
675 Follower
„Die Gruft des Tyrannen“ von Rick Riordan ist der vierte Band der 5-teiligen „Die Abenteuer des Apollo“-Reihe. Ein weiteres Spin-Off zum weltweiten Phänomen „Percy Jackson“. Der Herzschmerz geht weiter: wir starten mit der turbulenten Ankunft in Camp Jupiter. Apollo und Meg möchten im Moment nicht mehr, als ihren gefallenen Freund nach Hause zu bringen – und was stellt sich ihnen dieses Mal in den Weg? Götterverdammte Leichenfresser. Falls man es also bislang noch nicht verstanden haben sollte: „Die Abenteuer des Apollo“ sind erwachsener und düsterer als alles bisherige. Riordan unterstreicht dies gleich zu Beginn und verteilt auf den ersten 100 Seiten einen emotionalen Tiefschlag nach dem nächsten. So dankbar ich ihm ja bin, dass er uns und den Helden einen ordentlichen Abschied gewährt, so sehr juckt es mir auch in den Fingern, ihm die Rechnung für meinen gesteigerten Taschentuchkonsum zu schicken. Obwohl wir uns also alle am liebsten im Bett verkriechen und trauern möchten, ist dafür schlicht keine Zeit. Dieses Mal gibt es eine Deadline von 5 Tagen bis das Triumvirat Camp Jupiter angreift. Apollo muss bis dahin noch ein paar Weissagungen erfüllen und die römischen Halbgötter müssen sich darauf vorbereiten, gegen ihre eigenen Kaiser zu kämpfen. Was ein Dilemma. Zusätzlich ist das verschollene Grab des letzten Königs von Rom aufgetaucht, der sich mit einer Armee von Untoten an dem ganzen Spaß beteiligen möchte. Hurra. „Die Gruft des Tyrannen“ ist für mich der bislang beste Band der Reihe. Die Geschichte ist ganz klar strukturiert und wird ausnahmsweise nicht von dem üblichen Chaos unterbrochen. Apollo und Meg haben zwei lineare Side Quests bevor die große Schlacht beginnt. Zwar mag ich das übliche Format, in dem ein Abenteuer das nächste jagt, aber dieser klare Fokus sorgt für eine Tiefe, die keins seiner vorherigen Bücher in meinen Augen erreichen konnte. Generell ist diese Reihe mehr auf die Charakterentwicklung als auf die Handlung fokussiert. Dadurch verlor das typische Riordan-Format in den vorigen Bänden aber etwas von seinem Rhythmus. Dadurch, dass hier nun ein bisschen das Tempo gedrosselt wird, hat die Reihe aber nun endlich ihren eigenen „Groove“ gefunden – so wie Apollo seinen „Jive“ finden muss. Das spiegelt sich auch in der exorbitanten Menge an Symbolik wieder, die in „Die Gruft des Tyrannen“ zu finden ist. Wir erleben eine Menge Spiegel-Charaktere, die identische oder bewusst konträre Handlungsbögen beginnen oder zu einem Abschluss bringen. So nach und nach fügt sich alles zu einem harmonischem Gesamtbild zusammen, was unheimlich befriedigend ist. Apollo hat mittlerweile seine göttlichen Attitüden nahezu komplett abgelegt und entwickelt sich immer mehr zu einem Herzenscharakter. Er ist der Erste in dieser bunten Welt voller wundervoller Charaktere, der beinahe an meine Liebe zu Percy Jackson heranreicht. Dazu dann noch seine Beziehung zu Meg, die er liebt wie eine Schwester. Götter, ich liebe alles an den beiden. Die sind so süß, so loyal…für Meg würde Apollo nicht nur sterben. Er würde sogar seinen Platz auf den Olymp aufgeben. Fazit: Rick Riordans „Die Gruft des Tyrannen“ ist der typische vierte Band einer Riordan-Reihe: herzzerreißend, brutal und dramatisch. Ein kleines Finale vor dem großen Finale, das kräftezehrend und zugleich absolut fantastisch ist. Ich gönne mir jetzt eine kleine Atempause, denn mein Herz muss erst mal einiges verarbeiten. Für mich der bislang beste Band der Reihe. 5/5 Sterne.
