten Texte, in denen ein abgründiges, reizbares, verletzliches lyrisches Ich in eine intime Zwiesprache mit dem Leser tritt. Darunter sind Gedichte, die – wie der Herausgeber von »In stillen Nächten«, Alexander Gorkow, schreibt – »klingen wie in kalten Nächten aus dem Eis gekratzt«, aber auch solche voller Wehmut, Sehnsucht und Gefühlsinnigkeit. Die Motive umkreisen die Abgründe der Existenz, den Hunger des Begehrens, den Körper, den Schmerz, die Lust, die Komik und Tragik der Kommunikation, die Einsamkeit und Gewalt. Der Band enthält neben den Gedichten als Illustrationen eine Reihe von Schwarz-Weiß-Zeichnungen des Künstlers Matthias Matthies.
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Wie auch bei den Rammstein-Texten: Die Symbiose aus größter Primitivität und Tiefe. Manchem werden einige der Gedichte wie Pipi-Kacka-Humor vorkommen. Doch gerade in der primitiven Härte kann man den nihilistischen Unterton spüren, aus dem sie geboren sind. Die Texte sind psychologisch: sie entlarven einen Menschen mit all seinem “Bösen”, all seinem Fetisch, seiner Einsamkeit und Depression. Über diese dionysischen Abgründe springt immer wieder der Tänzer, der im schönen Schein seine Heiterkeit behält. Wer ist es nur der mit mir spricht du bist es leider leider nicht das Worte sich im Munde wälzt oh Gott ich rede mit mir selbst (S. 149)





