Die Gärtnerin von Venedig
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Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jana Revedin ist Architektin und Architekturtheoretikerin. Mit der Veröffentlichung ihres Debutromans Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus (Dumont 2018), der ein literarisches Ereignis und Spiegel-Bestseller war, hat die Architekturprofessorin und Bauhaus-Expertin die Schriftstellerei zu ihrem Lebensauftrag gemacht. Es folgten drei weitere Romane zu großen Protagonistinnen in Architektur, Kunst und Kultur, die die Geschichte ausgelöscht hat: Margherita (Aufbau 2020 – Spiegel-Bestseller), Flucht nach Patagonien (Aufbau 2021) und Der Frühling ist in den Bäumen (Aufbau 2023). In Die Gärtnerin von Venedig erzählt Jana Revedin, die in Wernberg und Venedig lebt, eine wahre Geschichte aus ihrer geliebten Wahlheimat.
Beiträge
Ich habe mir als Venedig-Freundin von diesem Buch viel erwartet, und wurde doch enttäuscht: Eine durchschnittliche Geschichte mit ebenso durchschnittlichen Charakteren. Allein die Passagen, in denen das Ambiente von Venedig im Mittelpunkt steht, haben mich einigermaßen zufrieden gestellt. Aus meiner Sicht keine absolute Empfehlung!
Die wunderbare Geschichte einer jungen Frau, die sich erst einmal selbst finden muss. Eine wunderbare Stadt und deren Natur, für die es sich zu kämpfen lohnt.
In Venedig war ich noch nie, und ich schwör euch, ein Besuch dieser Stadt muss nach dem Lesen dieses Buches unbedingt nachgeholt werden! Es ist der 2. November und es ist nebelig. Nur wenige Menschen sind unterwegs. Unter anderem Eri mit der alten Leica-Kamera ihrer Großtante und ein paar weitere Menschen, die an diesem Tag am Bahnhof Santa Lucia ankommen. Eri’s erste Tage in Venedig sind kühl, nebelig und voller Widerstände. Eri ist auf einem Bergbauernhof in einer Heidelandschaft aufgewachsen. Ihre Mutter ist gerade erst bei der Arbeit auf dem Hof ums Leben gekommen. Nachdem sie also mit dem Nachtzug in Venezia Santa Lucia angekommen ist, begibt sich die junge Eri auf den Weg zu einem Bewerbungsgespräch als Gärtnerin in der Lagunenstadt. Schon auf ihren ersten Metern entwickelt sich vor meinem inneren Auge ein dermaßen authentisches Bild von Venedig, dass ich sofort mittendrin bin, und es erst einmal nicht lassen kann, ihre Wege gleich mal auf Google Maps zu nachzuverfolgen. Es macht richtig Spaß, Eri und ihren Gedanken auf dem Weg durch die Stadt zu begleiten. Anfänglich noch mit Sprachschwierigkeiten, findet sie aber bald venezianische Freunde, die sie in ihren Kreis aufnehmen. Anfangs sind die vielen Personen verwirrend, man findet sich aber schnell zurecht. In einer neuen Sprache und in einer neuen Kultur muss sich Eri also erst ein mal einfinden. Und auch die Lagune ist riesig! Die Renaturierung ist ein entsprechend riesengroßer Auftrag, eine Aufgabe, die Eri zunehmend verunsichert, ob sie alldem überhaupt gewachsen ist. Eri nimmt die Natur sehr klar wahr, ihre Beobachtungen sind sehr fein und sie lässt uns ganz wunderbar an ihren Gedanken teilhaben. Sie nimmt auch wahr, dass alles, was sie und ihre Begleiter Tag für Tag bepflanzen, niemals von Erfolg gekrönt sein kann. Zu schnell sind alle Bemühungen um eine Renaturierung durch Wind, Wellengang und zu schnell fahrende Boote direkt wieder zerstört. Aber Eri gibt nicht auf und kämpft sich durch. Eingestellt vom Seniorchef der Gärtnerei, Casin, der sehr schnell von der Bildfläche verschwindet, geduldet von Casin Junior, der sie direkt wieder wegschicken wollte und der ebenfalls stets durch Abwesenheit glänzt, beginnt Eri sich bald zu fragen, was sie hier überhaupt soll, und wozu überhaupt dieses Projekt? Ein Projekt, von EU-Geldern finanziert, dahindümpelnd und ohne jegliche Fortschritte. Eri wird misstrauisch, sie beginnt die Dinge zu hinterfragen. Warum aber zieht es Eri von der Schwäbischen Alb nach Venedig? Für Eri ist es ein Neuanfang. Um den Hof kümmern sich die Schwestern, Eri weiß nur nicht so wirklich, wohin sie tatsächlich gehört. Ihre exzentrische Großtante (ebenfalls Eri) rät ihr, es in Venedig zu versuchen. Vor langer Zeit hat die ältere Dame ebenfalls die Berge verlassen und ihre Zelte in den verschiedenen Metropolen aufgeschlagen, nach Venedig kommt sie immer wieder zurück. Als ihre Tante schließlich nach Venedig kommt, um Eri zu besuchen, geschehen seltsame Dinge und es tun sich neue Geheimnisse auf, durch welche die Lebensgeschichten der beiden Frauen miteinander verbunden sind. Eine wahre Geschichte aus der Wahlheimat der Autorin und gleichermaßen ein wunderbares Buch, das ich allen Venedig-Liebhabern und solchen die es noch werden möchten, unbedingt ans Herz legen will. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Da war ja noch ein junger Mann namens Todd…
Beschreibung
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Jana Revedin ist Architektin und Architekturtheoretikerin. Mit der Veröffentlichung ihres Debutromans Jeder hier nennt mich Frau Bauhaus (Dumont 2018), der ein literarisches Ereignis und Spiegel-Bestseller war, hat die Architekturprofessorin und Bauhaus-Expertin die Schriftstellerei zu ihrem Lebensauftrag gemacht. Es folgten drei weitere Romane zu großen Protagonistinnen in Architektur, Kunst und Kultur, die die Geschichte ausgelöscht hat: Margherita (Aufbau 2020 – Spiegel-Bestseller), Flucht nach Patagonien (Aufbau 2021) und Der Frühling ist in den Bäumen (Aufbau 2023). In Die Gärtnerin von Venedig erzählt Jana Revedin, die in Wernberg und Venedig lebt, eine wahre Geschichte aus ihrer geliebten Wahlheimat.
