Der Zirkel der Literaturliebhaber

Der Zirkel der Literaturliebhaber

Hardcover
2.33
RumiSpracheRepressionSaadi

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Beschreibung

Jeden Donnerstag kamen in das Elternhaus Cheheltans acht Gäste, um mit den Eltern und später auch ihm selbst über Literatur zu sprechen. Sie sprachen vorzugsweise über die klassische persische Literatur, über Rumi, Hafis, Saadi, Ferdowsi und andere. Über Jahre hielten diese Treffen an und eröffneten einen Raum der Sprache, der Poesie, der Interpretation, was die großen Themen des Lebens und des Geistes anbelangt, verbanden die Teilnehmer, verstrickten sie aber auch miteinander, weil die Staatsmacht auch in ihren Zirkel reinregierte.
Denn in diesem Zeitraum seit den sechziger Jahren herrscht erst der Schah mit seinem Repressionsapparat und dem Geheimdienst SAVAK, bis die islamische Revolution von 1979 das Regime durch die Macht der Mullahs ersetzt. In seiner dichten und detaillierten Erzählung kehrt Amir Hassan Cheheltan immer wieder zu dem Zirkel der Literaturliebhaber, den Gesprächen über die Poesie, der Rolle seiner Eltern, den Impulsen für die eigene Lektüre und der Wirkung der Literatur zurück. Denn diese ist älter, weiser, komischer, subversiver und sexuell weitaus freizügiger, als die offizielle Sittenlehre und die gesellschaftlichen Zwänge es dulden wollen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
252
Preis
23.70 €

Autorenbeschreibung

Amir Hassan Cheheltan, geboren 1956 in Teheran, studierte in England Elektrotechnik, nahm am Irakkrieg teil und veröffentlichte in Teheran bislang Romane und Erzählungsbände. Zwei Jahre hielt er sich wegen der Bedrohung durch das Regime mit seiner Familie in Italien auf. Sein Roman "Teheran, Revolutionsstraße" erschien 2009 als Welt-Erstveröffentlichung auf Deutsch, es folgten "Teheran, Apokalypse" und "Teheran, Stadt ohne Himmel" inzwischen liegt die gesamte Teheran-Trilogie bei C.H.Beck vor. Zuletzt erschien hier sein Roman "Der Kalligraph von Isfahan". Cheheltan veröffentlicht Essays und Feuilletons in der «FAZ», der «SZ», der «ZEIT» und anderswo. Jutta Himmelreich, studierte Romanistik, Amerikanistik und Ethnologie in Frankfurt, Tucson, Arizona und Paris. Sie ist seit 1985 als Übersetzerin und Dolmetscherin in den Sprachen Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Farsi tätig.

Beiträge

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Alle
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I like the style of the novel, the narrative is very well interwoven with fables, tales and the literature the narrator is so deeply affected by in his lifetime. At this moment in time I just can’t connect with the pubescent thoughts of the narrator and his struggles that are very specific to a boy becoming a man, surrounded by a society that is deeply influenced by religious ideals in its morale. And right now it’s hard for me to identify with that, so I’m putting it down @20% - great prose, plot not for me

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Teheran, an einem Donnerstag, an jedem Donnerstag: Besuch kommt, der Höhepunkt der Woche steht an. Über Jahrzehnte hinweg treffen sich Freunde in der Wohnung der Familie Cheheltan, um mit ihnen über Literatur zu sprechen. Der Autor erzählt von seinen Eltern, ihren Besuchern, von sich und vor allem von Büchern: ihrer Schönheit, ihrer Faszination, ihrer Sprache, ihren Autoren, ihren Schicksalen. In den Gesprächen treten sich der moderne Iran mit seinen politischen und gesellschaftlichen Brüchen und das traditionsreiche Persien mit seinen vielfältigen und reichen künstlerischen und literarischen Traditionen gegenüber. Immer wieder bricht die Welt vor der Tür in die Gespräche ein, die im festlich geschmückten Gästezimmer bei üppigen Speisen geführt werden, ein. Mehr auf meinem Blog "Notizhefte": https://notizhefte.com/2020/07/26/von-der-widerstaendigkeit-des-lesens/

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