Die Analphabetin

Die Analphabetin

Hardcover
3.812
Neue SpracheAnalphabetinSpracheMigration

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Beschreibung

Mit diesem literarischen Kleinod erzählt Agota Kristof eindrücklich in elf kurzen prägnanten Kapiteln die Geschichte ihrer Herkunft. Die frühe und vorerst wohlbehütete, wenn auch bescheidene Kindheit im Kreis ihres Elternhauses in Ungarn, der Vater ein Dorfschullehrer mit mäßigem Einkommen, ihr Heranwachsen während und nach dem Zweiten Weltkrieg, als von einem Tag auf den andern in den Schulen nur noch russisch gesprochen und gedacht werden mußte, die Verhaftung des Vaters, ihre "Kasernierung" in einem staatlichen Internat, der Tod Stalins, anläßlich dessen die Zöglinge angehalten wurden, über den verstorbenen "Großen Freund der Werktätigen" zu schreiben, ihre Flucht im November 1956, als sie ihrem jungen Ehemann zusammen mit einer Handvoll Flüchtlingen ins Ungewisse folgte, schließlich die Ankunft in der Schweiz und damit für sie, wenn auch in Sicherheit, so doch in einer kulturellen Wüste, weil der Sprache nicht mächtig. Zur Analphabetin geworden, mußte sie, die doch mit vier Jahren bereits lesen konnte, mit ihren Kindern erneut lesen und schreiben und die für sie neue französische Sprache erlernen. Und so erzählt Agota Kristof ihren persönlichen Weg, der sie zu jener Schriftstellerin gemacht hat, die wir mit ihren Werken verehren.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
80
Preis
13.30 €

Beiträge

2
Alle
4.5

Interessante Lebensgeschichte

Eine Kollegin hat mir dieses Buch empfohlen. Normalerweise lese ich weniger (Auto-)Biografien. Diese hat mir sehr gefallen. In kurzen und prägnanten Kapiteln beschreibt Agota Kristof verschiedene Phasen ihres Lebens. In Teilen hat es mich an das Buch „Auf der Straße heißen wir anders“ von Laura Cwiertnia erinnert, obwohl sie von unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten berichten. In beiden Büchern bin ich mir bewusst geworden, dass ich von den Lebensrealitäten von Personen mit Einwanderungsgeschichte viel zu wenig weiß.

Interessante Lebensgeschichte
4

my mom gifted me this book when she came home from her vacation. i did not expect to cry from such a short, simple book. the short sentences, almost child-like, hold so much value. they hit right in the heart. i felt nostalgic, i felt empathy, i felt sadness, i felt love for my own motherland and my ability to read whatever i want, whenever i want to. i did not expect anything from this book, which made it even more mindblowing.

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