Deutschlandtagebuch

Deutschlandtagebuch

Taschenbuch
4.02

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Beschreibung

Tagebuch des berühmten japanischen Arztes und Schriftstellers Mori Ogai (Romane und Sachbücher u.a.: Die Tänzerin, Die Wildgans, Vita Sexualis) über seine Deutschlandreise mit historischen Fotografien aus den Städten, die er besuchte. "In seiner Perspektive geht das Private bruchlos über ins Politische, das Banale ins Bedeutsame. Moris Beobachtungen haben die Form und Präzision von Haikus: was sein Tagebuch den bei uns bekannten literarischen Texten durchaus ebenbürtig macht. Er beobachtet mit Unbefangenheit und großer Sensibilität …" (Süddeutsche Zeitung)

Buchinformationen

Haupt-Genre
Ratgeber & Sachbücher
Sub-Genre
Reisen & Urlaub
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
324
Preis
16.50 €

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
N/A
44%
N/A
N/A
41%
N/A
N/A
70%
80%
N/A

Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
100%
82%
70%
45%

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam0%
Mittel100%
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Schreibstil

Einfach0%
Komplex0%
Mittel100%
Minimalistisch (100%)Poetisch (100%)Außergewöhnlich (100%)

Beiträge

1
Alle
5

Eine außergewöhnliche und vor allem kurzweilige Lesereise

Definitiv eines meiner Top Read 2025. Nachdem mir schon die Erzählungen von Ogai Mori so gut gefallen haben, lag es sehr nahe sein Deutschlandtagebuch zu lesen, die die Jahre behandeln als er sich selbst in Deutschland aufgehalten hat. Am Anfang begegnen wir ihm als jungen Japaner, der neu in Deutschland ist, und dem manche Sitten in Bismarcks Deutschland doch sehr fremd sind. Die Tagebücher sind sehr unterschiedlich lang von "Heute Post aus der Heimat erhalten" bis manchmal Seiten lang, wenn ihn wirklich etwas beschäftigt hat. Und er ist, wie das ja oft bei Autoren der Fall sein soll, ein sehr guter Beobachter. Der, zumindest in seinen Tagebucheinträgen kein Blatt vor den Mund nimmt. Sei es nun gegenüber seinen eigenen Landsleuten oder den Deutschen den er begegnet. Normalerweise hat man, wenn man an einen Japaner denkt, eher das Bild eines ruhigen und höflichen und respektvollen Menschen. Respektvoll und höflich ist er auch, aber wenn ihm was ärgert, dann sagt er es direkt. Mit jeder Seite mehr, ist er mir wie ein Mann erschienen, mit dem ich gern hätte befreundet sein wollen. Dass dieses Tagebuch schon vor ca. 140 Jahren geschrieben wurde, ist mir fast nicht aufgefallen und mir sein gesamter Schreibstil tatsächlich sehr modern (abgesehen von vielleicht ein paar Kleinigkeiten) vorgekommen. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Und so hatte ich eine sehr kurzweilige Zeit beim Lesen und es war nie langweilig. Ganz im Gegenteil! Bei so einigen Einträgen musste ich tatsächlich schmunzeln oder sogar lachen. Es wird definitiv nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Buch gelesen habe.

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