Der weite Weg der Hoffnung
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Beschreibung
Kambodscha im April 1975. Soldaten der Roten Khmer rücken in die Hauptstadt Phnom Penh vor. Das Land versinkt in Hunger, Grauen und Mord. Aus dem umhegten Kind Loung Ung wird ein elternloser Flüchtling, der im kambodschanischen Dschungel verzweifelt ums Überleben kämpft.
Unsagbares Leid bricht über sie herein. Loung muss sich in einem Waisenlager zum Kindersoldaten ausbilden lassen, ihre Brüder und Schwestern kämpfen in Arbeitslagern verzweifelt um ihr Leben. Allein die Hoffnung, ihre Familie am Ende der Schreckensherrschaft wiederzusehen, spendet Loung Ung Trost.
»Reden heißt, meine Familie in große Gefahr zu bringen. Mir fünf Jahren beginne ich zu verstehen, wie es ist, allein zu sein, still und einsam mit der Erwartung, dass mich jeder verletzen könnte.«
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Loung Ung wurde 1970 in Kambodscha geboren. 1975 begann ihre Flucht vor dem Regime der Roten Khmer. Sie entkam dem Inferno und lebt seit 1980 in den USA. Loung Ung ist Sprecherin der Kampagne gegen Landminen, die 1997 den Friedensnobelpreis erhielt.
Beiträge
Ein autobiografisches Buch, in welchem ein Mensch seine Traumata der Kindheit aufarbeitet, in einem Land, in dem einer der schrecklichsten Genozide der jüngeren Vergangenheit stattfand, ist schwer zu bewerten bzw. zu kritisieren. Per se ist der Mut, die Willensstärke, die Tapferkeit und das Leid, was diesen Menschen ausmacht, fünf Sterne wert. Aber ich will ja nicht den Autor und sein Leben beurteilen, sondern das gerade beendete Buch, welches zwar interessant zu lesen war, aber auch so viele Ungereimtheiten aufwies. Loung Ung schreibt ihre Kindheitserlebnisse, die sie zwischen ihrem 5. bis 10. Lebensjahr in Kambodscha im Präsens. Warum weigert sich ein Autor Vergangenes in der Vergangenheit zu schreiben? Soll dies authentischer klingen oder bewegender oder unmittelbarer? Soll der Leser das Gefühl haben, dass er beim Erzählen über das Abschlachten durch die Roten Khmer er quasi mitten im Geschehen ist? Mich irritiert so etwas ungemein, genauso wie die Sprache, die dieses Kind spricht. Ung verwendet die meiste Zeit eine kurze, prägnante Sprache, die recht kindgerecht wirkt, aber immer wieder schleichen sich dann Sätze und vor allem Ausdrücke in die Erzählung, die absolut nicht kindgerecht sind. Zudem kann sich kein Mensch derart detailliert an seine frühe Kindheit erinnern, wo ich wieder beim Thema bin: Wieviel Fiktion steckt in einer Autobiografie? Leider werde ich aufgrund der Erzählweise den Eindruck nicht los, dass viele Erfundenes und Ausgeschmücktes die Schilderungen der kleinen Loung zieren. Und das ist schade, denn mein Neugierde bezüglich der schrecklichen historischen Begebenheit giert nach Fakten, und so ertappte ich mich, dass ich nicht mehr wusste, ob das nun real oder fiktiv war, was ich gelesen habe. Das mag ein ganz persönliches Problem von mir sein. Andere Leser mögen sich von derartigen gefühlsbetonten Autobiografien angesprochener fühlen. Für mich wäre ein mit Abstand erzählter Rückblick einer Betroffenen mit geschichtlichen Hintergründen wohl besser. Die Autorin ist beispielsweise Aktivisten gegen Landminen, doch hierzu geht das Buch gar nicht ein. Auch ist mein Interesse über die Beweggründe für die Schreckensherrschaft der Roten Khmer nach dem Buch eher geweckt, als gestillt. Und abschließend noch eine Ohrfeige für den Fischer-Verlag, denn wieder einmal bekommt der deutsche Leser einen gefühlsschwangeren Buchtitel präsentiert, der sich kaum im Buch widerspiegelt und meines Erachtens nur auf der Emo-Schiene den Verkauf fördern soll. Es geht Ung wirklich sehr selten um Hoffnung, es geht ihr meist um Rache, Zorn, Wut, Vergeltung und Hass. Das meine ich nicht abwertend, sondern hierfür habe ich nachdem, was dieses arme Mädchen erlebt hat, absolut Verständnis, nachdem die Eltern und zwei Schwestern umgebracht wurden. Und daher ist auch der Originaltitel "First They Killed My Father" so treffend. Aber so einen Titel kann man offensichtlich dem deutschen Büchermarkt nicht zumuten. Fehlte nur noch, dass man eine Lotusblüten mit einem Schmetterling auf das Cover platzierte. Auch wenn ich vieles an dem Buch nicht stimmig für mich fand, bin ich doch sehr froh es gelesen zu haben und würde es trotzdem unbedingt weiterempfehlen. Insofern ist meine Rezension genauso unstimmig wie das Buch selbst.
