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Schuster bleib bei deinen Leisten… und vor allem zitier keine völkischen Esoterik-Schwurbler
Eigentlich hätte es mich nach dem ersten Band nicht überraschen sollen, dass Ulli Lust den Schwurbler Storl zitiert. Dieses Mal war es jedoch nicht zu übersehen. Die spannendsten Thesen sind entweder mit einem Storl-Zitat, mit einem „Danke für die Info Hebamme XY“ oder einfach gar nicht belegt. Das ist kein Sachbuch. Das ist keine Recherche. Immerhin sind die Zeichnungen schön. Man merkt, dass Lust wissenschaftliches Arbeiten zwar gelernt hat, aber eben nicht im historischen Kontext, sonst hätte sie gewusst, dass vor allem ein Storl keine Sekundärliteratur ist. Da hätte sie doch fast besser Wikipedia zitiert. Und zur Erklärung: sie zitiert unter anderem aus Storls Urmedizin. Dieses Werk ist absolut wissenschaftsfeindlich. Und sie zitiert, ohne ihn einzuordnen. Damit gibt Lust Storl Raum und eine Bühne. Warum müssen so viele feministische Sachbücher entweder auf die Hexen- oder Schamaninnenschiene abzielen und sich dann was zurecht schwurbeln? Generell hatte ich den Eindruck, dass Lust eine Geschichte erzählen will und sich die Fakten dazu sucht und dreht, wie sie ihr gefallen. Auch die Verbindung zwischen modernen Menschen und Steinzeitmenschen, die ich im ersten Band noch für ein spannendes Konzept und einen guten Ansatz hielt, sind im zweiten Band nur noch da, um das zu belegen, was sie gerne hätte. Zumindest liest es sich so. Ich wollte es so gerne mögen, aber ich konnte es nicht mögen.
1 Tage vor
Schuster bleib bei deinen Leisten… und vor allem zitier keine völkischen Esoterik-Schwurbler
Eigentlich hätte es mich nach dem ersten Band nicht überraschen sollen, dass Ulli Lust den Schwurbler Storl zitiert. Dieses Mal war es jedoch nicht zu übersehen. Die spannendsten Thesen sind entweder mit einem Storl-Zitat, mit einem „Danke für die Info Hebamme XY“ oder einfach gar nicht belegt. Das ist kein Sachbuch. Das ist keine Recherche. Immerhin sind die Zeichnungen schön. Man merkt, dass Lust wissenschaftliches Arbeiten zwar gelernt hat, aber eben nicht im historischen Kontext, sonst hätte sie gewusst, dass vor allem ein Storl keine Sekundärliteratur ist. Da hätte sie doch fast besser Wikipedia zitiert. Und zur Erklärung: sie zitiert unter anderem aus Storls Urmedizin. Dieses Werk ist absolut wissenschaftsfeindlich. Und sie zitiert, ohne ihn einzuordnen. Damit gibt Lust Storl Raum und eine Bühne. Warum müssen so viele feministische Sachbücher entweder auf die Hexen- oder Schamaninnenschiene abzielen und sich dann was zurecht schwurbeln? Generell hatte ich den Eindruck, dass Lust eine Geschichte erzählen will und sich die Fakten dazu sucht und dreht, wie sie ihr gefallen. Auch die Verbindung zwischen modernen Menschen und Steinzeitmenschen, die ich im ersten Band noch für ein spannendes Konzept und einen guten Ansatz hielt, sind im zweiten Band nur noch da, um das zu belegen, was sie gerne hätte. Zumindest liest es sich so. Ich wollte es so gerne mögen, aber ich konnte es nicht mögen.
1 Tage vor






