Blick ins Buch

Lyrik & Dramen

Der Tod und das Mädchen

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Über das Buch

In diesem Band sind erstmals fünf Dramolette vereinigt, in denen Elfriede Jelinek die Mythen der Märchen und Medienwelt um- und überschreibt. «Der Tod und das Mädchen I» ist der Dialog eines Jägers mit Schneewittchen. Dornröschen im zweiten Text ist auch das kleine, dicke, hübsche, unschuldige, harmlose Land, das vom Prinzen Haider wachgeküsst wird. In «Der Tod und das Mädchen III» versucht Elfriede Jelinek mit Rosamunde die Existenz der Schriftstellerin zu fassen, und im vierten Stück Jackie zieht Jackie Kennedy laut Regieanweisung all ihre Toten, Jack, Bobby, Ari und die anderen, hinter sich her. Im fünften Drama schlachten zwei Dichterinnen, Inge (Bachmann) und Sylvia (Plath), einen Widder und ziehen ihn eine (unsichtbare) Wand empor.

Editionen (1)

ISBN9783833302336
VerlagBerlin Verlag Taschenbuch
Erscheinungsdatum29.01.04
Seitenzahl154

Rezensionen & Bewertungen

6 Bewertungen

1 Rezensionen

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  • greenleaf
    greenleaf

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    3,0

    Hab nur Dornröschen (Der Tod und das Mädchen II) gelesen. Mein Kommentar direkt nach dem Lesen "starke Dornröschen, der Prinz ist ja eher arschig". Und so sollte es ja auch sein. Das ist mal ein modernes Stück, was auch aktuell ist. Was Thematiken aufgreift und sie nicht nur im Raum stehen lässt.

    9. März 2024

Autorin / Autor

Über Elfriede Jelinek

Elfriede Jelinek wurde am 20.10.1946 in Mürzzuschlag/Steiermark geboren. Sie studiert Komposition am Wiener Konservatorium, ab 1964 Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte. Erste Gedichte entstehen, 1968 der Roman »bukolit«. Erste Romanpublikation 1970 mit »wir sind lockvögel, baby!«. Berühmt wird Elfriede Jelinek mit dem 1983 erschienenen Roman »Die Klavierspielerin«, dessen Verfilmung mit Isabelle Huppert in Cannes preisgekrönt wird. Daneben tritt sie als politisch engagierte Theatermacherin an die Öffentlichkeit. Seit der Uraufführung ihres Theaterstücks »Burgtheater« (1985) wird Elfriede Jelinek in Österreich als Nestbeschmutzerin diffamiert, »Das Lebewohl« (Berlin Verlag 2000) ist eine kritische Auseinandersetzung mit der Haider-Partei. 1990 entsteht in Zusammenarbeit mit Werner Schroeter das Filmdrehbuch zu »Malina«, nach dem Roman von Ingeborg Bachmann. »Die Kinder der Toten«, das Opus magnum der Autorin, erscheint 1995. Einar Schleefs Inszenierung von »Ein Sportstück« feiert 1998 am Burgtheater Triumphe. 2004 wird Elfriede Jelinek mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet. Sie lebt in Wien und München.

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