Die Einwilligung

Die Einwilligung

Taschenbuch
4.428
Sexueller MissbrauchMoral Und KunstPolizeiDie 1980Er Jahre

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Paris, Mitte der 1980er-Jahre. Die dreizehnjährige Vanessa lernt den kultivierten Literaten G. M. kennen, der wochenlang in sehnsuchtsvollen Briefen um sie wirbt. Sie wird freiwillig zum sexuellen Kindesopfer dieses Mannes. Als Vanessa begreift, wie sehr sie von ihrem Liebhaber psychisch überfordert, betrogen und manipuliert wird, sucht sie in ihrem Umfeld Hilfe. Aber vergeblich.

Das Künstlermilieu, in dem sich Vanessa und ihre Mutter bewegen, toleriert, dass G. M. auf Minderjährige fixiert ist und sich seiner Neigung rühmt. Der Zeitgeist macht es ihm leicht. Auch Vanessas Mutter lässt diese Beziehung zu. Die Polizei und das Jugendamt, durch anonyme Hinweise auf die strafbaren Handlungen aufmerksam gemacht, verfolgen den Fall nur halbherzig.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
N/A
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
176
Preis
11.40 €

Autorenbeschreibung

Vanessa Springora wurde am 16. März 1972 geboren und studierte an der Sorbonne Universität Literatur. Seit 2006 arbeitet sie als Lektorin des Verlages Editions Julliard, den sie ab 2021 leiten wird. Ihr autobiographischer Text "Le consentement" (Die Einwilligung) erschien im Januar 2020 im Grasset Verlag und löste ein literarisches Erdbeben aus, weit über Frankreich hinaus.

Beiträge

2
Alle
5

Wahrhaft revolutionär

Französische Frauen, die sich mit Stift und Papier gegen Opferbeschuldigung wehren und Täter sexuellen Missbrauchs verantwortlich machen sind meine persönlichen Heldinnen, mein innerer Sturm auf die Bastille im 21. Jahrhundert. Vanessa Springora erzählt ungeschminkt und authentisch ihre Geschichte, reflektiert und bedacht beschäftigt sie sich mit allen Teilhabenden ihres Missbrauchs. Ein wichtiges literarisches Werk, ich liebe ihren Schreibstil, der mit Worten eine Leinwand bemalt um diese mit ihrem eigenen Messer einzureißen. Und eins noch: Springora hat mir bewusst gemacht, dass es einfach noch nicht mal 100 Jahre her ist, wo Kindesmissbrauch „salonfähig“ war. Wo Intellektuelle in Talk Shows saßen und dieselbe Güllegrütze von sich gegeben haben wie verurteilte Straftäter nur in eloquenter. Im Fernsehen? Und das fand man revolutionär und.. richtig?? Richtig und wichtig?? Leute, die 60er, 70er und 80er müssen wirklich richtig wild gewesen sein.

3.5

Berührend. Erschreckend. Bewegend.

Interessanter und schockierender Einblick in die Psyche eines jungen Mädchens, die in den 80er Jahren Opfer von Mi$$brauch und M@nipulation durch einen bekannten französischen Schriftstellers wird, der offen seine Neigung auslebt und von der Gesellschaft toleriert und bejubelt wird/wurde. (🤮)

Beitrag erstellen