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Prescott Sisters – Die Entführung ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die sich unkompliziert lesen lässt und durchaus unterhält. Dennoch gibt es einige Punkte, die den Gesamteindruck trüben. Zunächst wirkt die Darstellung von Granny stellenweise unglaubwürdig. Eine vornehme Dame, wie sie beschrieben wird, würde vermutlich kaum das Wort „hassen“ verwenden, wenn es darum geht, ihre Abneigung gegenüber der vulgären Sprache ihrer Enkeltöchter auszudrücken. Dieser sprachliche Ausrutscher nimmt der Figur etwas von ihrer Authentizität. Auch Megans Handlungsmotivationen sind teilweise schwer nachvollziehbar. Dass sie sich in ihren Entführer verliebt, ist im Genre nicht ungewöhnlich, wirkte hier aber sehr vorhersehbar. Problematisch wird es jedoch, als sie ihm schließlich bei der Recherche zu seiner Unschuld hilft und ihn sogar in ihre Wohnung aufnimmt – Entwicklungen, die recht konstruiert und wenig realistisch erscheinen. Literarisch sollte man keine hohen Ansprüche an das Buch stellen. Die Geschichte liest sich flüssig, bleibt aber insgesamt oberflächlich und vorhersehbar. Für Leserinnen und Leser, die eine leichte, unkomplizierte Unterhaltung suchen, ist der Roman dennoch geeignet – wer jedoch tiefergehende Charakterzeichnung oder anspruchsvollere Handlung erwartet, wird hier vermutlich nicht ganz auf seine Kosten kommen.
16. Nov. 2025
Prescott Sisters – Die Entführung ist eine nette Geschichte für zwischendurch, die sich unkompliziert lesen lässt und durchaus unterhält. Dennoch gibt es einige Punkte, die den Gesamteindruck trüben. Zunächst wirkt die Darstellung von Granny stellenweise unglaubwürdig. Eine vornehme Dame, wie sie beschrieben wird, würde vermutlich kaum das Wort „hassen“ verwenden, wenn es darum geht, ihre Abneigung gegenüber der vulgären Sprache ihrer Enkeltöchter auszudrücken. Dieser sprachliche Ausrutscher nimmt der Figur etwas von ihrer Authentizität. Auch Megans Handlungsmotivationen sind teilweise schwer nachvollziehbar. Dass sie sich in ihren Entführer verliebt, ist im Genre nicht ungewöhnlich, wirkte hier aber sehr vorhersehbar. Problematisch wird es jedoch, als sie ihm schließlich bei der Recherche zu seiner Unschuld hilft und ihn sogar in ihre Wohnung aufnimmt – Entwicklungen, die recht konstruiert und wenig realistisch erscheinen. Literarisch sollte man keine hohen Ansprüche an das Buch stellen. Die Geschichte liest sich flüssig, bleibt aber insgesamt oberflächlich und vorhersehbar. Für Leserinnen und Leser, die eine leichte, unkomplizierte Unterhaltung suchen, ist der Roman dennoch geeignet – wer jedoch tiefergehende Charakterzeichnung oder anspruchsvollere Handlung erwartet, wird hier vermutlich nicht ganz auf seine Kosten kommen.
16. Nov. 2025






