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Julia Fischer hat in ihrem Roman den Geist der 1950-er Jahre sehr authentisch wiedergegeben: Etliche Familien hoffen immer noch auf die Rückkehr des Ehemannes und Vaters aus der Kriegsgefangenschaft. So z.B. Lenis und Hans' Mutter, die in ihrem Frisörsalon im ländlichen Hebertshausen hart für das wirtschaftliche Auskommen der Familie arbeiten muss. Sie verharrt im Althergebrachten, verschließt sich Neuerungen und gönnt sich selbst nichts, zumal von ihrem Verdienst auch Hans' Medizinstudium finanziert werden muss. Das Tragische ist, dass dieser damit zwar dem Wunsch des Vaters nachkommt, aber todunglücklich ist – er träumt von einer Karriere als Jazzmusiker. Andere wollen nach dem Krieg und den Entbehrungen der ersten Nachkriegsjahre unbeschwert das Leben wieder genießen und ihre beruflichen und privaten Träume realisieren. Zu ihnen gehört auch Leni, die von einem eigenen, modernen Friseursalon in der Stadt und der großen Liebe träumt. Mit der Anstellung im renommierten Münchener Salon Keller gelingt der zielstrebigen, mutigen jungen Frau der Aufbruch, auch wenn sie in einer männerdominierten Welt hart für Anerkennung, Erfolg und Selbstständigkeit kämpfen muss. Authentizität bekommt die Handlung auch durch die Nennung der in den 1950-er Jahre gängigen Produkte, Arbeitsweisen sowie die Erwähnung bekannter Personen, typischer Musik (-er), aktueller Filme, Benimmregeln und vieles mehr. Alles in allem spiegelt das Buch, das an Originalschauplätzen spielt, mit allen Höhen und Tiefen also ein Stück Zeitgeschichte wider – hervorragend recherchiert und zu einem spannenden Roman komponiert. Man fiebert mit den Protagonisten mit, freut sich und leidet mit ihnen, immer hoffend, dass es das Schicksal gut mit ihnen meint. Zu erwähnen ist, dass nicht nur die Charaktere der Protagonisten, sondern die aller Akteure so klar herausgearbeitet sind und eine so enorme Tiefe haben, dass sie real zu existieren scheinen. Fazit: Der Roman schildert in einer spannenden Handlung authentisch die Zeit des Aufbruchs in den 1950-er Jahren.
23. Sept. 2024
Julia Fischer hat in ihrem Roman den Geist der 1950-er Jahre sehr authentisch wiedergegeben: Etliche Familien hoffen immer noch auf die Rückkehr des Ehemannes und Vaters aus der Kriegsgefangenschaft. So z.B. Lenis und Hans' Mutter, die in ihrem Frisörsalon im ländlichen Hebertshausen hart für das wirtschaftliche Auskommen der Familie arbeiten muss. Sie verharrt im Althergebrachten, verschließt sich Neuerungen und gönnt sich selbst nichts, zumal von ihrem Verdienst auch Hans' Medizinstudium finanziert werden muss. Das Tragische ist, dass dieser damit zwar dem Wunsch des Vaters nachkommt, aber todunglücklich ist – er träumt von einer Karriere als Jazzmusiker. Andere wollen nach dem Krieg und den Entbehrungen der ersten Nachkriegsjahre unbeschwert das Leben wieder genießen und ihre beruflichen und privaten Träume realisieren. Zu ihnen gehört auch Leni, die von einem eigenen, modernen Friseursalon in der Stadt und der großen Liebe träumt. Mit der Anstellung im renommierten Münchener Salon Keller gelingt der zielstrebigen, mutigen jungen Frau der Aufbruch, auch wenn sie in einer männerdominierten Welt hart für Anerkennung, Erfolg und Selbstständigkeit kämpfen muss. Authentizität bekommt die Handlung auch durch die Nennung der in den 1950-er Jahre gängigen Produkte, Arbeitsweisen sowie die Erwähnung bekannter Personen, typischer Musik (-er), aktueller Filme, Benimmregeln und vieles mehr. Alles in allem spiegelt das Buch, das an Originalschauplätzen spielt, mit allen Höhen und Tiefen also ein Stück Zeitgeschichte wider – hervorragend recherchiert und zu einem spannenden Roman komponiert. Man fiebert mit den Protagonisten mit, freut sich und leidet mit ihnen, immer hoffend, dass es das Schicksal gut mit ihnen meint. Zu erwähnen ist, dass nicht nur die Charaktere der Protagonisten, sondern die aller Akteure so klar herausgearbeitet sind und eine so enorme Tiefe haben, dass sie real zu existieren scheinen. Fazit: Der Roman schildert in einer spannenden Handlung authentisch die Zeit des Aufbruchs in den 1950-er Jahren.
23. Sept. 2024






