Blick ins Buch

Krimis

Die Farbe des Schattens

4,0(37)
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Über das Buch

»Susanne Tägder ist eine Meisterin der scharfen Kontur.« Juli Zeh

Krimibestenliste Deutschlandfunk Kultur

Ein Junge verschwindet. Mitten in einem Wohngebiet. Hauptkommissar Arno Groth startet eine großangelegte Suchaktion, doch die Beamten tappen im Dunkeln. Dann stößt Groth auf eine Spur, die ihn zu einem ungeklärten Mordfall führt – und mitten hinein in die Abgründe und Ängste der Wendezeit.
Nach ihrem gefeierten Debüt ist Susanne Tägder zurück mit einem packenden Krimi über die Suche nach Gerechtigkeit in einer Welt voller Umbrüche.

Mecklenburg, 1992. Das neue Jahr hat gerade erst begonnen, da erreicht Hauptkommissar Arno Groth ein Notruf: Im Mönkebergviertel, einer Plattenbausiedlung, verschwindet der elfjährige Matti Beck auf dem kurzen Weg zum Einkaufen spurlos. Was als Suchaktion beginnt, weitet sich schnell aus und gerät für Hauptkommissar Groth zur größten Herausforderung seines bisherigen Berufslebens. Denn Mattis Verschwinden weckt grausame Erinnerungen an einen unaufgeklärten Mordfall aus derselben Gegend. Mit den Ermittlungen war damals Kollege Gerstacker betraut – doch der wurde wegen seiner Stasi-Vergangenheit mittlerweile aus dem Dienst entlassen. Jetzt wird er dringend gebraucht. Groth gründet die Einsatzgruppe »Nachtschatten«, muss aber schon bald erkennen, dass sich hinter den Fassaden des Mönkebergs weit mehr Geheimnisse verbergen, als er ahnt.

Editionen (2)

ISBN9783608502732
VerlagTropen
Erscheinungsdatum13.09.25
Seitenzahl336

Merkmale

1 Bewertungen

LangsamEinfachTraurigVerstörendGlaubwürdigVielschichtig

Rezensionen & Bewertungen

37 Bewertungen

12 Rezensionen

4,0

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    276 Follower

    3,5

    [Werbung | Rezensionsexemplar] 1992, Mecklenburg - Wechtershagen. Ein kleiner elfjähriger Junge verschwindet spurlos auf dem Weg zum einkaufen. Hauptkommissar Arno Groth nimmt die Spur auf, die ihn zu einem 6 Jahre alten Fall führt. Wird der kleine Junge noch gefunden? Ich bin direkt auf den Schreibstil aufgesprungen. Der Autor schreibt sehr sachlich und nüchtern ohne irgendetwas unnötig zu beschönigen. Der Text beinhaltet allerdings einige Ostblock-Ausdrücke. Und ganz ehrlich, ich habe zwar einige Jahre im Osten gelebt aber selbst ich musste ein paar Wörter nachgoogeln. Der Hauptprotagonist - Arno Groth ist ein einsamer und gebrochener Mann, der vor einigen Jahren durch einen Unfall seine Tochter verloren hat. Er denkt logisch, hört auf sein Bauchgefühl und zieht keine voreilige Schlüsse. Die Geschichte wird komplett aus seiner Perspektive erzählt. Die Handlung spielt 1992, kurz nach der Wende und ist sehr realitätsnah. Die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der Leute zu der Zeit hat der Autor sehr gut rübergebracht. Zusammen mit dem grauen Januarwetter, hat dies viel zu einer trostlosen Atmosphäre beigetragen, die mir sehr gut gefallen hat. Was mir weniger gut gefallen hat, ist der Handlungsverlauf. Der erste Drittel war sehr dynamisch, mit Ermittlungsansätzen, Befragungen und Spuren. Der zweite Drittel verliert sich komplett, denn es gibt keine Spuren und der Augenmerk verlagert sich auf das Privatleben von Arno. Und der letzte Drittel - die Entlarvung und Verhaftung des Täters ist ziemlich unspektakulär, durchsetzt mit vielen Wiederholungen. Der Fall zieht sich über sechs Wochen und diese Zeitspanne spürt man auch als Leser, durch die ganzen langatmigen Phasen. Ein guter Krimi, mit einem starken Anfang und einem schwachen Ende. Eine Empfehlung für zwischendurch.

    27. Okt. 2025

  • imibook
    imibook

    175 Follower

    4,0

    Die Farbe des Schattens von Susanne Tägder ist der zweite Fall für KHK Arno Groth,der in Mecklenburg kurz nach der Wende ermittelt. 1992 verschwindet der 11 jährige Matti spurlos auf dem kurzen Weg zum Einkaufen.Trotz groß angelegter Suchaktion tappen die Ermittler erstmal im Dunkeln. Doch dann wird die Leiche von Matti gefunden und Erinnerungen an einen ähnlichen Fall von 1986 kommen hoch.Groth sucht nach Parallelen und zieht einen früheren Kollegen ,der wegen seiner Stasivergangenheit entlassen wurde,zu Hilfe. Hoffnungslosigkeit, Resignation und eine unterschwellige Wut der Polizei gegenüber ,sowie Jugendliche mit rechtem Gedankengut,machen die Ermittlungen nicht gerade einfach. Ein Krimi der leisen Töne und fast poetischer Sprache ,der mir gut gefallen hat.Ich konnte mich gut in die Figuren hineinversetzen. Da man die beiden Fälle unabhängig voneinander lesen kann,werde ich den ersten Krimi der Autorin mit Sicherheit auch noch lesen.

    19. Mai 2026

  • mrs_pike
    mrs_pike

    118 Follower

    4,0

    Guter Krimi, nordisch-spröde, realistisch, ohne übertriebene Emotion oder Gewalt. Im weitesten Sinne True Crime, da realen Fällen Anfang der 90er Jahre nachempfunden. Könnte mir gut eine Verfilmung vorstellen, mit langen Schnitten über das karge, winterliche Land, dazu melancholisch- verlorene Musik, wenn Kommissar Arno Groth einsam und nachdenklich durch die Plattenbauten streift. Wer ihn spielen könnte? Keine Ahnung, ich lese lieber Krimis, als sie mir im Fernsehen anzuschauen. 😇

    25. Sept. 2025

3 von 12 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Susanne Tägder

Susanne Tägder, geboren 1968 in Heidelberg, hat in Deutschland und den USA studiert und arbeitete danach als Richterin in Karlsruhe. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Schweiz und in Kalifornien. Ihre literarischen Texte wurden mit dem Walter-Serner-Preis und dem Harder-Literaturpreis ausgezeichnet. Für »Das Schweigen des Wassers« erhielt Susanne Tägder den Wittwer-Thalia-Debütkrimipreis und war für den Glauser-Preis in der Sparte Debüt nominiert. Susanne Tägder ist Preisträgerin des Deutschen Krimipreises 2025 mit »Die Farbe des Schattens« (National, 3. Platz).

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