10. März 2025
„Die Gruft des Tyrannen“ von Rick Riordan ist der vierte Band der 5-teiligen „Die Abenteuer des Apollo“-Reihe. Ein weiteres Spin-Off zum weltweiten Phänomen „Percy Jackson“. Der Herzschmerz geht weiter: wir starten mit der turbulenten Ankunft in Camp Jupiter. Apollo und Meg möchten im Moment nicht mehr, als ihren gefallenen Freund nach Hause zu bringen – und was stellt sich ihnen dieses Mal in den Weg? Götterverdammte Leichenfresser. Falls man es also bislang noch nicht verstanden haben sollte: „Die Abenteuer des Apollo“ sind erwachsener und düsterer als alles bisherige. Riordan unterstreicht dies gleich zu Beginn und verteilt auf den ersten 100 Seiten einen emotionalen Tiefschlag nach dem nächsten. So dankbar ich ihm ja bin, dass er uns und den Helden einen ordentlichen Abschied gewährt, so sehr juckt es mir auch in den Fingern, ihm die Rechnung für meinen gesteigerten Taschentuchkonsum zu schicken. Obwohl wir uns also alle am liebsten im Bett verkriechen und trauern möchten, ist dafür schlicht keine Zeit. Dieses Mal gibt es eine Deadline von 5 Tagen bis das Triumvirat Camp Jupiter angreift. Apollo muss bis dahin noch ein paar Weissagungen erfüllen und die römischen Halbgötter müssen sich darauf vorbereiten, gegen ihre eigenen Kaiser zu kämpfen. Was ein Dilemma. Zusätzlich ist das verschollene Grab des letzten Königs von Rom aufgetaucht, der sich mit einer Armee von Untoten an dem ganzen Spaß beteiligen möchte. Hurra. „Die Gruft des Tyrannen“ ist für mich der bislang beste Band der Reihe. Die Geschichte ist ganz klar strukturiert und wird ausnahmsweise nicht von dem üblichen Chaos unterbrochen. Apollo und Meg haben zwei lineare Side Quests bevor die große Schlacht beginnt. Zwar mag ich das übliche Format, in dem ein Abenteuer das nächste jagt, aber dieser klare Fokus sorgt für eine Tiefe, die keins seiner vorherigen Bücher in meinen Augen erreichen konnte. Generell ist diese Reihe mehr auf die Charakterentwicklung als auf die Handlung fokussiert. Dadurch verlor das typische Riordan-Format in den vorigen Bänden aber etwas von seinem Rhythmus. Dadurch, dass hier nun ein bisschen das Tempo gedrosselt wird, hat die Reihe aber nun endlich ihren eigenen „Groove“ gefunden – so wie Apollo seinen „Jive“ finden muss. Das spiegelt sich auch in der exorbitanten Menge an Symbolik wieder, die in „Die Gruft des Tyrannen“ zu finden ist. Wir erleben eine Menge Spiegel-Charaktere, die identische oder bewusst konträre Handlungsbögen beginnen oder zu einem Abschluss bringen. So nach und nach fügt sich alles zu einem harmonischem Gesamtbild zusammen, was unheimlich befriedigend ist. Apollo hat mittlerweile seine göttlichen Attitüden nahezu komplett abgelegt und entwickelt sich immer mehr zu einem Herzenscharakter. Er ist der Erste in dieser bunten Welt voller wundervoller Charaktere, der beinahe an meine Liebe zu Percy Jackson heranreicht. Dazu dann noch seine Beziehung zu Meg, die er liebt wie eine Schwester. Götter, ich liebe alles an den beiden. Die sind so süß, so loyal…für Meg würde Apollo nicht nur sterben. Er würde sogar seinen Platz auf den Olymp aufgeben. Fazit: Rick Riordans „Die Gruft des Tyrannen“ ist der typische vierte Band einer Riordan-Reihe: herzzerreißend, brutal und dramatisch. Ein kleines Finale vor dem großen Finale, das kräftezehrend und zugleich absolut fantastisch ist. Ich gönne mir jetzt eine kleine Atempause, denn mein Herz muss erst mal einiges verarbeiten. Für mich der bislang beste Band der Reihe. 5/5 Sterne.
10. März 2025







