Die Bucht des grünen Mondes

Die Bucht des grünen Mondes

Taschenbuch
3.39
ManausIndianerPlantagenbesitzerAmazonasgebiet

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Beschreibung

Eine Liebe, so mächtig wie der Amazonas.



Berlin, 1896: Für die junge Fabrikantentochter Amely bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass ihr Vater sie mit einem deutlich älteren Verwandten verheiraten will. Kilian Wittstock ist märchenhaft reich – und er lebt am anderen Ende der Welt. Als einer der mächtigsten Kautschukbarone beherrscht er das Amazonasgebiet. Schweren Herzens macht sich Amely auf die Reise über den Ozean. In Manaus erwartet sie ein fremdes, exotisches Leben voller Luxus und ein ebenso exzentrischer wie brutaler Ehemann. Erst als ein dramatisches Ereignis sie mit dem Indianer Aymáho zusammenführt, erfährt Amely, was Liebe bedeutet. Aymáho weckt in ihr tiefe Gefühle und nie geahnte Leidenschaft. Doch ihr gemeinsames Glück ist bedroht durch ein Geheimnis, das Aymáho in sich trägt.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Liebesromane
Sub-Genre
Modern
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
544
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Isabel Beto arbeitete als Malerin, bevor sie anfing zu schreiben. Die Farben Südamerikas haben sie schon immer besonders fasziniert, und sie liebt es, ganz in ihren Geschichten und Bildern abzutauchen und so fremde, exotische Welten erleben zu können.

Beiträge

3
Alle
2.5

Was soll ich sagen…

Dafür, dass das Buch auf READO nahezu durch und durch positive Bewertung hat, bin ich wenig begeistert. Zur Storyline (Achtung Spoiler): Die Geschichte von Amely startet 1896 in Berlin. Sie ist das erste Mal verliebt, soll nun aber von ihrem Vater nach Brasilien geschickt werden, um dort zu heiraten. Kilian Wittstock ist ein gewalttätiger Kautschukbaron. Amely ist hier nicht nur einmal Vergewaltigung und häusliche Gewalt zum Opfer gefallen. Im Laufe der Zeit verliebt sie sich in die rechte Hand Kilians, bis sie jedoch in den Dschungelbrasiliens verschwindet. Hier trifft sie den Indianer Aymáho, der, wie der Leser es später herausfindet, der vermeintlich verstorbene Sohn Kilians ist. auch die beiden verfallen nach einem schwierigen Start einer tiefgründigen Liebe. Nach einigen Ereignissen kehren die beiden zu Kilian zurück, um ihn vom verlorenen Sohn zu erzählen. Meine Kritik: Die ganze Geschichte hat sich sehr in die Länge gezogen und war an manchen Stellen wirklich schwer nachvollziehbar. Einerseits vom Schreibstil her benötigte es viel Konzentration, andererseits von Begrifflichkeiten, die zum Beispiel von den Indianerstämmen genutzt wurden. Die Geschichte selbst wurde in dritter Person geschrieben. An manchen Stellen ist es hier schwer ersichtlich gewesen, welche der Personen wir gerade begleiten. Ebenfalls die Tatsache, dass Amely drei unterschiedliche Liebesgeschichten durchlebt, die alle größere Stolpersteine passieren mussten, hat mich nicht sehr angesprochen. Wer einen leichten Sommerroman erwartet, ist hier somit definitiv nicht richtig.

