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Der Übermensch als Ironikerin

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Über das Buch

Ironie entspricht nicht gerade dem Zeitgeist. Dessen apokalyptische Neigungen fordern jedoch Ironie geradezu heraus. Es geht diesem Buch darum, den technologischen Dämonien zu widerstreiten, indem man sie ironisiert, sie leicht und nicht schwer nimmt. Kierkegaard ist der Wegbereiter einer ironischen Moderne-Kritik, freilich mit ernstem religiösem Migrationshintergrund. Nietzsche zerlegt den Szientismus, so dass seither alle Bemühungen ihn objektiv zu begründen, Illusionen bleiben. Sartre befreit das Individuum von seiner Abhängigkeit von Autoritäten jegliche Art, was diese ironisiert und somit schwächt. Deleuze, Guattari eröffnen Fluchtlinien aus der durch Experten bevormundeten Gesellschaft in Form von Verwandlungen, was sich bei Judith Butler spiegelt. Derrida zerlegt gespenstisch Marx' Kritik, die sich in Genealogie verwandelt. Ironie sollte nicht politische werden - Rorty gefällt das nicht. Aber sie verbleibt keineswegs im Privaten, sondern verhilft, die Politik weniger ernst zu nehmen. Just das eröffnet neue Perspektiven,das Soziale zu entdramatisieren, bringt mit Umberto Eco, die Wahrheit zum Lachen.
ISBN9783695747726
VerlagBoD – Books on Demand
Erscheinungsdatum24.06.26
Seitenzahl276

Autorin / Autor

Über Hans-Martin Schönherr-Mann

Hans-Martin Schönherr-Mann ist Prof. für Politische Philosophie an der LMU München, Gastprofessuren an den Unis Innsbruck, Venice International University (VIU), Eichstädt, Regensburg, Torino, Passau. Aktuelle Arbeitsfelder sind Erkenntnistheorie bei Kant, Carnap, Kuhn, Gadamer, Feyerabend, Foucault; Sprachphilosophie im Anschluss an Wittgensteins 'Blaues Buch'; Poststrukturalismus, Existentialismus, Politische Philosphie wie die der Bildung. Seit 1982 ca. 50 wissenschaftliche und essayistische Buchpublikationen, eine literarische. Ca. 50 einstündige Radioessays, viele Print- und Radio-Rezensionen. Regelmäßiger Kommentator im Politischen Feuilleton des Deutschlandfunks Kultur. Regelmäßiger Mitarbeiter des Blogs Nietzsche POParts.

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