Die Frauen des Lazarus
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Beschreibung
Lazarus Lindt ist ein Genie der Physik: Autodidakt, Einzelgänger, Wunderkind. Seine Ziehmutter Marusja liebt er auf eine Weise, die mit der Liebe zwischen Mutter und Sohn nicht viel gemein hat. Erst nach Marusjas Tod verliebt er sich ein zweites Mal. In Galina, eine junge Frau, die seinen Körper ebenso verabscheut wie den Sohn, den er ihr schenkt. Und doch wird sie es sein, die nach dem frühen Tod ihres Sohnes ihre Enkelin Lidotschka großzieht. Lidotschka lernt durch den Verlust ihrer Eltern und die hämische Gleichgültigkeit ihrer Großmutter früh, Schmerz zu ertragen. Doch es dauert, bis sie begreift, dass man manchmal bis zum äußersten Rand der Erde vordringen oder sogar sterben muss, um seine Liebe und sein Zuhause zu finden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Marina Stepnowa wurde 1971 in Jefremow, einer kleinen Stadt in der Region Tula, geboren. Sie wuchs in Moskau auf, wo sie heute noch lebt, und studierte dort am Gorki-Literaturinstitut sowie am Institut für Weltliteratur. Heute arbeitet sie als Chefredakteurin, als Übersetzerin und schreibt Romane und Erzählungen. Für „Die Frauen des Lazarus“ erhielt sie den Preis „Das große Buch“ 2012 und war im selben Jahr in der engeren Wahl für den „Nationalen Bestsellerpreis“ und den russischen „Booker-Preis“.
Beiträge
Das Streben nach Glück von drei Frauen – im Schatten eines großen und einzigartigen Mannes Das Buch: Lazarus Lindt ist ein eigensinniger und genialer Wissenschaftler in Russland. Und er beeinflusst das Leben von drei Frauen: Marusja, seine Stiefmutter. Galina, die Ehefrau. Und Lidotschka, seine Enkelin. Dieses Buch erzählt über die Schicksale dieser drei Frauen, die einen gemeinsamen Nenner haben: Lazarus. Fazit: Vornweg: dieses Buch ist doch eher ein Schicksalsroman über verschiedene Frauen in Russland. Doch trotz all der Tragik ist dieses Werk keine Schmonzette. Lazarus, der Titelgeber wird immer nur Abschnittsweise und aus der Ferne erzählt. Denn im Mittelpunkt stehen ganz klar die Frauen. Und das sind drei starke Wesen mit unterschiedlichen Leben. Und doch verbindet sie der Lazarus. Denn nur durch ihn sind sie geprägt und müssen oft Leid ertragen – auf der Suche nach dem wahren Glück und Zufriedenheit. Vor dem Hintergrund der russischen Geschichte werden nicht nur die drei Frauen detailiert erzählt. Auch Lazarus erscheint am Ende des Buches für den Leser als eine detailreiche Figur. Trotzdem bleibt Lazarus Lindt im Vergleich zu den drei Frauen sehr blass zurück und kann sich nicht mit dem Titelnamen messen. Auch die drei Frauen erscheinen unterschiedlich groß in diesem Buch. Während Marusja noch sehr kurz und auf einem kurzen Lebensabschnitt begleitet wird, geht das Buch sehr auf die Ehe zwischen Lazarus und Galina ein. Das hat durchaus seine Berechtigung, erscheint im Ganzen doch ein wenig zu wuchtig. Und Lidotschka ist zum Schluss die Leidtragende der Geschichte, die in dem zu großen Schatten des Lazarus steht. Zum Ende hin rutscht dieses Buch doch ein wenig in den Kitsch ab. Ein paar Seiten kurz vor Schluss passen überhaupt nicht zu dem Rest des Buches und laufen Gefahr, das ganze Werk in ein schlechtes Licht zu rücken. Das Ende ist jedoch wieder schlüssig und schließt doch die Schicksale der Frauen gut ab. Ich blicke also gerade noch so darüber hinweg und schwelge lieber in den Leben der drei Damen. Textlich ist dieses Buch sehr gut geschrieben. Alleinstellungsmerkmal sind die wenigen wörtlichen Reden. Es scheint, als würde die Autorin lieber erzählen als die Figuren sprechen zu lassen. Das kann für einige ungewöhnlich erscheinen, doch es trifft hier den Ton. Und dieser ist rau und kalt - harte russische Winter. Zusammenfassend ist es ein tolles Buch über drei Schicksale in der russischen Geschichte ab 1900. Wenn man über das Intermezzo kurz vor Schluss hinwegsehen kann, ist dieses Buch durchaus zu empfehlen. Wer auf einen etwas anderen Familienroman in Russland steht, wird hier definitiv nicht enttäuscht werden.