Ein autobiografisches Buch, in welchem ein Mensch seine Traumata der Kindheit aufarbeitet, in einem Land, in dem einer der schrecklichsten Genozide der jüngeren Vergangenheit stattfand, ist schwer zu bewerten bzw. zu kritisieren. Per se ist der Mut, die Willensstärke, die Tapferkeit und das Leid, was diesen Menschen ausmacht, fünf Sterne wert. Aber ich will ja nicht den Autor und sein Leben beurteilen, sondern das gerade beendete Buch, welches zwar interessant zu lesen war, aber auch so viele Ungereimtheiten aufwies. Loung Ung schreibt ihre Kindheitserlebnisse, die sie zwischen ihrem 5. bis 10. Lebensjahr in Kambodscha im Präsens. Warum weigert sich ein Autor Vergangenes in der Vergangenheit zu schreiben? Soll dies authentischer klingen oder bewegender oder unmittelbarer? Soll der Leser das Gefühl haben, dass er beim Erzählen über das Abschlachten durch die Roten Khmer er quasi mitten im Geschehen ist? Mich irritiert so etwas ungemein, genauso wie die Sprache, die dieses Kind spricht. Ung verwendet die meiste Zeit eine kurze, prägnante Sprache, die recht kindgerecht wirkt, aber immer wieder schleichen sich dann Sätze und vor allem Ausdrücke in die Erzählung, die absolut nicht kindgerecht sind. Zudem kann sich kein Mensch derart detailliert an seine frühe Kindheit erinnern, wo ich wieder beim Thema bin: Wieviel Fiktion steckt in einer Autobiografie? Leider werde ich aufgrund der Erzählweise den Eindruck nicht los, dass viele Erfundenes und Ausgeschmücktes die Schilderungen der kleinen Loung zieren. Und das ist schade, denn mein Neugierde bezüglich der schrecklichen historischen Begebenheit giert nach Fakten, und so ertappte ich mich, dass ich nicht mehr wusste, ob das nun real oder fiktiv war, was ich gelesen habe. Das mag ein ganz persönliches Problem von mir sein. Andere Leser mögen sich von derartigen gefühlsbetonten Autobiografien angesprochener fühlen. Für mich wäre ein mit Abstand erzählter Rückblick einer Betroffenen mit geschichtlichen Hintergründen wohl besser. Die Autorin ist beispielsweise Aktivisten gegen Landminen, doch hierzu geht das Buch gar nicht ein. Auch ist mein Interesse über die Beweggründe für die Schreckensherrschaft der Roten Khmer nach dem Buch eher geweckt, als gestillt. Und abschließend noch eine Ohrfeige für den Fischer-Verlag, denn wieder einmal bekommt der deutsche Leser einen gefühlsschwangeren Buchtitel präsentiert, der sich kaum im Buch widerspiegelt und meines Erachtens nur auf der Emo-Schiene den Verkauf fördern soll. Es geht Ung wirklich sehr selten um Hoffnung, es geht ihr meist um Rache, Zorn, Wut, Vergeltung und Hass. Das meine ich nicht abwertend, sondern hierfür habe ich nachdem, was dieses arme Mädchen erlebt hat, absolut Verständnis, nachdem die Eltern und zwei Schwestern umgebracht wurden. Und daher ist auch der Originaltitel "First They Killed My Father" so treffend. Aber so einen Titel kann man offensichtlich dem deutschen Büchermarkt nicht zumuten. Fehlte nur noch, dass man eine Lotusblüten mit einem Schmetterling auf das Cover platzierte. Auch wenn ich vieles an dem Buch nicht stimmig für mich fand, bin ich doch sehr froh es gelesen zu haben und würde es trotzdem unbedingt weiterempfehlen. Insofern ist meine Rezension genauso unstimmig wie das Buch selbst.
Packende Biografie - Loung Ung erzählt ergreifend die Geschichte ihrer Familie während des Kambodschanischen Bürgerkriegs
Die Biografie erzählt sehr persönlich die Geschichte der Autorin, ihrer Familie und der Kambodschaner im Ganzen zu den Zeiten des Bürgerkrieges. Mehrfach rührt sie zu Tränen während sie das Schicksal ihrer Familie und der Leute um sich herum beschreibt. Der Schreibstil der Autorin berührt besonders, da sie ihre damals kindliche Sicht teilt.