Beiträge
Ich habe mir als Venedig-Freundin von diesem Buch viel erwartet, und wurde doch enttäuscht: Eine durchschnittliche Geschichte mit ebenso durchschnittlichen Charakteren. Allein die Passagen, in denen das Ambiente von Venedig im Mittelpunkt steht, haben mich einigermaßen zufrieden gestellt. Aus meiner Sicht keine absolute Empfehlung!
Die wunderbare Geschichte einer jungen Frau, die sich erst einmal selbst finden muss. Eine wunderbare Stadt und deren Natur, für die es sich zu kämpfen lohnt.
In Venedig war ich noch nie, und ich schwör euch, ein Besuch dieser Stadt muss nach dem Lesen dieses Buches unbedingt nachgeholt werden! Es ist der 2. November und es ist nebelig. Nur wenige Menschen sind unterwegs. Unter anderem Eri mit der alten Leica-Kamera ihrer Großtante und ein paar weitere Menschen, die an diesem Tag am Bahnhof Santa Lucia ankommen. Eri’s erste Tage in Venedig sind kühl, nebelig und voller Widerstände. Eri ist auf einem Bergbauernhof in einer Heidelandschaft aufgewachsen. Ihre Mutter ist gerade erst bei der Arbeit auf dem Hof ums Leben gekommen. Nachdem sie also mit dem Nachtzug in Venezia Santa Lucia angekommen ist, begibt sich die junge Eri auf den Weg zu einem Bewerbungsgespräch als Gärtnerin in der Lagunenstadt. Schon auf ihren ersten Metern entwickelt sich vor meinem inneren Auge ein dermaßen authentisches Bild von Venedig, dass ich sofort mittendrin bin, und es erst einmal nicht lassen kann, ihre Wege gleich mal auf Google Maps zu nachzuverfolgen. Es macht richtig Spaß, Eri und ihren Gedanken auf dem Weg durch die Stadt zu begleiten. Anfänglich noch mit Sprachschwierigkeiten, findet sie aber bald venezianische Freunde, die sie in ihren Kreis aufnehmen. Anfangs sind die vielen Personen verwirrend, man findet sich aber schnell zurecht. In einer neuen Sprache und in einer neuen Kultur muss sich Eri also erst ein mal einfinden. Und auch die Lagune ist riesig! Die Renaturierung ist ein entsprechend riesengroßer Auftrag, eine Aufgabe, die Eri zunehmend verunsichert, ob sie alldem überhaupt gewachsen ist. Eri nimmt die Natur sehr klar wahr, ihre Beobachtungen sind sehr fein und sie lässt uns ganz wunderbar an ihren Gedanken teilhaben. Sie nimmt auch wahr, dass alles, was sie und ihre Begleiter Tag für Tag bepflanzen, niemals von Erfolg gekrönt sein kann. Zu schnell sind alle Bemühungen um eine Renaturierung durch Wind, Wellengang und zu schnell fahrende Boote direkt wieder zerstört. Aber Eri gibt nicht auf und kämpft sich durch. Eingestellt vom Seniorchef der Gärtnerei, Casin, der sehr schnell von der Bildfläche verschwindet, geduldet von Casin Junior, der sie direkt wieder wegschicken wollte und der ebenfalls stets durch Abwesenheit glänzt, beginnt Eri sich bald zu fragen, was sie hier überhaupt soll, und wozu überhaupt dieses Projekt? Ein Projekt, von EU-Geldern finanziert, dahindümpelnd und ohne jegliche Fortschritte. Eri wird misstrauisch, sie beginnt die Dinge zu hinterfragen. Warum aber zieht es Eri von der Schwäbischen Alb nach Venedig? Für Eri ist es ein Neuanfang. Um den Hof kümmern sich die Schwestern, Eri weiß nur nicht so wirklich, wohin sie tatsächlich gehört. Ihre exzentrische Großtante (ebenfalls Eri) rät ihr, es in Venedig zu versuchen. Vor langer Zeit hat die ältere Dame ebenfalls die Berge verlassen und ihre Zelte in den verschiedenen Metropolen aufgeschlagen, nach Venedig kommt sie immer wieder zurück. Als ihre Tante schließlich nach Venedig kommt, um Eri zu besuchen, geschehen seltsame Dinge und es tun sich neue Geheimnisse auf, durch welche die Lebensgeschichten der beiden Frauen miteinander verbunden sind. Eine wahre Geschichte aus der Wahlheimat der Autorin und gleichermaßen ein wunderbares Buch, das ich allen Venedig-Liebhabern und solchen die es noch werden möchten, unbedingt ans Herz legen will. Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Da war ja noch ein junger Mann namens Todd…