Was soll ich sagen…
3

Amely, die Tochter eines Fahrradfabrikanten, lebt im Jahre 1896 glücklich in Berlin, denn schon bald wird sie mit Julius verlobt sein. Doch vorher noch muss ihr Vater ihr einen schockierenden Beschluss eröffnen: Sie wird mit Kilian Wittstock, einem in Brasilien sehr erfolgreichen Kautschukbaron und doppelt so alt wie sie, vermählt. Kurz darauf muss sie aufbrechen, nur Bärbel darf sie als Begleitung mitnehmen. Amely ist zu Tode betrübt, sie wird aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen und muss in einer ganz anderen Welt einen fremden Mann heiraten. In Brasilien angekommen ist sie überwältigt von der Vielfalt des Dschungels. Schon bald lernt sie ihren zukünftigen Ehemann kennen, doch ihr Entreffen am Haus inmitten der Kautschukwälder wird von einer Tragödie überschattet: Kilian Wittstocks Sohn Gero erlag einem Schlangenbiss. Von Trauer gepeinigt empfängt er also Amely. Schon bald wird die Hochzeit angesetzt, denn Amely soll ihm schnellstmöglich einen neuen Sohn schenken. Zwischen den Eheleuten keimt keine Zuneigung, die Brutalität Kilians nimmt nur weiter zu, als Amely das Baby verliert. In dieser scheinbar ausweglosen Situation verliebt sie sich in Felipe, einen Arbeiter Kilians und großen Abenteurer. Felipe, der dabei war als Ruben, Kilians anderer Sohn, von Indios erschlagen und skalpiert wurde. Von eben solchen Indios wird Amely dann entführt, als sie beschlossen hatte, ihrem Leben ein Ende zu setzen. Anfangs verängstigt, wächst sie bei den Yayasacu zu einer starken Frau heran und findet die Liebe ihres Lebens in dem wilden Jäger Aymáho, der ein unglaubliches Geheimnis wahrt. Ihr neues, glückliches Leben wird aber bald schon wieder von Kilian bedroht, denn neue Kautschukwälder sollen ausgerechnet dort erschlossen werden, wohin sich der Stamm nach einem Unwetter flüchten will. Ein furchtbares Gemetzel beginnt und Amely beschließt, dass sie den Yayasacu nur helfen kann, indem sie zu Kilian zurückkehrt und gegen die Kautschukausbeute arbeitet...in diesem Haus voller Lügen und Intrigen muss sich Amely schließlich derselben Mittel bedienen um zu überleben...und schließlich steht ein Sohn vor seinem Vater... Viel, viel Gefühl steckt in diesem Buch - meiner Meinung nach oft ein bisschen zu viel. Zu häufig fand ich die Wendungen (und das happy [?] end zu dramatisch), manche Handlungsstränge waren vorhersehbar, andere unlogisch und viele Dialoge einfach überflüssig gefühlsduselig. Auf der anderen Seite stehen aber zauberhafte Beschreibungen der vor Leben strotzenden brasilianischen Landschaft und detaillierte Abhandlungen über die unglaublich dekandente Gesellschaft der Kautschukstadt. Auch das Thema des Romans - das Ausbeuten der Indios und die Sklaventreiberei in den Kautschukwäldern- fand ich interessant und ungewöhnlich. Im Großen und Ganzen konnte ich aber vor allem der Hauptperson Amely nichts abgewinnen, sie blieb mir bis zuletzt immer ein bisschen unsympathisch - und so nahm mich auch der Roman nicht sonderlich ein. Ein bisschen weniger Kitsch und ein bisschen mehr Dschungelleben und Persönlichkeit hätten meiner Meinung nach mehr aus dem Thema herausholen können.

5

Um den deutlich älteren Kilian Wittstock zu heiraten, muss Amely von Berlin nach Manaus ziehen und landet so im Land der Kautschukbarone. Gefangen in einer ihr vollkommen fremden Welt wird sie immer verzweifelter. Erst der Indianer Aymáho schafft es, sie aus ihrem luxuriösen, aber grausamen Leben, zu reißen. . Von Anfang an konnte ich mit Amely unglaublich gut mitfiebern und habe bei jedem negativen Erlebnis, dass sie getroffen hat, direkt mit ihr mitgelitten. Kilian habe ich mit einer Inbrunst gehasst, wie es mir in letzter Zeit wirklich nur selten untergekommen ist. Auch wenn ich immer im Hinterkopf hatte, dass 1896 natürlich ein anderes Frauenbild und generell eine andere Sicht auf die Gesellschaft herrschte. Besonders gut hat mir der Schreibstil gefallen, der einen sofort in zum Glück längst vergangene Zeiten versetzt hatte. Doch nicht nur die Zeit wird unglaublich gut transportiert und dargestellt, sondern auch die vielfältige Natur und das Klima in Brasilien. Auch wenn sie teilweise zu erwarten waren, weißt das Buch einige geniale Plottwists auf. . Ein wunderschöner historischer Roman mit einer atemberaubenden Atmosphäre.

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