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Die andere Hälfte der Hoffnung

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Über das Buch

Die andere Häfte der Hoffnung - nominiert für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis 2015!
Valentina wartet auf die Rückkehr ihrer Tochter aus Deutschland. Seit Monaten hat sie nichts mehr von ihr gehört. Sie scheint spurlos verschwunden – wie viele andere Studentinnen, die angeblich ein Stipendium in Deutschland erhalten haben. Valentina lebt dagegen in der verbotenen Zone von Tschernobyl, ihrer alten Heimat. Um dem trostlosen Warten und dem bitterkalten Winter zu trotzen und die Hoffnung nicht zu verlieren, beginnt Valentina ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. In Deutschland versteckt währenddessen Martin Lessmann eine junge osteuropäische Frau vor ihren Verfolgern. Als sie sich kurz darauf die Pulsadern aufschneidet, rettet er sie ein zweites Mal – und erfährt Ungeheuerliches.
Zeitgeschichte packend aufbereitet - ein Roman der Spuren hinterlässt!
»Virtuos, meisterlich erzählt. Zeitgeschichte packend aufbereitet – ein Krimi der absoluten Spitzenklasse.« hr-online

Editionen (2)

ISBN9783426304839
VerlagDroemer Taschenbuch
Erscheinungsdatum02.11.15
Seitenzahl320

Rezensionen & Bewertungen

52 Bewertungen

6 Rezensionen

4,3

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  • whatabout_nadine
    whatabout_nadine

    298 Follower

    4,5

    Zwischen verlorener Heimat und verschwundenen Töchtern. Ein Roman über Schuld, Schweigen und die lange Spur von Tschernobyl

    Die andere Hälfte der Hoffnung hat mich tief berührt und gleichzeitig innerlich aufgewühlt. Mechtild Borrmann verknüpft die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl mit aktuellen Verbrechen und zeigt eindrucksvoll, wie lange die Schatten der Vergangenheit reichen. Im Zentrum stehen junge Studentinnen aus der Ukraine, denen unter falschen Versprechungen Visa vermittelt werden. Angeblich für ein Studium und ein besseres Leben. Stattdessen verschwinden sie, ihrer Identität und Zukunft beraubt. Ihre Fälle werden nur halbherzig verfolgt, denn schnell wird deutlich, dass es Kräfte gibt, die kein Interesse an Aufklärung haben. Vertuschung und Korruption greifen ineinander, sodass vieles bewusst im Dunkeln bleiben soll. Besonders bewegend ist die Geschichte einer Mutter, die verzweifelt nach ihrer Tochter sucht. Immer wieder wird sie abgewiesen, vertröstet, nicht ernst genommen. Während ihrer Suche erzählt sie Stück für Stück von ihrem früheren Leben in Tschernobyl. Von ihrem Leben und dem Alltag vor der Katastrophe. Vom schleichenden Entsetzen danach, wo sie ihre gesamte Vergangenheit zurücklassen musste. Die Autorin macht spürbar, wie zerrissen ein Mensch sein muss und wie es ist von heute auf Morgen, seine vertraute Umgebung, sein ganzes Leben hinter sich lassen zu müssen. Verloren sind Fotos, Erinnerungen und Dokumente - ohne die Chance auf Wiederkehr. Gerade diese Verknüpfung aus persönlichem Schicksal, politischem Versagen und gesellschaftlicher Ignoranz macht den Roman so stark. Man kennt die Bilder und Berichte über Tschernobyl, doch hier wird fühlbar, was es mit Beziehungen macht, mit Vertrauen, mit der eigenen Identität. Das Buch ist aufreibend und intensiv, ohne laut zu sein. Es lebt von seiner stillen Wucht und den leisen Zwischentönen. Für mich hatte es alles, was ein gutes Buch braucht: emotionale Tiefe, gesellschaftliche Relevanz und Figuren, deren Schmerz und Hoffnung man mitträgt. Ein bewegender Roman, der zeigt, dass Katastrophen nicht enden, wenn die Welt aufhört hinzusehen.

    20. Feb. 2026

  • heidi4
    heidi4

    97 Follower

    3,0

    "Die andere Hälfte der Hoffnung" ist eine Mischung aus Krimi und Zeitgeschichte. Ich werde nicht so richtig warm mit Geschichten aus Osteuropa und einige andere Bücher der Autorin haben mir besser gefallen. Aber abgesehen davon ist das eine sehr interessante Geschichte, die man nicht so schnell vergisst. Es gibt drei Handlungsstränge und es geht um Menschenhandel, Zwangsprostitution, Korruption und die Nuklearkathastrophe von Tschernobyl. Ich kann mich noch gut an diese Katastrophe erinnern, es gibt bis heute eine Strahlenbelastung in unseren Wäldern. Wer sich für diese Themen interessiert, dem kann ich dieses Buch auf jeden Fall empfehlen.

    11. Feb. 2026

  • ms.lilcorner
    ms.lilcorner

    10 Follower

    5,0

    Ich musste mich erst in die Handlung rein finden. Bin aber wie immer vom Schreibstil begeistert. Und auch die Storyline ist wirklich bewegend.

    Ich musste mich erst in die Handlung rein finden. Bin aber wie immer vom Schreibstil begeistert. Und auch die Storyline ist wirklich bewegend.

    6. März 2024

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Mechtild Borrmann

Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit und Jugend am Niederrhein. Bevor sie sich als Schriftstellerin einen Namen machte, war sie u. a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Die Autorin ist mit zahlreichen renommierten Preisen, u.a. dem deutschen Krimipreis ausgezeichnet worden. Ihre Romane "Trümmerkind", "Grenzgänger" und "Feldpost" standen monatelang unter den TOP 10 der Spiegel-Bestsellerliste. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.

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