Der Porzellaner

Der Porzellaner

Paperback
4.014

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Beschreibung

Als junger Bergmann bricht Samuel Stöltzel 1706 nach Meißen auf, um bei dem berühmt berüchtigten Alchemisten Friedrich Böttger das Goldmachen zu erlernen - nicht zuletzt, um damit auch das Herz seiner geliebten Sophie zu gewinnen. Statt des ersehnten Goldes, das König August zur Finanzierung seiner Kriege braucht, gelingt die Erfindung des Porzellans. Enttäuscht muss Samuel jedoch zusehen, wie sich die nun entstehende Manufaktur in Machtkämpfen zwischen Böttger, dem kreativen Kopf, und Nehmitz, dem Beamten des Hofes, aufreibt. Samuel sieht sich gezwungen, mit dem Herstellungsgeheimnis nach Wien zu fliehen, wo er auf eine neue Chance für sich und das weiße Gold hofft ...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Historische Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Paperback
Seitenzahl
464
Preis
18.50 €

Autorenbeschreibung

Annick Klug, geboren 1967, ist Schauspielerin, Sängerin und Drehbuchautorin. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, u. a. das NÜRNBERGER AUTORENSTIPENDIUM. Als Drehbuchautorin arbeitete sie u. a. für die UFA und STUDIO HAMBURG. Für DER PORZELLANER erhielt sie das Stipendium des Landes Brandenburg mit Aufenthalt auf Schloss Wiepersdorf.

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
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Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
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Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam100%
Mittel0%
Variabel0%

Schreibstil

Einfach0%
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Mittel100%
Bildhaft (100%)

Beiträge

3
Alle
4.5

Mir hat hier der Schreibstil von Annick Klug sehr gut gefallen. Sie schreibt flüssig, sehr verständlich und gut miteinander verflochtene Dialoge. Was ich für mich hier sehr positiv mitnehme, ist der historische Hintergrund, den ich als sehr interessant und spannend fand, da ich mich aber auch für Geschichte interessiere, ist dies ja auch verständlich . Der Plot wurde aus 4 Perspektiven erzählt: 2 fiktionalen Figuren und 2 realen Figuren (August der Starke und die Cosel), die auch noch aus unterschiedlichen Ständen hier Adel bzw. Bürgertum entstammen. Ich finde es immer wieder mutig bei realen Figuren fiktionale Elemente mit einfließen zu lassen, so dass die Figuren August und die Cosel einem nahe kommen und nicht wie im Geschichtsunterricht als unnahbare Figuren aus der Vergangenheit erscheinen. Das Buch fließt angenehm beim Lesen durch dich hinweg. Klare Leseempfehlung!☕🏭