Beschreibung
Kambodscha im April 1975. Soldaten der Roten Khmer rücken in die Hauptstadt Phnom Penh vor. Das Land versinkt in Hunger, Grauen und Mord. Aus dem umhegten Kind Loung Ung wird ein elternloser Flüchtling, der im kambodschanischen Dschungel verzweifelt ums Überleben kämpft.
Unsagbares Leid bricht über sie herein. Loung muss sich in einem Waisenlager zum Kindersoldaten ausbilden lassen, ihre Brüder und Schwestern kämpfen in Arbeitslagern verzweifelt um ihr Leben. Allein die Hoffnung, ihre Familie am Ende der Schreckensherrschaft wiederzusehen, spendet Loung Ung Trost.
»Reden heißt, meine Familie in große Gefahr zu bringen. Mir fünf Jahren beginne ich zu verstehen, wie es ist, allein zu sein, still und einsam mit der Erwartung, dass mich jeder verletzen könnte.«
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Loung Ung wurde 1970 in Kambodscha geboren. 1975 begann ihre Flucht vor dem Regime der Roten Khmer. Sie entkam dem Inferno und lebt seit 1980 in den USA. Loung Ung ist Sprecherin der Kampagne gegen Landminen, die 1997 den Friedensnobelpreis erhielt.
Beiträge
Ein autobiografisches Buch, in welchem ein Mensch seine Traumata der Kindheit aufarbeitet, in einem Land, in dem einer der schrecklichsten Genozide der jüngeren Vergangenheit stattfand, ist schwer zu bewerten bzw. zu kritisieren. Per se ist der Mut, die Willensstärke, die Tapferkeit und das Leid, was diesen Menschen ausmacht, fünf Sterne wert. Aber ich will ja nicht den Autor und sein Leben beurteilen, sondern das gerade beendete Buch, welches zwar interessant zu lesen war, aber auch so viele Ungereimtheiten aufwies. Loung Ung schreibt ihre Kindheitserlebnisse, die sie zwischen ihrem 5. bis 10. Lebensjahr in Kambodscha im Präsens. Warum weigert sich ein Autor Vergangenes in der Vergangenheit zu schreiben? Soll dies authentischer klingen oder bewegender oder unmittelbarer? Soll der Leser das Gefühl haben, dass er beim Erzählen über das Abschlachten durch die Roten Khmer er quasi mitten im Geschehen ist? Mich irritiert so etwas ungemein, genauso wie die Sprache, die dieses Kind spricht. Ung verwendet die meiste Zeit eine kurze, prägnante Sprache, die recht kindgerecht wirkt, aber immer wieder schleichen sich dann Sätze und vor allem Ausdrücke in die Erzählung, die absolut nicht kindgerecht sind. Zudem kann sich kein Mensch derart detailliert an seine frühe Kindheit erinnern, wo ich wieder beim Thema bin: Wieviel Fiktion steckt in einer Autobiografie? Leider werde ich aufgrund der Erzählweise den Eindruck nicht los, dass viele Erfundenes und Ausgeschmücktes die Schilderungen der kleinen Loung zieren. Und das ist schade, denn mein Neugierde bezüglich der schrecklichen historischen Begebenheit giert nach Fakten, und so ertappte ich mich, dass ich nicht mehr wusste, ob das nun real oder fiktiv war, was ich gelesen habe. Das mag ein ganz persönliches Problem von mir sein. Andere Leser mögen sich von derartigen gefühlsbetonten Autobiografien angesprochener fühlen. Für mich wäre ein mit Abstand erzählter Rückblick einer Betroffenen mit geschichtlichen Hintergründen wohl besser. Die Autorin ist beispielsweise Aktivisten gegen Landminen, doch hierzu geht das Buch gar nicht ein. Auch ist mein Interesse über die Beweggründe für die Schreckensherrschaft der Roten Khmer nach dem Buch eher geweckt, als gestillt. Und abschließend noch eine Ohrfeige für den Fischer-Verlag, denn wieder einmal bekommt der deutsche Leser einen gefühlsschwangeren Buchtitel präsentiert, der sich kaum im Buch widerspiegelt und meines Erachtens nur auf der Emo-Schiene den Verkauf fördern soll. Es geht Ung wirklich sehr selten um Hoffnung, es geht ihr meist um Rache, Zorn, Wut, Vergeltung und Hass. Das meine ich nicht abwertend, sondern hierfür habe ich nachdem, was dieses arme Mädchen erlebt hat, absolut Verständnis, nachdem die Eltern und zwei Schwestern umgebracht wurden. Und daher ist auch der Originaltitel "First They Killed My Father" so treffend. Aber so einen Titel kann man offensichtlich dem deutschen Büchermarkt nicht zumuten. Fehlte nur noch, dass man eine Lotusblüten mit einem Schmetterling auf das Cover platzierte. Auch wenn ich vieles an dem Buch nicht stimmig für mich fand, bin ich doch sehr froh es gelesen zu haben und würde es trotzdem unbedingt weiterempfehlen. Insofern ist meine Rezension genauso unstimmig wie das Buch selbst.
