Der Zauberer vom Cobenzl
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Beschreibung
Buchinformationen
Beiträge
ein unterhaltsamer historischer Roman mit einer sympathischen Ich-Erzählerin
Im 19. Jh. beschränkte sich die Bildung für höhere Töchter aus begüterten Familien darauf, ihnen Haushaltsführung beizubringen und gesellschaftsfähige Ehefrauen aus ihnen zu formen. Hermine von Reichenbach hatte daher das Glück, dass ihr naturwissenschaftliches Interesse von ihrem Vater Karl von Reichenbach sehr gefördert wurde und er seine Tochter unterrichtet hat. Zu dieser Zeit war Karl von Reichenbach selbst noch ein angesehener Naturforscher und Unternehmer. Sein Forscherdrang und Ehrgeiz brachten dem bürgerlich geborenen neben Ansehen und Vermögen auch den Titel eines Freiherrn ein. Die Tochter Hermine ist die Ich-Erzählerin in dem Roman „Der Zauberer von Cobenzl“. Neben Teilen der Biografie ihres Vaters sowie ihrer eigenen geht es außerdem um ihre jüngere Schwester Ottone, ein musikalisches Ausnahmetalent und begabte Pianistin. Auch wie ihr Vater in späteren Jahren im Volksmund zu dem „Titel“ des Zauberers von Cobenzl kam, wird erzählt. Im Roman begleitet man Hermine durch schöne und schwere Jahre. Man taucht ein in familiäre Konflikte der von Reichenbachs, erlebt aber auch, wie das Umfeld auf ein solch gebildetes Fräulein reagiert. Hermine forscht selbst auf den Gebiet der Botanik. Und wie so oft im Leben von historischen Frauen ist es eine Geschichte der begrenzten Möglichkeiten. Ich habe der Geschichte der Familie von Reichenbach, wie sie Bettina Balàka der Tochter Hermine in den Mund gelegt hat, gerne gelauscht. Der Roman ist sehr unterhaltsam und flüssig zu lesen. Wer gerne historische Romane liest, dem sei dieser empfohlen. [unbezahlte Werbung, da Leseexemplar]
Lebensgeschichte einer Familie historisch interessante Geschichte Großes Manko: der Klappentext ist absolut irreführend. Es geht vorrangig um den Vater und seine Errungenschaften, bzw. Lebenswerk. Die Töchter stehen dahingehend im Zentrum, da es aus der Sicht einer von diesen erzählt wird. Aber in meinen Augen wird nicht eingehalten was versprochen wurde. Ihre angestrebten Hochzeiten werden erst in den letzten Kapiteln angesprochen und thematisiert. Generell haben die Zwei erst im letzten Drittel überhaupt Interesse daran, sich vom Vater loszusagen. Auch die Möglichkeiten der Frauen werden kaum angesprochen und nur so nebenbei erwähnt, sowie nur die der zwei Schwestern und es werden kaum einmal andere Frauen und ihr Werdegang thematisiert. Dennoch sehr interessantes Buch, für all jene die ein geschichtliches Interesse an "Erfindungen" und Leben einer fast adeligen Familie in Wien Ende des 19.Jh. haben.
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Buchinformationen
Beiträge
ein unterhaltsamer historischer Roman mit einer sympathischen Ich-Erzählerin
Im 19. Jh. beschränkte sich die Bildung für höhere Töchter aus begüterten Familien darauf, ihnen Haushaltsführung beizubringen und gesellschaftsfähige Ehefrauen aus ihnen zu formen. Hermine von Reichenbach hatte daher das Glück, dass ihr naturwissenschaftliches Interesse von ihrem Vater Karl von Reichenbach sehr gefördert wurde und er seine Tochter unterrichtet hat. Zu dieser Zeit war Karl von Reichenbach selbst noch ein angesehener Naturforscher und Unternehmer. Sein Forscherdrang und Ehrgeiz brachten dem bürgerlich geborenen neben Ansehen und Vermögen auch den Titel eines Freiherrn ein. Die Tochter Hermine ist die Ich-Erzählerin in dem Roman „Der Zauberer von Cobenzl“. Neben Teilen der Biografie ihres Vaters sowie ihrer eigenen geht es außerdem um ihre jüngere Schwester Ottone, ein musikalisches Ausnahmetalent und begabte Pianistin. Auch wie ihr Vater in späteren Jahren im Volksmund zu dem „Titel“ des Zauberers von Cobenzl kam, wird erzählt. Im Roman begleitet man Hermine durch schöne und schwere Jahre. Man taucht ein in familiäre Konflikte der von Reichenbachs, erlebt aber auch, wie das Umfeld auf ein solch gebildetes Fräulein reagiert. Hermine forscht selbst auf den Gebiet der Botanik. Und wie so oft im Leben von historischen Frauen ist es eine Geschichte der begrenzten Möglichkeiten. Ich habe der Geschichte der Familie von Reichenbach, wie sie Bettina Balàka der Tochter Hermine in den Mund gelegt hat, gerne gelauscht. Der Roman ist sehr unterhaltsam und flüssig zu lesen. Wer gerne historische Romane liest, dem sei dieser empfohlen. [unbezahlte Werbung, da Leseexemplar]
Lebensgeschichte einer Familie historisch interessante Geschichte Großes Manko: der Klappentext ist absolut irreführend. Es geht vorrangig um den Vater und seine Errungenschaften, bzw. Lebenswerk. Die Töchter stehen dahingehend im Zentrum, da es aus der Sicht einer von diesen erzählt wird. Aber in meinen Augen wird nicht eingehalten was versprochen wurde. Ihre angestrebten Hochzeiten werden erst in den letzten Kapiteln angesprochen und thematisiert. Generell haben die Zwei erst im letzten Drittel überhaupt Interesse daran, sich vom Vater loszusagen. Auch die Möglichkeiten der Frauen werden kaum angesprochen und nur so nebenbei erwähnt, sowie nur die der zwei Schwestern und es werden kaum einmal andere Frauen und ihr Werdegang thematisiert. Dennoch sehr interessantes Buch, für all jene die ein geschichtliches Interesse an "Erfindungen" und Leben einer fast adeligen Familie in Wien Ende des 19.Jh. haben.