Beschreibung
Lazarus Lindt ist ein Genie der Physik: Autodidakt, Einzelgänger, Wunderkind. Seine Ziehmutter Marusja liebt er auf eine Weise, die mit der Liebe zwischen Mutter und Sohn nicht viel gemein hat. Erst nach Marusjas Tod verliebt er sich ein zweites Mal. In Galina, eine junge Frau, die seinen Körper ebenso verabscheut wie den Sohn, den er ihr schenkt. Und doch wird sie es sein, die nach dem frühen Tod ihres Sohnes ihre Enkelin Lidotschka großzieht. Lidotschka lernt durch den Verlust ihrer Eltern und die hämische Gleichgültigkeit ihrer Großmutter früh, Schmerz zu ertragen. Doch es dauert, bis sie begreift, dass man manchmal bis zum äußersten Rand der Erde vordringen oder sogar sterben muss, um seine Liebe und sein Zuhause zu finden.
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Marina Stepnowa wurde 1971 in Jefremow, einer kleinen Stadt in der Region Tula, geboren. Sie wuchs in Moskau auf, wo sie heute noch lebt, und studierte dort am Gorki-Literaturinstitut sowie am Institut für Weltliteratur. Heute arbeitet sie als Chefredakteurin, als Übersetzerin und schreibt Romane und Erzählungen. Für „Die Frauen des Lazarus“ erhielt sie den Preis „Das große Buch“ 2012 und war im selben Jahr in der engeren Wahl für den „Nationalen Bestsellerpreis“ und den russischen „Booker-Preis“.
Beiträge
Das Streben nach Glück von drei Frauen – im Schatten eines großen und einzigartigen Mannes Das Buch: Lazarus Lindt ist ein eigensinniger und genialer Wissenschaftler in Russland. Und er beeinflusst das Leben von drei Frauen: Marusja, seine Stiefmutter. Galina, die Ehefrau. Und Lidotschka, seine Enkelin. Dieses Buch erzählt über die Schicksale dieser drei Frauen, die einen gemeinsamen Nenner haben: Lazarus. Fazit: Vornweg: dieses Buch ist doch eher ein Schicksalsroman über verschiedene Frauen in Russland. Doch trotz all der Tragik ist dieses Werk keine Schmonzette. Lazarus, der Titelgeber wird immer nur Abschnittsweise und aus der Ferne erzählt. Denn im Mittelpunkt stehen ganz klar die Frauen. Und das sind drei starke Wesen mit unterschiedlichen Leben. Und doch verbindet sie der Lazarus. Denn nur durch ihn sind sie geprägt und müssen oft Leid ertragen – auf der Suche nach dem wahren Glück und Zufriedenheit. Vor dem Hintergrund der russischen Geschichte werden nicht nur die drei Frauen detailiert erzählt. Auch Lazarus erscheint am Ende des Buches für den Leser als eine detailreiche Figur. Trotzdem bleibt Lazarus Lindt im Vergleich zu den drei Frauen sehr blass zurück und kann sich nicht mit dem Titelnamen messen. Auch die drei Frauen erscheinen unterschiedlich groß in diesem Buch. Während Marusja noch sehr kurz und auf einem kurzen Lebensabschnitt begleitet wird, geht das Buch sehr auf die Ehe zwischen Lazarus und Galina ein. Das hat durchaus seine Berechtigung, erscheint im Ganzen doch ein wenig zu wuchtig. Und Lidotschka ist zum Schluss die Leidtragende der Geschichte, die in dem zu großen Schatten des Lazarus steht. Zum Ende hin rutscht dieses Buch doch ein wenig in den Kitsch ab. Ein paar Seiten kurz vor Schluss passen überhaupt nicht zu dem Rest des Buches und laufen Gefahr, das ganze Werk in ein schlechtes Licht zu rücken. Das Ende ist jedoch wieder schlüssig und schließt doch die Schicksale der Frauen gut ab. Ich blicke also gerade noch so darüber hinweg und schwelge lieber in den Leben der drei Damen. Textlich ist dieses Buch sehr gut geschrieben. Alleinstellungsmerkmal sind die wenigen wörtlichen Reden. Es scheint, als würde die Autorin lieber erzählen als die Figuren sprechen zu lassen. Das kann für einige ungewöhnlich erscheinen, doch es trifft hier den Ton. Und dieser ist rau und kalt - harte russische Winter. Zusammenfassend ist es ein tolles Buch über drei Schicksale in der russischen Geschichte ab 1900. Wenn man über das Intermezzo kurz vor Schluss hinwegsehen kann, ist dieses Buch durchaus zu empfehlen. Wer auf einen etwas anderen Familienroman in Russland steht, wird hier definitiv nicht enttäuscht werden.