Ein autobiografisches Buch, in welchem ein Mensch seine Traumata der Kindheit aufarbeitet, in einem Land, in dem einer der schrecklichsten Genozide der jüngeren Vergangenheit stattfand, ist schwer zu bewerten bzw. zu kritisieren. Per se ist der Mut, die Willensstärke, die Tapferkeit und das Leid, was diesen Menschen ausmacht, fünf Sterne wert. Aber ich will ja nicht den Autor und sein Leben beurteilen, sondern das gerade beendete Buch, welches zwar interessant zu lesen war, aber auch so viele Ungereimtheiten aufwies. Loung Ung schreibt ihre Kindheitserlebnisse, die sie zwischen ihrem 5. bis 10. Lebensjahr in Kambodscha im Präsens. Warum weigert sich ein Autor Vergangenes in der Vergangenheit zu schreiben? Soll dies authentischer klingen oder bewegender oder unmittelbarer? Soll der Leser das Gefühl haben, dass er beim Erzählen über das Abschlachten durch die Roten Khmer er quasi mitten im Geschehen ist? Mich irritiert so etwas ungemein, genauso wie die Sprache, die dieses Kind spricht. Ung verwendet die meiste Zeit eine kurze, prägnante Sprache, die recht kindgerecht wirkt, aber immer wieder schleichen sich dann Sätze und vor allem Ausdrücke in die Erzählung, die absolut nicht kindgerecht sind. Zudem kann sich kein Mensch derart detailliert an seine frühe Kindheit erinnern, wo ich wieder beim Thema bin: Wieviel Fiktion steckt in einer Autobiografie? Leider werde ich aufgrund der Erzählweise den Eindruck nicht los, dass viele Erfundenes und Ausgeschmücktes die Schilderungen der kleinen Loung zieren. Und das ist schade, denn mein Neugierde bezüglich der schrecklichen historischen Begebenheit giert nach Fakten, und so ertappte ich mich, dass ich nicht mehr wusste, ob das nun real oder fiktiv war, was ich gelesen habe. Das mag ein ganz persönliches Problem von mir sein. Andere Leser mögen sich von derartigen gefühlsbetonten Autobiografien angesprochener fühlen. Für mich wäre ein mit Abstand erzählter Rückblick einer Betroffenen mit geschichtlichen Hintergründen wohl besser. Die Autorin ist beispielsweise Aktivisten gegen Landminen, doch hierzu geht das Buch gar nicht ein. Auch ist mein Interesse über die Beweggründe für die Schreckensherrschaft der Roten Khmer nach dem Buch eher geweckt, als gestillt. Und abschließend noch eine Ohrfeige für den Fischer-Verlag, denn wieder einmal bekommt der deutsche Leser einen gefühlsschwangeren Buchtitel präsentiert, der sich kaum im Buch widerspiegelt und meines Erachtens nur auf der Emo-Schiene den Verkauf fördern soll. Es geht Ung wirklich sehr selten um Hoffnung, es geht ihr meist um Rache, Zorn, Wut, Vergeltung und Hass. Das meine ich nicht abwertend, sondern hierfür habe ich nachdem, was dieses arme Mädchen erlebt hat, absolut Verständnis, nachdem die Eltern und zwei Schwestern umgebracht wurden. Und daher ist auch der Originaltitel "First They Killed My Father" so treffend. Aber so einen Titel kann man offensichtlich dem deutschen Büchermarkt nicht zumuten. Fehlte nur noch, dass man eine Lotusblüten mit einem Schmetterling auf das Cover platzierte. Auch wenn ich vieles an dem Buch nicht stimmig für mich fand, bin ich doch sehr froh es gelesen zu haben und würde es trotzdem unbedingt weiterempfehlen. Insofern ist meine Rezension genauso unstimmig wie das Buch selbst.
Packende Biografie - Loung Ung erzählt ergreifend die Geschichte ihrer Familie während des Kambodschanischen Bürgerkriegs
Die Biografie erzählt sehr persönlich die Geschichte der Autorin, ihrer Familie und der Kambodschaner im Ganzen zu den Zeiten des Bürgerkrieges. Mehrfach rührt sie zu Tränen während sie das Schicksal ihrer Familie und der Leute um sich herum beschreibt. Der Schreibstil der Autorin berührt besonders, da sie ihre damals kindliche Sicht teilt.









