Die Frauen hinter der Tür

Die Frauen hinter der Tür

Hardcover
3.510

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Beschreibung

Eine starke und berührende Mutter-Tochter-Geschichte über weitergegebene Traumata

"Paula Spencer ist ein Loblied auf weibliche Großzügigkeit; jene alltägliche, scheinbar vernachlässigbare Art, die die Welt am Laufen hält. Schon beim ersten Lesen ihrer Stimme durchschoss mich ein Gefühl der Vertrautheit, dicht gefolgt von Liebe." Anne Enright

"Brillant … leidenschaftlich, lustig und menschlich." David Nicholls

Die 66-jährige Paula Spencer lebt endlich ihr eigenes Leben. Sie ist Mutter, Großmutter, Witwe, trockene Alkoholikerin und Überlebende . Sie hat einen Job bei der Reinigung, der ihr Spaß macht, einen Mann – Joe – mit dem sie ihre Gedanken teilen kann, Freundinnen, die sie so nehmen, wie sie ist, und vier erwachsenen Kinder, die ihre eigenen Familien haben. Sie hat sich den Geistern ihrer Vergangenheit widersetzt und blickt nach vorn. Bis alles durcheinandergebracht wird, als ihre älteste Tochter Nicola vor der Tür steht. Die unabhängige, wohlhabende und liebevolle Ehefrau und Mutter – Paulas Vorzeigetochter – ist auf einmal fest entschlossen, alles hinter sich zu lassen. In den kommenden Tagen vertraut Nicola ihrer Mutter nach und nach an, was diese Krise ausgelöst hat. Mutter und Tochter finden sich zwischen Anekdoten, Witzen, Erinnerungen und Enthüllungen wieder, stellen sich der Vergangenheit und dem, was sie einander bedeuten.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
320
Preis
24.60 €

Autorenbeschreibung

Roddy Doyle, 1958 in Dublin geboren, ist ein mit dem Booker Prize ausgezeichneter Schriftsteller und Drehbuchautor. Der renommierte Schriftsteller studierte Anglistik und Geografie und arbeitete viele Jahre trotz großer literarischer Erfolge weiterhin als Lehrer, bevor er sich ab 1993 ganz dem Schreiben widmete. Spätestens seit Romanen wie The Commitments, The Snapper und Fish & Chips, deren Verfilmungen zu Kinohits wurden, besitzt er eine treue Leserschaft. Doyle zählt inzwischen zu den wichtigsten zeitgenössischen Autor*innen Irlands.

Beiträge

2
Alle

wichtiges und interessantes Thema, verwirrend gestaltet Durch die Trennung ihrer Tochter Nikola wird Paula gezwungen sich mit ihrer Vergangenheit mit einem gewalttätigen Ehemann, ihrer Alkoholsucht, den Beziehungen zu ihren erwachsenen Kindern und ihrem Leben auseinander zu setzen. Es ist schön zu sehen, wie Paula sich Stück für Stück ein Leben aufgebaut hat und noch aufbaut. Die Erzählweise über die verschiedenen Zeitebenen und insbesondere die Sprünge während der Pandemie und Corona-Erkrankung sind allerdings oft verwirrend und machten es mir schwer einen roten Faden zu halten. Auch wird vieles angedeutet, aber bleibt oft unausgesprochen. Das mag durchaus realistisch sein, ist aber doch auch unbefriedigend.

3.5

Achtung, Spoiler

Ich fand die thematische Auseinandersetzung mit dem Mutter-Tochter-Konflikt sehr interessant und mir hat die ehrliche Form gefallen, die abseits der gegenwärtig oft gelesenen befindlichkeitsfixierten Texte steht. Allerdings war ich nicht auf das Thema Missbrauch gefasst, dass hier in verschiedenen Zusammenhängen angekratzt wird. Mir war auch nicht bewusst, dass es sich um den dritten Teil einer Trilogie handelt und ich kenne die Betten Vorgänger nicht, fand den Wurfpunkt in die Handlung dennoch verständlich. Womit ich mich nicht anfreunden konnte, waren die Zeitsprünge - die haben mich durcheinander gebracht (spielt die Handlung jetzt während Nicola da ist, als sie ankommt, oder nachdem sie weg ist?) und haben bei mir zum Einen zu Verständnisproblemen geführt, weil wichtige Infos erst später erzählt wurden und waren aus meiner Sicht auch für die Handlung nicht nötig. ein chronologischer Ablauf hätte das Buch für mich definitiv aufgewertet. Auch hat mich die derbe Sprache zwischen Paula und Nicola oft schockiert bzw. in welchen Worten Paula über ihre Tochter gedacht hat. Insgesamt aber eine sehr differenzierte Auseinandersetzung mit den Themen Schuld, familiäre Gewalt, Lebensentscheidung und Vergebung.

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