3

Meißen und das Porzellan Samuel ist Bergmann im Jahr 1706, doch er möchte mehr aus seinem Leben machen und das Herstellen von Gold erlernen. Sein Weg führt ihn zu Friedrich Böttger, der der Goldmacher des Königs ist. Doch statt das Goldmachen zu lernen, entdecken sie das Geheimnis um die Herstellung des Porzellans. Samual hofft auch damit sein Glück zu finden, um seine große Liebe Sophie heiraten zu können. „Der Porzellaner - Eine Geschichte aus Meißen“ von Annick Klug dreht sich um den Protagonisten Samuel. Weitere Charaktere, die eine große Rolle spielen, sind Sophie, König August und die Gräfin Cosel. Das Buch ist in vier Teile aufgeteilt und wird aus der jeweiligen Perspektive der genannten Charaktere erzählt. Für mich gab es in diesem Roman drei Handlungsstränge. Ein Handlungsstrang erzählt Samuels Geschichte und wie es zur Erfindung des Porzellans kam. Der zweite Handlungsstrang ist Sophies Geschichte und der dritte Handlungsstrang, der ein kleines bisschen mit der Porzellanherstellung Berührung findet, ist der um die Beziehung der Gräfin Cosel und August des Starken. Gerade der letztgenannte Handlungsstrang war für mich am irritierendsten, da mir oftmals der Bezug zur Hauptgeschichte gefehlt hat. Ich hatte hier den Eindruck, es wird die Geschichte um die Beziehung von Constantia und August erzählt. Hin und wieder gab es dabei Verbindungen zu Böttger und damit Verbindungen zur eigentlichen Geschichte. Ich fand auch die Beziehung zwischen Sophie und Samuel eigenartig dargestellt. Sophie ist dabei ein gewöhnungsbedürftiger Charakter. Sie wirkt auf mich von oben herab und manchmal auch ausnutzend gegenüber Samuel, was es für mich weiterhin schwierig machte, der Geschichte zu folgen. Auch der Charakter Böttgers war einfach nur schwierig und gerade zum Ende hin war die Entwicklung der Geschichte sehr vorhersehbar, was sein Umgang mit verschiedenen Leuten betraf. Insgesamt ging es zwar um die Erfindung des Porzellans, aber ich hätte mir doch mehr Detailinfos bzw. eine ausführlichere Geschichte rund um die Abläufe in einer Porzellanmanufaktur gewünscht. Fazit: Für mich war dieser Roman sehr schwierig zu lesen, da ich mit den eigenartigen Charakteren meine Schwierigkeiten hatte und mir auch eine ganz andere Geschichte vorgestellt habe. Außerdem irritieren die Nebenerzählungsstränge. Daher gibt es meinerseits drei Sterne.

5

Wunderschöner Roman mit historischem Hintergrund

Samuel Stölzel lässt sich von der Verlockung leiten, dass es möglich sei Gold aus einfachen Materialien herzustellen. Er verlässt seine sichere Arbeitsstelle in Freiberg und macht sich auf den Weg nach Meißen, wo er Johann Friedrich Böttger kennenlernt, der dem Kurfürst - August dem Starken - versprochen hat, so viel Gold wie er benötige zu erschaffen. Doch schnell wird Samuel bewusst, dass Böttger leere Versprechungen von sich gegeben hat und er denkt immer wieder an Sophie, die sein Herz gefangen hat und der er mit der Goldherstellung ein tolles Leben bieten wollte. Doch dann entdecken die Männer in Meißen etwas ebenso besonderes - den Weg zur Herstellung von Porzellan. Annick Klug gelingt es mir ihrem Roman "Der Porzellaner: Eine Geschichte aus Meißen" wunderbar, die Leser in die Vergangenheit zu entführen. Durch den angenehmen Schreibstil gleitet man nur so durch die Handlung, welche aus dem Blickwinkeln von verschiedenen Personen erfolgt, unter anderem August dem Stärken oder auch Gräfin Constantia von Cosel. Somit erhalten wir einen tollen Einblick in die Gefühlswelten der Charakter. Die Erzählung spielt dabei an verschiedenen Orten, die auch heute teilweise noch mit der Geschichte rund um das Porzellan in Verbindung gebracht werden können, wie beispielsweise die Porzellanmanufaktur in Meißen, welche heute noch existiert. Trotz Kenntnis der zu Grunde liegenden Geschichte wurde es beim Lesen nie langweilig sondern ich war auch immer wieder gespannt, wie die Autorin die historischen Ereignisse umgesetzt hat und es blieb spannend bis zum Ende. Die Handlung spiegelt sehr die damaligen Verhaltensweisen wider, welche oft geprägt waren von Eigennutz, Misstrauen und Intrigen. Aber auch die große Bedeutung von Freundschaft sowie Enttäuschung erleben wir mit und es wird stellenweise sehr emotional. Für mich ist dies ein wirklich gelungener Roman über einen wichtigen Teil der sächsischen Geschichte und ein must-read Buch für alle, die sich bereits mit dieser auseinander gesetzt haben und in die Vergangenheit entführt werden möchten. Daher gibt es von mir eine ganz klare Empfehlung für diesen tollen Roman.

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